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E-Auto oder Verbrenner: Leser-Debatte bei t-online zu Neuwagen

In der Politik wird um das Verbrenner-Aus gerungen, Elektroautos aus China schwemmen den europäischen Markt und hiesige Autobauer streichen Stellen. Was hat das für Auswirkungen auf den Autokauf der t-online-Leser? Elektro, Verbrenner oder Hybrid: Die Optionen, sich auf vier Rädern fortzubewegen, sind heute vielfältig wie nie. Wir wollen wissen: In welchen Neuwagen würden Sie aktuell investieren? In der Kommentarspalte der t-online Debatte diskutierten Leser intensiv über die Vor-und Nachteile aller Optionen. Laut dem vorläufigen Abstimmungsergebnis von Freitag 15 Uhr würden sich 49 Prozent der 592 Umfrage-Teilnehmer einen Elektrowagen kaufen, 35 Prozent einen Verbrenner und 13 Prozent ein Auto mit Hybridantrieb. Drei Prozent der Teilnehmer gaben an, kein Auto kaufen zu wollen. Wie aus den Kommentaren abzulesen ist, hängt die Entscheidung vor allem von den Lebensumständen ab. E-Auto-Fahrer loben Fahrkomfort Mehrere Leser, die bereits elektrisch fahren, berichten von guten Erfahrungen. Vera Bohner-Wolf besitzt seit 2019 einen elektrischen BMW . Das sei günstiger als ein Verbrenner und sie habe keine Probleme mit dem Laden – "weder auf langen Strecken noch in Hotels, die meist Ladesäulen haben". Für die Entscheidung von Johannes Höflich , sich einen Mercedes EQE zuzulegen, waren die Energiekosten ausschlaggebend: "Dank der Steuererleichterungen fahre ich wirklich günstig und empfehle daher jedem, auf ein E-Auto umzusteigen." Er freue sich, wie vielfältig das Angebot für E-Autos inzwischen ist, hoffe aber, dass die deutschen Hersteller in der Produktion aufholen. Mit Frankreich : Deutschland einigt sich auf Abkehr vom Verbrenner-Aus Elektromobilität: Wo Elektroautos besonders boomen Folgen für Käufer: Gebrauchtprämie verteuert E-Autos Viele sehen im Elektroantrieb die einzige zukunftstaugliche Option. Ralf Glaschke erwartet, dass Verbrenner durch den sinkenden Absatz langfristig teurer werden könnten, "gleichzeitig steigen perspektivisch auch die Preise für Kraftstoffe". Die Attraktivität des Elektroautos hängt für einige eng mit der eigenen Stromerzeugung und der damit einhergehenden Kostenersparnis zusammen. Mac Lemmerz schreibt: "Mit einer PV auf dem Dach macht es einfach Sinn, E-Auto zu fahren." Auch Hybrid-Fahrer wie Udo Theis und Andreas Kindlein berichten, dass sie ihren Wagen im Alltag überwiegend mit Strom aus der Photovoltaikanlage nutzen und für nur längere Strecken auf Benzin zurückgreifen. Der Kaufpreis bremst den Umstieg Frank Weilbye fährt beruflich ein E-Auto und findet es grundsätzlich in Ordnung, kritisiert aber unterschiedliche Preise bei den Ladestationen und die lange Ladezeit. Für einen privaten Kauf wäre für ihn die Lademöglichkeit zu Hause entscheidend. Hans Friedemann nennt ebenfalls fehlende Lademöglichkeiten am Mietobjekt als Grund für seine Wahl des Verbrenners. Rainer Krausnick kritisiert neben den unzureichenden Lademöglichkeiten eine für ihn zu geringe Reichweite und die hohen Anschaffungskosten von Elektroautos. Auch für den Anhängergebrauch sehen einige Leser wie Karlheinz Schäfer den Verbrenner weiterhin im Vorteil – zum Beispiel beim Transport des Wohnwagens. Die Frage der Umweltbilanz bei den verschiedenen Antrieben ist in den Kommentaren umstritten. Der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen bei Verbrennern steht der Ressourcenverbrauch zur Herstellung einer Batterie für Elektroautos gegenüber. Rainer Deutinger hält es für nachhaltiger, einen alten Verbrenner möglichst lange zu fahren, statt ein neues Auto anzuschaffen. Manche stellen die Entscheidung für ein eigenes Auto sogar ganz infrage. Herbert Oppermann nutzt das Deutschlandticket und Carsharing: "Das können sicher noch mehr Menschen machen, die meisten sind leider nur Gewohnheitstiere."