Mercedes-Fahrer rast Polizei davon: Beamte in Bremerhaven staunen
Mit weit mehr als 100 km/h rast ein Sprinter durch Bremerhaven, über rote Ampeln und in den Gegenverkehr. Nach einem Unfall macht die Polizei einen überraschenden Fund. Eine nächtliche Fahrt zweier Jugendlicher hat in Bremerhaven eine Verfolgungsfahrt mit der Polizei ausgelöst. Der Fahrer eines Mercedes-Sprinters flüchtete mit weit mehr als 100 Kilometern pro Stunde durch den Stadtteil Mitte, fuhr über rote Ampeln und teilweise in den Gegenverkehr, teilte ein Sprecher am Montag mit. Am Ende krachte der Transporter in einen Zaun. Fahrer und Beifahrer waren nach Polizeiangaben erst 16 Jahre alt. Aufgefallen war der Sprinter einer Polizeistreife gegen 1.35 Uhr in der Nacht zu Montag. Im Bereich der Bremerhavener Straße fuhr er entgegen der vorgeschriebenen Richtung durch eine Einbahnstraße. Als die Beamten das Fahrzeug kontrollieren wollten, beschleunigte der Fahrer und flüchtete über die Pestalozzi-, Hafen- und Lloydstraße bis zur Barkhausenstraße. Polizei übergibt Jugendliche an Eltern Dabei ignorierte der Fahrer nach Angaben der Polizei sämtliche Anhaltezeichen. Trotz der hohen Geschwindigkeit und mehrerer gefährlicher Situationen seien keine Unbeteiligten verletzt worden. Am nördlichen Ende der Barkhausenstraße verlor der Jugendliche in einer Rechtskurve die Kontrolle über den Sprinter und prallte gegen einen Zaun. Die Polizei nahm Fahrer und Beifahrer zunächst fest. Beide blieben unverletzt. Warum sie mit dem Transporter unterwegs waren und weshalb sie vor der Polizei flohen, sagten die Jugendlichen nicht. Nach Abschluss der Maßnahmen wurden sie ihren Erziehungsberechtigten übergeben. Der Sprinter wurde beschlagnahmt und abgeschleppt. Gegen den 16-jährigen Fahrer ermittelt die Polizei nun wegen Straßenverkehrsgefährdung, verbotenen Kraftfahrzeugrennens und Fahrens ohne Fahrerlaubnis.
