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Parkfalle auf Sylt: Bootsmann erwägt Anzeige nach 145-Euro-Strafe

Keine fünf Minuten stellt ein Mann sein Auto auf einer Rasenfläche auf Sylt ab. Wenig später bekommt der Bootsmann eine Rechnung, die sich gewaschen hat. Parkplatz-Ärger auf Sylt : Wie mehrere Medien berichten, ist einem Mann kurzes Falschparken auf der Nordseeinsel in diesem Sommer zum Verhängnis geworden. Ein Sylter wurde demnach für drei Minuten Falschparken mit 145 Euro Strafe belegt. Wie die "Bild" berichtet, kam diese Summe durch einen Parktrick zustande. Der Bootsmann berichtet der Zeitung, dass er nur kurz Fahrräder reservieren wollte – und dafür mit seinem Dacia auf einer kleinen Wiese gehalten habe. Invasive Art zerstört Küste: Sylt sagt Hitler-Blume den Kampf an Die Parkfläche habe "total einladend" gewirkt. Der 62-Jährige erklärt: "Es gibt keine Kette, keine Absperrung, keine Blumenkübel. Nichts, was darauf hinweist, dass man dort nicht kurz halten darf." Nach drei Minuten sei er mit seinem Auto wieder weg gewesen. Er resümiert gegenüber der Zeitung: "Die drei Minuten Parken waren leider ein richtig teurer Fehler." Wenig später habe er Post erhalten – und die Forderung nach 145 Euro Strafe. "Einfach eine gnadenlose Geschäftsidee" Möglich ist diese Vorgehen durch ein kleines DIN-A4-Blatt, das in einem angrenzenden Laden aufgehängt ist. Dort wird erklärt, wie Verstöße auf dem Privatparkplatz geahndet werden. Wie eine Sprecherin des ADAC der "Bild" erklärte, ist diese Masche eventuell gar nicht zulässig. Der Zettel war zum "Tatzeitpunkt" wohl von einem Kleiderständer verdeckt. Die Sprecherin sagt: "Wenn die Hinweise nicht gut zu sehen sind, dann ist ein Widerspruch sicherlich erfolgreich." Trotzdem: Der Bootsmann zeigte sich gegenüber der "SHZ" über das Vorgehen sehr erbost. Der Mann sagte: "Das ist einfach eine gnadenlose Geschäftsidee." Er überlege sogar, Anzeige zu erstatten. Schon jetzt scheint die Aktion Konsequenzen zu haben: Wie die "Bild" schreibt, wurde das A4-Blatt inzwischen entfernt. Für Vergehen auf dem Privatparkplatz sollen demnach keine Strafen mehr ausgestellt werden.