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Parken in Dresden soll teurer werden: Was die Stadt jetzt plant

Autofahrer in Dresden müssen sich auf höhere Parkgebühren einstellen. Die Stadtverwaltung will die Preise um durchschnittlich 25 Prozent anheben. Wer sein Auto auf öffentlichen Parkplätzen in Dresden abstellt, soll künftig tiefer in die Tasche greifen. Die Stadtverwaltung plant eine deutliche Erhöhung der Parkgebühren. Ein entsprechender Vorschlag liegt dem Stadtrat vor. Demnach sollen die Gebühren für Pkw im Durchschnitt um rund 25 Prozent steigen. Zugleich will die Stadt die Grenzen einzelner Parkzonen verändern. Besonders teuer wird das Parken in der zentralen Tarifzone 1. Dort soll der Stundensatz von bislang 2,40 Euro auf drei Euro steigen. In Zone 2 sind künftig 1,80 Euro statt 1,50 Euro vorgesehen. In Zone 3 erhöht sich die Gebühr von 1,20 Euro auf 1,50 Euro. Auch die Tagestarife werden teilweise angepasst. Während der Höchstbetrag in Zone 1 bei zwölf Euro bleiben soll, sind in Zone 2 künftig sieben Euro und in Zone 3 sechs Euro vorgesehen. Diese Beträge werden laut Stadtverwaltung nach etwa vier Stunden Parkdauer erreicht. Stadt Dresden will mit höheren Parkgebühren Millionen einnehmen Die Stadt begründet die geplante Erhöhung vor allem mit steigenden Kosten und der angespannten Haushaltslage. Die Ausgaben für Bau, Instandsetzung und Unterhaltung öffentlicher Verkehrsflächen würden durch die bisherigen Parkgebühren bei Weitem nicht gedeckt. Zudem seien die Gebühren seit fünf Jahren nicht mehr angepasst worden. Höhere Preise sollen außerdem dafür sorgen, dass die knappen Parkplätze besser genutzt werden. Nach Auffassung der Verwaltung sind die bisherigen Gebühren zu niedrig, um die Nachfrage ausreichend zu beeinflussen. Zugleich soll das Parken im Vergleich zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel weniger attraktiv werden. Die Stadt verweist dabei auf die gestiegenen Fahrpreise im öffentlichen Nahverkehr. Ein Einzelticket für eine Stundenfahrt in Dresden kostete 2021 noch 2,50 Euro, inzwischen sind es 3,60 Euro. Das entspricht einem Anstieg um 44 Prozent. Mit den neuen Parkgebühren erhofft sich die Verwaltung erhebliche Mehreinnahmen. Für das Jahr 2026 rechnet sie mit rund 12,3 Millionen Euro aus Parkgebühren. Durch die Erhöhung sollen rechnerisch etwa 3,27 Millionen Euro brutto hinzukommen. Wegen zusätzlicher steuerlicher Belastungen erwartet die Stadt für 2027 und 2028 allerdings jährliche Nettoerträge von rund 14,77 Millionen Euro. Das zusätzliche Geld könnte nach Angaben der Verwaltung unter anderem in die Instandhaltung von Straßen und die Verbesserung der Verkehrssicherheit fließen. Auch Busse und Anhänger sollen mehr bezahlen Neben den Pkw-Tarifen sind weitere Änderungen vorgesehen. Für Busse sollen die Parkgebühren in Zone 1 um 60 Prozent und in den beiden übrigen Zonen um 30 Prozent steigen. Damit würden in Zone 1 künftig acht Euro pro Stunde fällig, in den Zonen 2 und 3 jeweils vier Euro. Dort soll zudem ein Tagestarif von 15 Euro gelten. Neu ist auch eine ausdrückliche Gebührenpflicht für Anhänger. Diese soll unabhängig davon gelten, ob der Anhänger an ein Zugfahrzeug gekoppelt ist oder allein auf einem Parkplatz steht. Außerdem will die Stadt die Parkgebührenzonen neu zuschneiden. Unter anderem soll der Parkplatz am Terrassenufer künftig zur teuersten Zone 1 gehören. Der bisherige spezielle Messetarif soll dagegen vollständig entfallen. Wann gelten die neuen Parkgebühren in Dresden? Beschlossen ist die Erhöhung noch nicht. Laut Sitzungsvorlage soll sich der Stadtrat am 26. November mit den neuen Gebühren befassen und darüber entscheiden. Selbst bei einer Zustimmung werden die Preise nicht unmittelbar steigen. Zunächst muss die geänderte Parkgebührenverordnung im Dresdner Amtsblatt veröffentlicht werden. Zudem müssen die Parkscheinautomaten umgestellt werden. Dafür veranschlagt die Verwaltung etwa zehn Wochen ab Verfügbarkeit des beauftragten Dienstleisters. Allein die technische Umstellung dürfte rund 80.000 Euro kosten. Hinzu kommen Ausgaben für die Anpassung der Parkscheine. Wann Autofahrer tatsächlich die höheren Gebühren zahlen müssen, steht deshalb noch nicht fest.