Ausflug von Köln: Marburg überzeugt als Sommerferien-Trip
Nur zwei Autostunden von Köln entfernt liegt eine der schönsten Altstädte Hessens – mit Fachwerk, Gassen und einem Schloss, das über der Stadt thront. Die Gassen der Marburger Oberstadt versetzen Besucher rasch in eine andere Zeit zurück: Enge Wege, steile Treppen und Fachwerkhäuser aus unterschiedlichen Jahrhunderten prägen das Bild der historischen Altstadt. Hoch über den Dächern der Stadt thront das beeindruckende Landgrafenschloss – und in unmittelbarer Nähe erhebt sich eine der bedeutendsten gotischen Kirchen Deutschlands. Die Universitätsstadt an der Lahn liegt rund zwei Autostunden östlich von Köln. Ihre Altstadt zählt zu den am besten erhaltenen historischen Stadtensembles in ganz Hessen. Ausflug ab Köln: Dieser Eifel-See erinnert an die Fjorde Norwegens Marburgs steiles Stadtbild Die Marburger Oberstadt zieht sich vom Schlossberg bis zur Lahn hinunter. Die markante Hanglage ist bis heute prägend für das Stadtbild: Viele Wege schlängeln sich als Treppenstufen zwischen eng beieinanderstehenden Häusern den Berg empor. Im historischen Kern stehen mehr als 700 Gebäude aus der Zeit zwischen dem 14. Jahrhundert und 1866, darunter zahlreiche Fachwerkhäuser mit hervorstehenden Obergeschossen. Große Teile der Altstadt stehen unter Denkmalschutz. In den vergangenen Jahrzehnten wurden viele Gebäude aufwendig restauriert oder auf Grundlage historischer Bausubstanz wiederhergestellt. Zentraler Treffpunkt ist der Marktplatz mit dem spätgotischen Rathaus, das 1527 fertiggestellt wurde. Rund um den Platz und in den umliegenden Gassen wie der Wettergasse oder der Barfüßerstraße zeigt sich besonders gut, wie dicht und verwinkelt die mittelalterliche Stadtstruktur bis heute geblieben ist. Schloss mit fast tausendjähriger Geschichte Über der Altstadt erhebt sich das Landgrafenschloss Marburg, dessen Ursprünge bis ins Mittelalter zurückreichen. Strategisch ausgebaut wurde die Anlage im 13. Jahrhundert; später diente sie unter anderem als Festung, Gefängnis und Archiv. Nach der Teilung Hessens im Jahr 1567 fiel das Schloss an Hessen-Kassel. Heute beherbergen Teile der Anlage das Universitätsmuseum für Kunst und Kulturgeschichte. Von den Mauern der Schlossanlage eröffnet sich ein weiter Blick über die Dächer der Altstadt und das Lahntal. Eine der ältesten gotischen Kirchen Deutschlands Ein weiteres Wahrzeichen der Stadt ist die Elisabethkirche. Sie wurde zwischen 1235 und 1283 über dem Grab der heiligen Elisabeth von Thüringen errichtet. Der Bau gilt als eine der frühesten rein gotischen Kirchen Deutschlands. Mit ihren rund 80 Meter hohen Türmen prägt sie bis heute die Silhouette der Stadt. Im Mittelalter entwickelte sich die Kirche zu einem der wichtigsten Wallfahrtsorte Europas. Universitätsstadt mit langer Tradition Marburg ist zugleich eine der bedeutenden Hochschulstädte Deutschlands. 1527 gründete Landgraf Philipp der Großmütige hier die erste protestantische Universität der Welt. Die Philipps-Universität gehört damit zu den ältesten bestehenden Hochschulen des Landes. Bis heute prägt das studentische Leben viele Bereiche der Stadt – von kleinen Cafés und Buchläden bis zu Kneipen in der Altstadt. Gerade diese Mischung macht Marburg zu einem beliebten Ziel für Tagesausflüge: Mittelalterliche Stadtstruktur, gotische Architektur und studentisches Leben liegen hier dicht beieinander. Viele Sehenswürdigkeiten sind fußläufig erreichbar – vom Bahnhof führt der Weg in wenigen Minuten zur Elisabethkirche und weiter hinauf in die Oberstadt.
