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München: Unbekannte montieren massenhaft Autospiegel ab

Fast 160 Fälle und ein sechsstelliger Schaden: In München zeigt sich vermehrt ein bundesweites Diebstahl-Phänomen. Was dahinter steckt. Immer häufiger stehlen Diebe bei Autos in München die Seitenspiegel. Die Taten konzentrieren sich dabei auf einige Stadtteile, wie die Münchner Polizei am Donnerstag (6. August) mitteilte. Insgesamt haben Unbekannte seit Jahresbeginn 159 Seitenspiegel von Autos gestohlen. Der Gesamtschaden liege im sechsstelligen Bereich. Seitenspiegel-Klau: Hier passiert es besonders häufig Die Taten hätten sich vorrangig im Münchner Osten ereignet. Betroffen seien vor allem die Stadtteile Giesing, Harlaching und Bogenhausen. Das gesamte Stadtgebiet sei jedoch betroffen. Oft träfen die Diebstähle mehrere Fahrzeuge in derselben Straße. Laut Polizei sind "überwiegend Fahrzeuge der Marke BMW" Ziel der Diebstähle. Die Täter sollen die Spiegelgläser nach derzeitigem Ermittlungsstand mit einem einfachen Werkzeug aus dem Gehäuse lösen. In Einzelfällen seien auch weitere hochwertige Fahrzeugteile, zum Beispiel Katalysatoren, entwendet worden. Warum Seitenspiegel geklaut werden Die Diebe wollen die illegal entwendeten Teile auf dem Kleinanzeigenmarkt wohl weiterverkaufen. Denn dafür gibt es einen lukrativen Markt Denn ähnliche Fälle treten bundesweit, insbesondere in Ballungsräumen auf. Auch außerhalb Deutschlands sind Autofahrer betroffen: In Amsterdam etwa hat sich bei den Besitzern hochpreisiger Autos eingebürgert, zum Schutz der Spiegel Hauben aus stich- und schusssicherem Material zu verwenden. Eigentlich sind bei den Dieben Teile wie Katalysatoren besonders gefragt: Sie enthalten wertvolle Metalle und können für viel Geld verkauft werden. In der Versicherungsbranche ist das Problem ebenfalls bekannt: Der Diebstahl von Autoteilen verursacht laut Gesamtverband der Versicherer (GDV) jährlich einen Schaden von etwa 124 Millionen Euro.