Ausflug zum Technikwunder: Landschaftspark Duisburg-Nord als Tipp ab Bremen
Ausflüge in den Harz, Wattwandern an der Nordsee oder in der Heide: Niedersachsen bietet viele Optionen für Urlauber. Doch auch ein Blick zum Nachbarn lohnt. Wo einst Arbeiter Eisen produzierten, führen heute Wege durch alte Hallen, Bunker und Industrieanlagen. Der Landschaftspark Duisburg-Nord entstand auf dem Gelände des 1985 stillgelegten Hüttenwerks Duisburg-Meiderich. Seit den 1990er-Jahren können Besucher das rund 180 Hektar große Areal erkunden. Zu den auffälligsten Zielen gehört Hochofen 5. Über offene Stahltreppen gelangen Besucher auf eine Aussichtsplattform in etwa 70 Metern Höhe. Von dort reicht der Blick über das ehemalige Werk und Teile des Ruhrgebiets. Bei Sturm, Schnee oder Glätte kann der Aufstieg gesperrt werden. Rundweg führt über das Gelände Ein ausgeschilderter Rundweg führt durch das Gelände und erklärt die frühere Eisenproduktion. Zu sehen sind unter anderem die Gießhalle, Erzbunker, Gleisanlagen und alte Transportwagen. Da einige Wege über unebenen Boden, Treppen und Gitterstufen führen, sind feste Schuhe sinnvoll. Offene Hüttenführungen finden meist samstags, sonntags und an Feiertagen statt. Sie dauern etwa eine Stunde und 45 Minuten und kosten derzeit 16 Euro pro Person. Eine vorherige Buchung empfiehlt sich, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist. Am Abend werden außerdem Fackelführungen angeboten. Sie kosten aktuell 20 Euro und dauern ebenfalls knapp zwei Stunden. Die genauen Termine und Startzeiten unterscheiden sich je nach Jahreszeit. Nach Einbruch der Dunkelheit werden Hochöfen, Kamine und Rohrleitungen farbig angestrahlt. Die Lichtinstallation ist regulär freitags, samstags, sonntags sowie an Feiertagen zu sehen. Tauchen im alten Gasometer Wer den Park, der von den Betreiber als "schönste Großstadtoase Deutschlands" bezeichnet wird, bei Tageslicht und beleuchtet erleben möchte, sollte am späten Nachmittag anreisen. Für einen Rundgang und den Aufstieg auf den Hochofen sind mindestens drei Stunden sinnvoll. Weißer Sand, blaues Wasser: Dieser Badesee wirkt wie ein Stück Karibik Natur in Niedersachsen: Diese Moore gehören zu den schönsten im Norden Teile des früheren Werks werden heute für Freizeitangebote genutzt. In alten Erz- und Kohlebunkern befindet sich ein Klettergarten. Der ehemalige Gasometer dient als Tauchbecken. Beide Angebote werden von eigenen Betreibern organisiert und kosten zusätzlich. Für Kinder gibt es unter anderem Spielbereiche und eine Röhrenrutsche. Das Besucherzentrum an der Emscherstraße 71 bietet Parkpläne, Informationen und Tickets für Führungen. Aus Bremen dauert die Fahrt drei Stunden Der Park ist ganzjährig und rund um die Uhr geöffnet. Der Eintritt und die Parkplätze sind kostenlos. Mit dem Auto beträgt die Strecke von Bremen nach Duisburg rund 270 Kilometer. Ohne größere Staus dauert die Fahrt etwa drei Stunden. Kostenlose Parkplätze befinden sich direkt am Landschaftspark. Mit der Bahn dauert die schnellste Verbindung von Bremen Hauptbahnhof nach Duisburg Hauptbahnhof etwa zweieinhalb Stunden. Von dort fährt die Straßenbahnlinie 903 bis zur Haltestelle "Landschaftspark Nord".
