Ukraine-Krieg: Russland zerstört zentrales Lager von Liqui Moly
Nahe Jekaterinburg explodiert eine Autobombe. Bei einem russischen Angriff wird ein Lager eines deutschen Unternehmens zerstört. Alle Entwicklungen im Newsblog. Mittwoch, 5. August Russland zerstört ukrainisches Liqui-Moly-Zentrallager Russland hat in der Nacht das zentrale Lager von Liqui Moly Ukraine durch einen Raketenangriff zerstört. Liqui Moly ist ein deutsches Unternehmen aus Ulm, dessen Schmierstoffe, technische Flüssigkeiten und Additive ausschließlich in Deutschland produziert und in über 150 Ländern vertrieben werden. Trotz der massiven Sachschäden erklärte die ukrainische Landesgesellschaft, der Angriff habe zwar Tonnen von Produkten vernichtet, alle Mitarbeiter seien aber unverletzt geblieben. Mercedes explodiert: Chef von Drohnenfirma auf Intensivstation Bei der Explosion einer Autobombe in der Nähe der russischen Stadt Jekaterinburg ist der Chef eines Drohnen-Herstellers schwer verletzt und sein Fahrer getötet worden. Wladimir Tkatschuk, Leiter des Unternehmens Uraldronzavod, liege auf der Intensivstation, meldete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf einen Insider bei den Rettungsdiensten. Der Angriff auf seinen Mercedes ereignete sich Medienberichten zufolge bereits am Dienstag, wurde aber erst einen Tag später bekannt. Tkatschuks Firma stellt sogenannte Vampir-Drohnen her. Diese werden von einem Piloten über eine Videobrille mit Echtzeitübertragung gesteuert und von den russischen Streitkräften im Krieg gegen die Ukraine in großem Umfang eingesetzt. Es handelt sich um das zweite Attentat auf einen russischen Drohnenentwickler innerhalb einer Woche. Russland macht die Ukraine regelmäßig für derartige Anschläge auf hochrangige Militär- und Rüstungsvertreter verantwortlich. Eine Stellungnahme aus Kiew zu dem Vorfall lag zunächst nicht vor. Luftwaffe: Ukraine konnte bei nächtlichem russischem Angriff keine einzige Rakete abfangen Bei dem russischen Angriff auf die Region Kiew in der Nacht zu Mittwoch mit mindestens 15 Toten konnte die ukrainische Armee nach eigenen Angaben keine einzige Rakete abfangen. Die russische Armee habe die Ukraine mit 98 Drohnen und 28 Raketen angegriffen, nur die Drohnen seien abgefangen worden, erklärte die Luftwaffe am Mittwoch. Kiew klagt seit Längerem über einen Mangel an Abwehrraketen für die Luftverteidigung. Gouverneur: Lager des Onlinehändlers Wildberries brennt in Tula In der russischen Region Tula ist nach Angaben des Gouverneurs bei einem ukrainischen Drohnenangriff ein Logistikzentrum des Onlinehändlers Wildberries in Brand geraten. Ein Mensch sei verletzt worden, teilte Dmitri Miljajew auf Telegram mit. Der russische Marktführer Wildberries bestätigte den Angriff auf Telegram. Die Beschäftigten seien in Sicherheit gebracht worden, die Lieferströme würden umgeleitet. Die ukrainischen Streitkräfte haben seit Mitte Juli mehr als ein Dutzend Anlagen von Wildberries mit Drohnen angegriffen und zum Teil erheblich beschädigt. Miljajew zufolge wurden zudem zwei Industrieanlagen in der Stadt Nowomoskowsk und im Gebiet Uslowaja sowie zwei Wohnhäuser in einem anderen Teil der Region Tula beschädigt. Rettungsdienst: 14 Tote bei russischem Angriff auf Kiew In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind nach Angaben des Rettungsdienstes 14 Menschen getötet worden. 27 weitere Menschen seien verletzt worden, teilte der Rettungsdienst auf Telegram mit. "Kyiv Independent" spricht nach Behördeninformationen von 15 Toten und 51 Verletzten. Zudem seien mehrere Lagerhäuser in der Region um Kiew bei dem Luftangriff in der Nacht beschädigt worden. Angriff mit ballistischen Raketen auf Kiew – mehrere Opfer Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew und ihre Umgebung in der Nacht erneut mit ballistischen Raketen angegriffen. Dabei wurde eine Frau getötet, mindestens zwölf Menschen wurden nach Angaben der Militärverwaltung verletzt. Zudem gab es erste Berichte über Schäden in mindestens sieben Bezirken. Die Luftabwehr war im Einsatz. Im Bezirk Holossijiw seien zwei Verletzte aus den Trümmern eines Lagergebäudes geborgen worden, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram mit. Eine Such- und Rettungsaktion dauerte zunächst noch an. Es werde befürchtet, dass sich noch weitere Menschen unter den Trümmern befinden könnten. Im Bezirk Obolon seien mehrere Brände ausgebrochen. Im Bezirk Desna geriet laut Klitschko ebenfalls ein Lagerhaus in Brand, Trümmerteile einer Rakete seien in der Nähe eines Wohngebiets heruntergefallen. Dienstag, 4. August Sewastopol: Russischer Soldat erschießt mehrere Menschen Auf der von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel Krim hat ein russischer Soldat nach Behördenangaben mindestens vier Menschen erschossen. Er habe zuerst das Feuer auf Kameraden eröffnet und dabei einen Militärangehörigen getötet, teilte der von Moskau eingesetzte Gouverneur der Stadt Sewastopol, Michail Raswoschajew, bei Telegram mit. Anschließend habe der Soldat im Nachbardorf Chmelnizkoje drei Zivilisten getötet und drei weitere verletzt. Der mutmaßliche Täter sei festgenommen worden. Zum Motiv der Tat wurde vorerst nichts bekanntgegeben. Die Schwarzmeer-Halbinsel wurde von Russland bereits 2014 besetzt und für russisch erklärt. Die bereits vorher vorhandene Moskauer Militärpräsenz wurde dabei noch weiter ausgebaut. Russland: Haben sieben Frachtschiffe angegriffen Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau sieben Frachtschiffe mit Drohnen angegriffen. Sie hätten im ukrainischen Hafen von Mykolajiw gelegen beziehungsweise seien im Schwarzen Meer unterwegs gewesen, meldet die staatliche russische Nachrichtenagentur RIA unter Berufung auf das Ministerium. Russland hat solche Angriffe mehrfach damit begründet, dass Rüstungsgüter für das ukrainische Militär transportiert würden. Unabhängig überprüfen lassen sich solche Angaben nicht. Zudem seien in Tschornomorsk im Zuge der Angriffe eine Fabrik für Autoteile und ein Hafenterminal getroffen worden. Dort hätten die ukrainischen Streitkräfte Militärfahrzeuge repariert sowie Munition und Treibstoff gelagert. Unabhängig überprüfen lassen sich solche Angaben zum Kampfgeschehen nicht. Drohnenangriffe auf Wildberries-Logistikzentren nahe Moskau und Sankt Petersburg Die ukrainische Armee startete in der Nacht zu Dienstag weitere Angriffe auf Logistikzentren des russischen Versandhändlers Wildberries. Nach Angaben der Zeitung "Kyiv Independent" unter Berufung auf russische Telegram-Kanäle wurden dabei Lagerhallen in Tschechow nahe Moskau sowie Krasny Bor nahe Sankt Petersburg getroffen. Entsprechende Bilder und Videos kursieren in sozialen Medien. Seit Mitte Juli wurden nach Angaben russischer Behörden mehr als 20 Standorte von Wildberries in verschiedenen Teilen Russlands und auf der Krim angegriffen. Wildberries ist eine der größten Onlinehandelsplattformen Russlands und wird wegen seines breiten Angebots und seines Liefernetzes häufig als "russisches Amazon" bezeichnet. Es übernimmt wichtige Lieferungen für russische Unternehmen und das russische Militär. Ex-Militärchef Saluschnyj hält Nato-Beitritt der Ukraine für ausgeschlossen Der ehemalige Oberbefehlshaber der ukrainischen Armee, Walerij Saluschnyj, sieht keine Aussicht auf einen Nato-Beitritt seines Landes. "Leider werden wir niemals wirklich beitreten", wurde der jetzige Botschafter in Großbritannien am Montag vom Medium "Evropeiska Pravda" zitiert. Er habe dies bei einem Treffen ukrainischer Botschafter gesagt. "Ich kenne die Nato sehr gut. Etwa zwölf Jahre lang habe ich persönlich daran gearbeitet, sicherzustellen, dass wir die Nato-Standards erfüllen, und jedes Jahr habe ich Märchen darüber gehört, wie wir jeden Tag der Nato beitreten würden." Saluschnyj begründete seine Einschätzung damit, dass die Ukraine die militärischen Standards für einen Beitritt in keiner Weise erfülle. Es sei "unmöglich, mit dem Entwicklungsstand der ukrainischen Streitkräfte ... einer Organisation beizutreten, die sich von Doktrinen des Zweiten Weltkriegs leiten lässt". Dem Land fehle die Technologie, die in den Nato-Mitgliedstaaten bereits im Einsatz sei, darunter Raketenabwehr und Weltraumfähigkeiten. Das strategische Ziel der Mitgliedschaft in der Nato und der Europäischen Union ist in der ukrainischen Verfassung verankert. Saluschnyj war 2024 wegen Meinungsverschiedenheiten mit Präsident Wolodymyr Selenskyj über die Kriegsführung gegen Russland als Oberbefehlshaber entlassen worden. Meinungsumfragen zum Vertrauen der Wähler sehen ihn etwa auf Augenhöhe mit Selenskyj. Russland lehnt eine ukrainische Nato-Mitgliedschaft kategorisch ab. Montag, 3. August Türkisches Schiff im Schwarzen Meer von Drohnen angegriffen Bei einem Drohnenangriff auf ein türkisches Frachtschiff im Schwarzen Meer sind nach Regierungsangaben mindestens drei Seeleute schwer verletzt worden. Der Angriff traf das Schiff "Nadeschda" etwa 20 Seemeilen (37 Kilometer) vom russischen Hafen Noworossijsk entfernt auf der Fahrt nach Samsun in der Türkei . Das teilte die türkische Generaldirektion für Seeverkehr nach Presseberichten mit. Die Behörde legte sich zur Herkunft der Drohnen nicht fest. Türkische Medien berichteten unter Berufung auf den Kapitän, mehrere ukrainische Drohnen hätten das unter der Flagge von Kamerun fahrende Schiff angegriffen. Den Angaben nach brach ein Brand an Bord aus. Alle 23 Seeleute seien von der russischen Marine nach Noworossijsk in Sicherheit gebracht worden. Die Ukraine und Russland haben in den vergangenen Wochen die gegenseitigen Angriffe auf den Schiffsverkehr im Schwarzen Meer verstärkt. Selenskyj entlässt Botschafterin in Washington Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Botschafterin in den USA , Olha Stefanischyna, von ihrem Amt entbunden. Das Präsidialamt in Kiew veröffentlichte den Erlass mit der Veränderung auf dem für die Ukraine überragend wichtigen Posten in Washington . Die frühere Vizeministerpräsidentin Stefanischyna schrieb auf Facebook, sie habe um ihre Entlassung gebeten. Mit Berichten über eine mögliche Ablösung der Botschafterin hatte in Kiew Mitte Juli Selenskyjs jüngste Regierungsumbildung begonnen. Nachfolgerin hätte demnach die abgelöste Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko werden sollen, die den Posten aber Medienberichten zufolge ablehnte. Derzeit ist über eine Nachfolgeregelung nichts bekannt. Sowohl Stefanischyna in Washington als auch Swyrydenko von Kiew aus ist es gelungen, einen guten Draht zur Führung von US-Präsident Donald Trump zu halten – trotz der wechselhaften Ukraine-Politik der US-Regierung. Zuletzt versprach Trump der Ukraine eine Lizenz zum Bau von Patriot-Flugabwehrraketen, stellte seine Zusage aber wenig später wieder infrage. Selenskyj macht Druck auf seine Botschafter Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will Russland bis Herbst so unter Druck setzen, dass es einem Ende des Krieges zustimmt. Wann genau dies sein werde, lasse sich nicht vorhersagen, sagte Selenskyj vor den versammelten Botschaftern der Ukraine in Kiew. Ukrainische Drohnenangriffe auf mittlere und lange Distanz, Sanktionen des Auslands und diplomatische Anstrengungen müssten zusammenwirken, "um Russland keine Alternative zu einem Frieden zu lassen", sagte er. "Wir werden hart daran arbeiten, damit das bis zum Herbst passiert." Gleichzeitig richtete sich Selenskyj aber auf einen weiteren Kriegswinter ein. Den Diplomaten seines Landes erteilte er den Auftrag, die notwendige technische Unterstützung und Waffen bei den ausländischen Partnern zu organisieren. "Jeder Botschafter muss Waffen für die Ukraine auftreiben." Als wichtiges internationales Projekt der Ukraine nannte er die gemeinsame Entwicklung des Raketenabwehrsystems Freyja mit europäischen Partnern . Ende Juni hatte der ukrainische Präsident eine 40-tägige Phase von Geheimdienstaktionen angekündigt, um Russland zum Frieden zu zwingen. In diese Zeit fielen die spektakulären Angriffe auf Logistikzentren des russischen Onlinehändlers Wildberries. Die 40 Tage laufen an diesem Dienstag ab. Angriffe auf "russisches Amazon": Dieser Schlag sitzt tief Die Ukraine zerstört systematisch die Lager des Onlinehändlers Wildberries. Damit attackiert Kiew nicht nur Russlands Kriegslogistik – sondern auch Wladimir Putins politisches Versprechen von Sicherheit und Normalität. Lesen Sie den ganzen Artikel hier . Trump-Regierung gibt Führung von wichtigem Ukraine-Gremium ab Washington zieht sich aus der Führung der Ukraine Security Assistance Group zurück. Europa übernimmt schrittweise operative Schlüsselrollen. Lesen Sie den ganzen Artikel hier . "Ausländischer Agent": Kremlkritiker Nadeschdin flüchtet nach Paris Eine kürzliche Festnahme hat den prominenten russischen Oppositionellen Boris Nadeschdin aufgeschreckt. Nun meldet er sich nach der Flucht aus Paris . Lesen Sie den ganzen Artikel hier . Umerow soll neuer Chef des Auslandsgeheimdienstes werden Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den Chefunterhändler für die Kontakte mit Russland zur Beendigung des Krieges zum neuen Chef des Auslandsgeheimdienstes ernannt. Rustem Umerow, der auch schon Verteidigungsminister war, bleibe in der neuen Funktion weiter zuständig für die unter US-Vermittlung geführten Verhandlungen mit Russland, teilte Selenskyj mit. Umerow, der zuletzt Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates gewesen war, soll auch den Export ukrainischer Drohnen sowie deren Integration in die Verteidigungssysteme anderer Staaten koordinieren, so Selenskyj. Der Posten des Chefs der Auslandsspionage ist seit Monaten nur geschäftsführend besetzt. Als neuen Sekretär des Sicherheitsrates hatte Selenskyj Ex-Innenminister Ihor Klymenko eingesetzt, infolge eines von Protesten in der Ukraine begleiteten Regierungsumbaus. Ursprünglich war Klymenko nach der Absetzung des beliebten Verteidigungsministers Mychajlo Fedorow als Nachfolger für das Ressort im Gespräch gewesen. Dazu kam es aber nicht. In der Ukraine gibt es seit Wochen Proteste gegen die Personalpolitik von Präsident Selenskyj. Die Demonstranten fordern vor allem die Wiedereinsetzung des entlassenen Fedorows. Als neuen Verteidigungsminister will der Präsident den bisherigen kommissarischen Chef des Geheimdienstes SBU, Jewhenij Chmara, einsetzen. Für seine vollwertige Ernennung muss Selenskyj noch die Kandidatur im Parlament einreichen und sie durch die Abgeordneten bestätigen lassen. Drei Tote bei russischem Angriff auf Tankstelle Bei einem russischen Angriff auf eine Tankstelle in der ukrainischen Region Dnipropetrowsk sind nach Angaben des Gouverneurs drei Menschen getötet worden. Die russischen Truppen haben in den vergangenen Wochen ihre Angriffe auf Tankstellen in der gesamten Ukraine verstärkt. Erstmals mehr als 40.000: Russland erleidet höchste Verluste des Jahres im Juli Laut Kiew hat Russland im vergangenen Monat mehr Verluste erlitten als in allen anderen Monaten des Jahres. Das macht sich wohl auch an der Front bemerkbar. Lesen Sie den ganzen Artikel hier . Tote nach ukrainischen Angriffen am Schwarzen Meer In der Schwarzmeerregion sind nach ukrainischen Gegenangriffen mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Drei Personen wurden nach Angaben des Gouverneurs des russischen Gebiets Krasnodar, Wenjamin Kondratjew, in dem Ort Archipo-Ossipowka getötet. Weitere 13 Menschen seien verletzt worden. Dort seien Drohnentrümmer herabgestürzt. Auf der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim wurden nach Angaben des von Moskau eingesetzten Statthalters Sergej Aksjonow ebenfalls drei Menschen bei einem ukrainischen Angriff getötet. Zwei weitere seien verletzt worden. Details nannte er nicht. Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte am Morgen mit, 131 ukrainische Drohnen über russischen Regionen und der annektierten Krim abgewehrt zu haben. Die Angaben sind nicht unabhängig überprüfbar, lassen aber Rückschlüsse auf die Intensität der ukrainischen Gegenangriffe zu. Die Ukraine hat zuletzt vor allem die seit 2014 von Russland besetzte Krim in den Fokus der Angriffe gerückt und dort die Energie-Infrastruktur stark beschädigt. Ukraine attackiert Wildberries-Zentrum in Wladimir Die ukrainische Armee setzt ihre Angriffe auf Versandzentralen des russischen Online-Händlers Wildberries fort. Der russische Konzern teilte am Montag mit, in einem seiner Logistikzentren in der russischen Region Wladimir sei nach einem Angriff ein Feuer ausgebrochen. Mitarbeiter seien in Sicherheit gebracht worden. Die Feuerwehr sei im Einsatz. Es gebe derzeit keine Berichte über mögliche Verletzte oder Tote. Die Logistik sei auf andere Standorte umgeleitet worden, um die kontinuierliche Zustellung und den Versand zu gewährleisten, erklärte das Unternehmen weiter. Diese in sozialen Medien kursierenden Aufnahmen sollen den Brand in der Region Wladimir zeigen: Laut der Zeitung "Kyiv Post" ist auf Videoaufnahmen zu sehen, wie mindestens eine Drohne in dem Logistik-Hub einschlägt. Das Logistikzentrum wurde laut "Kyiv Post" 2024 eröffnet und sollte zügig auf eine Lagerfläche von 175.000 Quadratmetern ausgebaut werden. Versorgt werden von Wladimir aus demnach die Region Moskau, Zentral-Russland sowie der Nordwesten des Landes. Das ukrainische Militär hat seit dem 18. Juli mindestens ein Dutzend Lagerhäuser des russischen Marktführers angegriffen. Das stört nicht nur die russische Konsumwirtschaft erheblich. Die Ukraine argumentiert zudem, über den Online-Handel werde das russische Militär beliefert. Mindestens 14 Tote bei gegenseitigen Angriffen Bei gegenseitigen Angriffen der Ukraine und Russlands sind in beiden Ländern am Sonntag insgesamt mindestens 14 Menschen getötet worden. Bei russischen Angriffen auf die Ukraine wurden nach Angaben der dortigen Behörden mindestens fünf Menschen getötet. Die ukrainischen Streitkräfte griffen nach russischen Angaben Ziele in verschiedenen Regionen Russlands an und töteten dabei mindestens neun Menschen. Wie die ukrainischen Behörden mitteilten, starben bei russischen Angriffen in der östlichen Region Dnipropetrowsk mindestens zwei Menschen sowie jeweils mindestens ein Mensch in den südlichen Regionen Saporischschja und Cherson. Ein weiterer russischer Angriff zerstörte ein Postzentrum in der nördlichen Region Charkiw und tötete einen Postmitarbeiter, wie die ukrainische Post mitteilte. Wie die russischen Behörden mitteilten, erfolgten einige der ukrainischen Angriffe hunderte Kilometer von der Front entfernt tief in russischem Gebiet. Aus der Grenzregion Belgorod wurden vier Todesopfer durch ukrainische Angriffe gemeldet, aus der Region Saratow an der Grenze zu Kasachstan zwei. Ein ukrainischer Drohnenangriff erreichte auch die mehr als tausend Kilometer von der Front entfernte Region Udmurtien, wo nach Angaben der Regionalgouverneurin Olga Abramow drei Menschen getötet wurden. "Diese Tat ist in ihrer Sinnlosigkeit monströs. Diese Menschen waren definitiv kein militärisches Ziel", sagte sie. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau fing die russische Luftabwehr in der Nacht in mehr als einem Dutzend Regionen insgesamt 635 ukrainische Drohnen ab. Alle älteren Nachrichten zum Krieg in der Ukraine lesen Sie hier .
