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Nahost-Krieg: Israel tötet Hamas-Funktionäre in Gaza

Israel greift gezielt im Gazastreifen an. Die Waffenruhe im Iran-Krieg soll offenbar anhalten. Alle Entwicklungen im Newsblog. Donnerstag, 13. August Israel tötet Hamas-Kommandeur und Polizeichef in Gaza Die israelische Armee hat binnen eines Tages zwei gezielte Angriffe im Gazatreifen ausgeführt. Eine der Attacken traf ein Hamas-Mitglied. Es habe sich dabei um einen Kompaniekommandeur des militärischen Flügels der Terrororganisation gehandelt, teilte Israels Militär am Nachmittag mit. Der Getötete habe Angriffe gegen israelische Soldaten vorbereitet. Aus medizinischen Kreisen vor Ort hieß es, ein Palästinenser sei in der Stadt Chan Junis im Süden des Gazastreifens getötet worden. Augenzeugen bestätigten, dass es sich bei ihm um einen Kommandeur der Hamas gehandelt habe. Wenig später griff die israelische Armee mit einer Drohne auch in Gaza-Stadt an. Dabei wurde laut dem Hamas-geführten Innenministeriums der Polizeichef des Palästinensergebiets getötet. Jamal Abu Kamil wurde demnach in seinem Fahrzeug getötet. Israelische Medien meldeten, es sei der zweite israelische Angriff dieser Art innerhalb von zwei Tagen im Gazastreifen gewesen. Zuvor waren gezielte Angriffe auf Anweisung der israelischen Führung für eine Woche eingestellt worden. Israels Armee: Einwohner von Kusra bleiben in Häusern Israels Armee ist weiter in einem Ort im nördlichen Westjordanland im Einsatz, in dem radikale Siedler seit Tagen Wohnhäuser einer palästinensischen Familie belagern. Das Militär teilte mit, die palästinensischen Einwohner sollten in ihren Häusern bleiben. Zuvor hatte es von palästinensischer Seite geheißen, die Familie sei zur Evakuierung gezwungen worden. Israelische Medien berichteten, die Armee habe einen entsprechenden Räumungsbefehl wieder rückgängig gemacht. Es sei kein Einsatz der Soldaten in dem Wohnhaus der palästinensischen Familie vorgesehen, hieß es in der Mitteilung der Armee. Sie seien in Kusra, um für Sicherheit zu sorgen. Die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa berichtete, das Militär sei mit einem großen Aufgebot in die Ortschaft Kusra im nördlichen Westjordanland eingerückt und habe dort 16 weitere Häuser in Militärbaracken verwandelt. Der Dorfvorsteher Abdul Asim al-Wadi sagte Wafa, mehrere Militärfahrzeuge und ein Bulldozer seien in den frühen Morgenstunden in den Ort gekommen. Nach Angaben der "Times of Israel" sollten sie die Siedler, die seit Sonntag die Wohnhäuser einer palästinensischen Familie mit zwei Kindern blockierten, zum Abzug bewegen. Der als sehr proisraelisch geltende US-Botschafter Mike Huckabee nannte die Siedler in Kusra in einem Post auf der Plattform X "israelische Terroristen". Er schrieb: "Die Handlungen derjenigen, die diesen schrecklichen Terrorakt verübt haben, der darauf abzielte, diese Familie einzuschüchtern und zu schikanieren, sind widerlich." Es gebe keine Entschuldigung für "ein solch brutales, rüpelhaftes Verhalten". Die USA hätten Israels Militär und Polizei aufgefordert, die radikalen Siedler aus Kusra zu entfernen. Iran an Trump: "Die Straße von Hormus bleibt blockiert" Der Iran hat Äußerungen von Präsident Donald Trump widersprochen, wonach die USA die Kontrolle über die Straße von Hormus hätten. Die wiederholten Behauptungen und Posts von US-Amtsträgern zur Aufhebung der Blockade der Straße von Hormus änderten nichts an der Realität, erklärte Irans neue Behörde für die Meerenge (PGSA) auf der Plattform X. "Die Straße von Hormus bleibt blockiert und wird erst wieder geöffnet, wenn die Bedingungen des Irans akzeptiert werden." Trump hatte zuletzt wiederholt erklärt, die USA hätten die volle Kontrolle über die Meerenge. "Sie gehört uns", sagte er etwa am Dienstagabend. Die Iraner hätten keine Kontrolle. Irgendwann würden die Iraner "vielleicht etwas unternehmen, und dann werden sie hinweggefegt", drohte er. Die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) hatte zuletzt berichtet, Angriffe und Bedrohungen durch Irans Revolutionsgarden in der Meerenge hielten an. Sie zeigten, dass der Iran seine Präsenz entlang wichtiger Transitrouten behaupten und den Druck auf durchfahrende Schiffe aufrechterhalten wolle. Es bestehe weiterhin das Risiko treibender oder nicht kartierter Minen. Handelsschiffe verkehrten nur auf reduziertem Niveau. Medien: USA zweifelten an iranischer Bedrohung für Trump Die USA haben Medienberichten zufolge Zweifel an einer iranischen Bedrohung für US-Präsident Donald Trump gehabt, sich aber dennoch für das Täuschungsmanöver auf seinem Heimweg vom Nato-Gipfel in der Türkei entschieden. Die "Washington Post" und das "Wall Street Journal" berichteten, Israel habe den USA Geheimdienstinformationen übermittelt, nach denen der Iran Trumps Leben bedrohe. Mitarbeiter des US-Auslandsgeheimdienstes CIA hätten diese als nicht überzeugend einstuft, berichtet die "Washington Post" und Berufung auf aktuelle und ehemalige US-Beamte, die mit den Geheimdienstinformationen vertraut sind. Laut "Wall Street Journal" hatte Israel Informationen dazu gesammelt, dass iranische Stellvertreter darüber sprachen, Trump während seines Aufenthalts in der Türkei zu töten. Die Informationen seien vage gewesen und von vielen Mitarbeitern Trumps nicht als vollständig glaubwürdig eingestuft worden, zitiert die Zeitung Regierungsbeamte. Mittwoch, 12. August Kreise: Iran-USA-Waffenruhe soll verlängert werden Die im Zuge des Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran Mitte Juni vereinbarte Waffenruhe soll nach Angaben aus pakistanischen Sicherheitskreisen verlängert werden. Die Verlängerung könne weitere 60 oder sogar 90 Tage umfassen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur von mit den Gesprächen vertrauten Personen. Pakistan ist Vermittler in dem Konflikt. Bisher ist demnach aber nicht entschieden, ob diese neuerliche Waffenruhe öffentlich kommuniziert werde. Zugleich stehe eine Einigung zwischen dem Iran und dem Oman für die Schifffahrt durch die Straße von Hormus bevor, hieß es weiter. Nach den Angaben aus pakistanischen Sicherheitskreisen könnte diese noch vor Samstag kommen. Mitte August läuft eine 60-Tages-Frist für Verhandlungen ab, die ursprünglich in dem Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran festgelegt wurde. Trump warnt Iran: Straße von Hormus gehört uns Noch immer fahren wenige Handelsschiffe durch die faktisch vom Iran blockierte Straße von Hormus – doch die US-Regierung behauptet weiter, die volle Kontrolle über die Meerenge zu haben. "Sie gehört uns", sagte Präsident Donald Trump vor Reportern. Irgendwann würden die Iraner "vielleicht etwas unternehmen, und dann werden sie hinweggefegt". Die USA befänden sich im Moment in einer sehr guten Position. "Wir haben die vollständige Kontrolle über die Straße von Hormus. Sie haben keine Kontrolle." Die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) hatte am Abend auf der Plattform X berichtet, die Angriffe und Schikanen durch die iranischen Revolutionsgarden in der Meerenge hielten an – und seien der Beweis, dass der Iran seine Präsenz entlang wichtiger Transitrouten behaupten und den Druck auf durchfahrende Schiffe aufrechterhalten wolle. Es bestehe weiterhin das Risiko von treibenden oder nicht kartierten Minen. Handelsschiffe verkehrten weiter nur auf reduziertem Niveau. Trump sagte weiter, er vertraue dem Iran nicht. "Sie haben mich ständig belogen." Die Islamische Republik sei dank des von den USA geführten Krieges nicht länger der "Tyrann im Nahen Osten". Bereits am Vortag hatte der Republikaner behauptet, nach einer Minenräumung sei die Meerenge für Schiffe wieder befahrbar und werde "zu 100 Prozent" von den USA kontrolliert. Dienstag, 11. August US-Helikopter beschießt Tanker in Golf von Oman Das US-Militär hat einen Tanker bei dem Versuch beschossen, die amerikanische Blockade gegen iranische Häfen zu durchbrechen. Ein Helikopter des Typs MH-60 habe zwei Hellfire-Raketen auf das unter panamaischer Flagge fahrende Frachtschiff "M/V Vela Nova" gefeuert, als es auf einen iranischen Hafen zusteuern wollte, teilte das US-Regionalkommando Centcom auf X mit. Zuvor habe die Besatzung "wiederholte Warnungen" ignoriert. Zunächst war unklar, ob bei dem Vorfall Menschen verletzt oder getötet wurden. Zuvor hatte die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) von einem Zwischenfall im Golf von Oman berichtet. Dabei seien ein Containerschiff und Streitkräfte ohne Nennung eines Landes involviert, hieß es. Die USA blockieren seit Mitte Juli wieder iranische Häfen und Küstengebiete. Ziel der Blockade ist es unter anderem, Teheran Einnahmen aus dem Ölexport zu verwehren. Schiffen wird nicht erlaubt, iranische Häfen anzusteuern oder von dort abzulegen. In der Folge war es immer wieder zu Beschuss von Schiffen gekommen, auch wurden Tanker zu Kursänderungen gedrängt. US-Vertreter verkündet neue Libanongespräche In der italienischen Hauptstadt Rom wird es im September eine neue Gesprächsrunde in den Verhandlungen über ein Friedensabkommen zwischen Israel und dem Libanon geben. "Die politischen Vertreter werden Anfang September in Rom zusammenkommen – bis dahin werden die Gespräche in Beirut, Jerusalem und Washington fortgesetzt", erklärte ein Vertreter des US-Außenministeriums am Dienstag. Die US-Regierung sei "zuversichtlich, was den weiteren Verlauf angeht". Israel und der Libanon hatten sich im Juni unter US-Vermittlung auf ein Rahmenabkommen geeinigt, das die Entwaffnung der libanesischen Hisbollah-Miliz, einen schrittweisen Abzug der israelischen Truppen aus dem Süden des Libanon und zugleich die Entsendung der libanesischen Armee in die Region vorsieht. Dies sollte zunächst in zwei "Pilotzonen" erfolgen, später sollten weitere Gebiete hinzukommen. Vergangene Woche wurde in Rom die siebte Gesprächsrunde zwischen Israel und dem Libanon abgehalten. Der US-Diplomat verwies nun darauf, dass erste Schritte bereits ergriffen worden seien. Demnach sei die libanesische Armee bereits in den ersten Pilotzonen aktiv, und die Arbeitsgruppen hätten "ihre Formulierungen, Karten und Verfahren aufeinander abgestimmt". Als Nächstes werde die libanesische Regierung "detaillierte Fahrpläne für die Sicherung neuer Gebiete vorlegen". Während die libanesische Regierung mit Israel verhandelt, lehnt die pro-iranische Hisbollah alle Gespräche ab und weigert sich, ihre Waffen abzugeben. Ältere Nachrichten zum Krieg in Nahost lesen Sie hier .