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Ukraine-Krieg: Fire Point will bis Ende 2026 eigene Flugabwehr entwickeln

Die französische Marine hat vor Sizilien zugeschlagen. Fire Point will bis Ende des Jahres eine Patriot-Alternative entwickelt haben. Alle Entwicklungen im Newsblog. Donnerstag, 25. Juni Selenskyj spricht von 40-Tage-Geheimdienstoperation Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eigenen Angaben nach eine neue Geheimdienstoperation abgesegnet. Die Operation werde 40 Tage dauern und diene dazu, Russland zum Frieden zu zwingen, schrieb er auf sozialen Netzwerken nach einem Treffen mit dem Chef des Inlandsgeheimdienstes SBU, Jewheni Chmara. Details nannte er nicht. Russland führt seit mehr als vier Jahren Krieg in der Ukraine . Kiew wehrt sich nicht nur an der Front, sondern hat den Krieg inzwischen mit Drohnen in das Land des Aggressors zurückgetragen. Selenskyj bezeichnet die Schläge, die sich gegen Militär- und Rüstungsobjekte, aber auch Anlagen der Öl- und Gasindustrie richten, als "Langstrecken-Sanktionen". Für diese Operationen sind oft verschiedene ukrainische Geheimdienste verantwortlich. Flamingo-Firma äußert sich zu Bau eigener Flugabwehr Das ukrainische Rüstungsunternehmen Fire Point will nach einer Übereinkunft mit dem deutschen Partner Hensoldt den Aufbau eines europäischen Raketenabwehrsystems beschleunigen. Erste Abfangraketen des Typs FP-7X sollten Ende des Jahres einsatzbereit sein, sagte Fire-Point-Mitgründer Denys Schtylierman der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag. Das ukrainische Unternehmen und Hensoldt hatten erst Mitte Juni eine Absichtserklärung zum Bau eines ballistischen Raketenabwehrsystems unterzeichnet. Hensoldt soll für das System sein Hochleistungsradar TRML-4D liefern. Zudem stehe Fire Point vor dem Abschluss weiterer Partnerschaften mit europäischen Rustungsunternehmen für das Projekt, sagte Schtylierman. Der Mangel an Raketenabwehrsystemen gehört zu den größten Herausforderungen für die Ukraine nach dem russischen Überfall. Die Produktion von US-Patriot-Systemen hält mit dem russischen Ausstoß an ballistischen Raketen nicht Schritt. Unter den Bedingungen des Krieges in der Ukraine könne das Unternehmen Tests deutlich schneller vornehmen als europäische Konkurrenten, sagte Schtylierman. Fire Point warte auf die Genehmigung europäischer Regierungen, um Tests der Abfangraketen mit dem Hensoldt-Radar zu beginnen. Von Hensoldt war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Unabhängig von dem Projekt plant Fire Point im Sommer erste Flugtests für seine neue ballistische Rakete FP-9, die eine Reichweite von 850 Kilometern haben soll. Fire Point ist auch der Hersteller der ukrainischen Flamingo-Marschflugkörper, über deren Beschaffung auch die Bundesregierung nachdenkt . Satellitenbilder zeigen lange Staus auf der Krim Auf der Krim haben sich vor der Kertsch-Brücke offenbar kilometerlange Staus gebildet. Nach Angaben von "Radio Liberty" zeigen Satellitenbilder vom Mittwoch rund 1.500 wartende Autos. Der Rückstau reicht demnach mehr als zehn Kilometer weit bis zum Dorf Iwaniwka. Die Kertsch-Brücke verbindet Russland mit der besetzten Krim und gilt als strategisch wichtiges Symbolprojekt Moskaus. Ukrainische Drohnenangriffe schneiden die Halbinsel systematisch von der Versorgung ab. Nun wollen offenbar viele Menschen das Gebiet verlassen. Verschärft werde die Lage durch intensivere russische Kontrollen an den Checkpoints sowie durch Luftalarm und die Gefahr möglicher Seedrohnenangriffe. Apple nimmt Vkontakte aus Appstore Apple hat die Apps des russischen Technologiekonzerns VK aus dem App Store entfernt. Betroffen sind insgesamt 16 Anwendungen, darunter das größte russische soziale Netzwerk VK sowie der staatlich geförderte Messenger Max. Bereits installierte Apps funktionieren zwar weiterhin, erhalten jedoch keine Push-Benachrichtigungen mehr. Apple begründet den Schritt mit der Einhaltung internationaler Sanktionen. Die Maßnahme trifft einen zentralen Baustein der russischen Digitalstrategie. VK spielt seit der Einschränkung westlicher Plattformen wie Facebook und Instagram eine immer größere Rolle bei der Verbreitung von Informationen in Russland. Der Messenger Max soll künftig das Herzstück einer staatlichen Digitalplattform bilden, die eng mit Behördendiensten verknüpft ist. Der Kreml kritisierte Apples Entscheidung und verwies betroffene Nutzer auf Android-Geräte. Während die russische Regierung den Ausbau eigener digitaler Plattformen als Schritt zu technologischer Unabhängigkeit darstellt, warnen Menschenrechtsorganisationen, dass dadurch die staatlichen Überwachungsmöglichkeiten weiter ausgebaut werden könnten. Ukraine bekommt erste Milliarden aus EU-Hilfskredit Die Ukraine hat die lang erwartete erste Zahlung aus dem 90 Milliarden Euro schweren Unterstützungsdarlehen der EU erhalten. Rund drei Milliarden Euro Makrofinanzhilfen wurden ausgezahlt, wie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bei der Ukraine Recovery Conference (URC) in Danzig (Gdansk) sagte. In den kommenden Tagen solle auch der erste Teil von sechs Milliarden Euro für die Drohnenproduktion an Kiew fließen. "Das ist gelebte Solidarität", sagte von der Leyen. Von den neuen EU-Finanzhilfen in Höhe von 90 Milliarden Euro sind 60 Milliarden für Verteidigung des von Russland angegriffenen Landes vorgesehen. Die Hälfte des Geldes soll in diesem Jahr fließen – weitere 45 Milliarden könnten im kommenden Jahr folgen. Die EU hatte im April den Weg für den Unterstützungskredit freigemacht, nachdem der ehemalige ungarische Ministerpräsident Viktor Orban ihn zuvor monatelang blockiert hatte. Das Geld soll die Ukraine vor einer Staatspleite bewahren und ihr ermöglichen, den Abwehrkampf gegen die russischen Invasionstruppen fortzusetzen. Frankreich bringt Tanker der russischen Schattenflotte auf Die französische Marine hat laut Präsident Emmanuel Macron erneut einen Tanker der russischen Schattenflotte abgefangen. Das Schiff sei vor der Küste Siziliens aufgebracht worden, schrieb Macron am Donnerstag auf Instagram. "Wir werden nicht zulassen, dass die Schattenflotte Sanktionen umgeht und die russischen Kriegsanstrengungen finanziert." Ein dazu von Macron veröffentlichtes Video zeigt Soldaten, die sich von Hubschraubern auf den Tanker "Deliver" abseilen. Frankreich fängt damit mindestens den fünften Tanker ab, den das Land der russischen Schattenflotte zurechnet. Die Regierung in Moskau bezeichnet solche Vorgehen als illegal. Mit der sogenannten Schattenflotte versucht Russland, die westlichen Sanktionen zu umgehen und sein Öl auf dem Weltmarkt zu verkaufen. Dabei kommen oft veraltete Tanker mit unklaren Besitzverhältnissen zum Einsatz, die auch eine Gefahr für die Umwelt darstellen können. Der Einsatz der französischen Marine erfolgte bereits am Dienstag, wenige Tage nach einem ähnlichen Einsatz Großbritanniens. Dabei fing die britische Marine einen Öltanker beim Versuch ab , den Ärmelkanal zu durchqueren. Russland denkt nun nach Angaben des Moskauer Präsidialamts darüber nach, wegen dieses Tankers vor Gericht zu ziehen, wie Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Donnerstag sagte. Er reagierte auf einen Bericht des "Daily Telegraph", wonach die 100.000 Tonnen russischen Rohöls an Bord des Tankers "Smyrtos" versteigert werden könnten. Die Erlöse sollen demnach der Ukraine zugute kommen. Peskow sagte dazu: Sollte das russische Öl von Großbritannien verkauft werden, prüfe Russland alle juristischen Schritte und werde diese vollumfänglich einsetzen. Sie würden sich sowohl gegen jene richten, die die Entscheidung für einen Verkauf träfen, als auch gegen jene, die das Öl veräußerten oder es kauften. "Niemand sollte daran irgendwelche Zweifel haben", betonte Peskow. Belarus sieht sich in den Ukraine-Krieg "hineingezogen" Belarus sieht sich nach Angaben von Verteidigungsminister Wiktor Chrenin dem Versuch ausgesetzt, in den Ukraine-Krieg hineingezogen zu werden. Einen konkreten Urheber der mutmaßlichen Versuche nennt er jedoch nicht. Chrenin warnt in diesem Zusammenhang vor wachsendem Druck von außen: "Derzeit werden Anstrengungen unternommen, den vom Westen in der Ukraine ausgelösten bewaffneten Konflikt zu verlängern und sogar auszuweiten", heißt es in einer von seinem Ministerium veröffentlichten Mitteilung. "Wir sind uns heute sehr wohl bewusst, dass ein unverhohlener Versuch unternommen wird, Belarus in den Krieg hineinzuziehen." Russischer Angriff auf Bahn: Ein Toter Bei russischen Angriffen auf die ukrainische Infrastruktur ist Behördenangaben zufolge ein Bahnmitarbeiter getötet worden. Nach Angaben der ukrainischen Staatsbahn Ukrsalisnyzja trafen die Angriffe drei Lokomotiven in den Regionen Sumy im Nordosten und Saporischschja im Süden des Landes. Während sich das Bordpersonal zweier Züge rechtzeitig in Sicherheit bringen konnte, sei der Assistent des Lokführers in Saporischschja ums Leben gekommen, teilt Bahnchef Oleksandr Perzowskyj auf Facebook mit. Zudem seien zwei Tankstellen in den beiden Regionen getroffen worden, erklären örtliche Behörden. Russland hat in diesem Jahr Perzowskyj zufolge mehr als 100 Lokomotiven angegriffen. Er hatte erst kürzlich der Regierung in Moskau vorgeworfen, den Bahnbetrieb der Ukraine lahmlegen zu wollen. Merz auf Wiederaufbaukonferenz: Wir stehen "Seite an Seite" mit der Ukraine Bundeskanzler Friedrich Merz hat der Ukraine bei der Wiederaufbaukonferenz die anhaltende Unterstützung Europas zugesichert. Im polnischen Danzig sagte Merz am Donnerstag, als Europäer "stehen wir Seite an Seite mit der Ukraine", um die Freiheit auf dem Kontinent zu verteidigen. Er verwies auf die erzielten Fortschritte in den Bereichen Sicherheit, Investitionen und Reformen sowie für die Menschen. Von Russland forderte der Kanzler, Verhandlungen aufzunehmen. Merz erinnerte an die russischen Angriffe auf die ukrainische Infrastruktur im vergangenen, außerordentlich kalten Winter. "Wir müssen jetzt anfangen, die Ukraine für den nächsten Winter vorzubereiten", mahnte er. Im Mittelpunkt des zweitägigen Treffens in Danzig stehen die weitere internationale Unterstützung der Ukraine in ihrem Verteidigungskampf gegen Russland und die Mobilisierung von privaten Investitionen für den Wiederaufbau der Ukraine. Russischer Oppositioneller zu sieben Jahren Haft verurteilt Der Vize-Vorsitzende der russischen Oppositionspartei Jabloko, Maxim Kruglov, wurde von einem Moskauer Gericht zu einer Haftstrafe von sieben Jahren verurteilt. Der Richter befand das ehemalige Mitglied der russischen Duma für schuldig, Falschinformationen über das russische Militär verbreitet zu haben. Kruglow befand sich seit Oktober 2025 in Untersuchungshaft. Der Putin-Kritiker hatte bereits im Jahr 2022 in den sozialen Medien zwei Beiträge veröffentlicht, in denen er das Vorgehen des russischen Militärs in der Ukraine kritisierte. Dabei zitierte er Angaben der Vereinten Nationen und warf der russischen Armee vor, in den ukrainischen Städten Butscha und Mariupol Kriegsverbrechen begangen zu haben. Die Anklage hatte acht Jahre Haft für Kruglov gefordert. Sowohl in Butscha als auch in Mariupol gelten russische Kriegsverbrechen als erwiesen. Öllager in Krasnodar in Flammen In der südrussischen Region Krasnodar brennt einem Agenturbericht zufolge das Öllager Poltawskaja. Wie die Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf örtliche Behörden meldet, wurde das Feuer offenbar durch herabstürzende Trümmerteile einer abgeschossenen Drohne ausgelöst. Selenskyj kündigt Präventivschläge gegen Russland an Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigt Präventivschläge gegen russische Einrichtungen an. Er habe die Geheimdienste und das Militär angewiesen, präventiv gegen Anlagen vorzugehen, die Russland für den Krieg nutze, sagt Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. Unterdessen fällt die Moskauer Ölraffinerie Insidern zufolge nach schweren Schäden durch ukrainische Drohnenangriffe für mindestens sechs Monate aus. Die russische Produktion von Erdölprodukten sinkt offiziellen Daten zufolge im Mai im Jahresvergleich um 13,5 Prozent. Mittwoch, 24. Juni Russland bittet Nachbarland um Benzin Russland steuert Insidern zufolge im Juni auf Rekordexporte von Rohöl über seine westlichen Häfen zu, kämpft im Inland jedoch gleichzeitig mit massiven Treibstoffengpässen. Wegen der Ausfälle von Raffinerien infolge ukrainischer Drohnenangriffe leite die Regierung in Moskau das ungenutzte Rohöl in den Export um, wie drei Personen aus Handels- und Hafenkreisen der Nachrichtenagentur Reuters sagten. Um die Lücken bei den Kraftstoffen im eigenen Land zu schließen, hat Russland vier Brancheninsidern zufolge seinen Nachbarn Kasachstan um die Lieferung von 50.000 Tonnen Benzin gebeten. Im Inland machen sich die russischen Raffinerieausfälle derweil immer stärker bemerkbar. Mehrere russische Regionen haben Verkaufsbeschränkungen eingeführt, es kommt zu langen Schlangen an Tankstellen. Die russische Benzinproduktion ist bis Ende Juni im Vergleich zum Vorjahr um rund ein Viertel eingebrochen. Die erbetenen Benzinlieferungen aus Kasachstan könnten einem Insider zufolge im Tausch gegen russisches Kerosin erfolgen. Kasachstan selbst steht wegen steigender Nachfrage und Wartungsarbeiten in einer eigenen Anlage vor einem Kerosin-Engpass. Der kasachstanische Energieminister hatte erklärt, es liege keine offizielle Anfrage aus Moskau vor. Die Regierung in Moskau erwägt einem Insider zufolge eine Reihe von Maßnahmen, um den heimischen Markt zu stabilisieren. Dazu gehörten Exportbeschränkungen, höhere Subventionen für Raffinerien und Importe. Zudem erlaube Moskau den Raffinerien, Treibstoff mit niedrigeren Qualitätsstandards für den heimischen Markt zu produzieren. Lukaschenko reagiert offenbar auf Selenskyjs Ultimatum Nach einem Ultimatum Kiews an Belarus zum Abbau von Signalverstärkern für russische Drohnen ist die Technik ukrainischen Angaben zufolge abgeschaltet worden. Sie hätten am 22. Juni ihren Betrieb eingestellt, sagte Selenskyj ukrainischen Medien zufolge, er wisse nicht, ob die Signalverstärker abgebaut worden seien, aber sie seien nicht mehr aktiv. Selenskyj hatte am Freitag Vorwürfe gegen Minsk erhoben und vom belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko den Abbau gefordert. "Wenn er das nicht macht, machen wir es", sagte Selenskyj. Er warnt Belarus seit Wochen vor einer Beteiligung am russischen Krieg gegen die Ukraine. Lukaschenko gilt als engster Verbündeter von Kremlchef Wladimir Putin . Bei ihrem Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022 stieß die russische Armee auch vom Gebiet ihres Verbündeten Belarus in Richtung der ukrainischen Hauptstadt Kiew vor. Der Vorstoß scheiterte, die russischen Truppen mussten sich zurückziehen. Kreml: Atomwaffen "einzige" Garantie gegen globalen Krieg Atomwaffen sind aus Sicht des Kreml das "einzige" Bollwerk, das die Welt vor einem globalen Krieg bewahrt. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sagte am Mittwoch bei einem außenpolitischen Forum in Moskau, das globale Sicherheitssystem erodiere. "Tatsächlich haben wir auf dieser Welt nichts mehr außer der nuklearen Abschreckung. Sie ist das Einzige, was die Welt vor einem globalen Krieg schützt", sagte Peskow. "Angesichts der technologischen Entwicklung ist bereits klar, dass neue Arten von nicht-nuklearen Waffen entstehen werden, die jedoch letztendlich in ihrer Zerstörungskraft mit Atomwaffen gleichziehen könnten", fuhr der Kreml-Sprecher fort. Im Februar war mit New Start der letzte Atomwaffenkontrollvertrag zwischen Russland und den USA ausgelaufen. Dadurch sind Beschränkungen für die beiden größten Atommächte der Welt aufgehoben. Bislang gibt es keine Anzeichen für eine Verlängerung oder einen Ersatz. Kremlchef Putin hat seit dem Überfall auf die Ukraine im Februar 2022 wiederholt auf nukleare Rhetorik gesetzt. Dies löste in Europa und den USA Vorwürfe des rücksichtslosen Säbelrasselns aus. Nato-Ostflanke unter Druck: Lettland bereitet sich auf russische Raketenangriffe vor Lettische Geheimdienste warnen vor möglichen russischen Provokationen an der Nato-Ostflanke. Hybridangriffe könnten Teil einer Strategie sein, um die Unterstützung für die Ukraine zu schwächen. Lesen Sie den ganzen Artikel hier . Moskauer Ölraffinerie fällt nach Drohnenangriffen monatelang aus Die wichtigste Raffinerie für die russische Hauptstadtregion fällt Branchenkreisen zufolge nach ukrainischen Drohnenangriffen wahrscheinlich für den Rest des Jahres aus. Die Anlage am südlichen Stadtrand von Moskau sei schwer beschädigt worden, sagten zwei Insider der Nachrichtenagentur Reuters. "Die Reparatur wird mindestens ein halbes Jahr dauern", erklärte eine der mit den Vorgängen vertrauten Personen. Die Anlage war in den vergangenen Wochen zweimal getroffen worden und musste den Betrieb einstellen. Der Ausfall der Raffinerie macht es für Russland schwerer, dem akuten Spritmangel im Land zu begegnen. Die Raffinerie in Moskau produzierte den jüngsten verfügbaren Daten zufolge im Jahr 2024 fast drei Millionen Tonnen Benzin sowie 3,2 Millionen Tonnen Diesel. Angesichts der Versorgungskrise erwägt die Regierung in Moskau ein Exportverbot für Diesel, wie der stellvertretende Ministerpräsident Alexander Nowak am Dienstag mitteilte. Russland: Drohnenabschuss über Industrieanlage in Region Orenburg Russland hat nach eigenen Angaben in der Region Orenburg mehrere Drohnen über einer Industrieanlage abgeschossen. Dies teilt Gouverneur Jewgeni Solnzew auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit, ohne weitere Details zu nennen. Ob in der mehr als 1.000 Kilometer südöstlich von Moskau gelegenen Region Schäden entstanden sind, bleibt zunächst unklar. In dem an Kasachstan grenzenden Gebiet befinden sich mehrere Industrieanlagen, darunter ein Gasverarbeitungswerk und eine Ölraffinerie. Stromausfall auf der Krim Nach einem ukrainischen Angriff auf Energieanlagen fällt in Sewastopol auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim der Strom aus. Das teilt der von Russland eingesetzte Gouverneur von Sewastopol, Michail Raswoschajew, mit. Zuvor seien neun Drohnen über der Stadt abgeschossen worden. Bei russischem Beschuss der ostukrainischen Stadt Balaklija wurde zudem nach Angaben der örtlichen Behörden eine Person getötet. Die Angaben lassen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Ukraine trifft offenbar russisches Waffendepot auf der Krim Das ukrainische Militär hat offenbar ein Waffendepot in Kirowske auf der Krim angegriffen. In sozialen Medien wurden Videos geteilt, die mehrere Explosionen zeigen. Ukrainer sollen Region in Cherson verlassen Nach Einschätzung des ersten stellvertretenden Vorsitzenden des Regionalrats von Cherson, Jurij Sobolewskyj, wird sich die Situation in den derzeit besetzten Gebieten am linken Ufer der Region Cherson weiter verschlechtern. Bereits jetzt sei die Lage aufgrund der anhaltenden Kampfhandlungen vielerorts schwierig, teilweise sogar kritisch. Sobolewskyj rief die Bevölkerung dazu auf, die besetzten Gebiete nach Möglichkeit zu verlassen. Besonders Familien mit Kindern und Jugendlichen sollten über eine Ausreise nachdenken, um sie vor den Auswirkungen der Besatzung zu schützen. Zugleich erklärte er, dass die ukrainischen Streitkräfte ihre Angriffe auf die Logistik der russischen Truppen in den besetzten Gebieten fortsetzen würden. Nach seinen Worten nehme mit der Dauer der Besatzung auch der Einfluss russischer Propaganda auf die Bevölkerung zu. Dies könne dazu beitragen, dass mehr Menschen mit den Besatzungsbehörden zusammenarbeiten. Dienstag, 23. Juni Mindestens neun Tote bei russischen Angriffen Bei russischen Angriffen in der Ukraine sind ukrainischen Angaben zufolge mindestens neun Zivilisten getötet worden. Mehr als 30 weitere Menschen seien im Süden und im Zentrum der Ukraine verletzt worden, teilten die örtlichen Behörden am Dienstag mit. In Krywyj Rih seien zwei Männer und eine Frau getötet worden, als ein russischer Raketenangriff eine zivile Industrieanlage getroffen habe, erklärte der örtliche Gouverneur im Onlinedienst Telegram. 26 weitere Menschen seien zudem verletzt worden. Krywyj Rih ist die Heimatstadt des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und liegt etwa 80 Kilometer hinter der Front. In der Region Nikopol wurden nach seinen Angaben zwei Frauen und ein Mann getötet. Sechs weitere Menschen seien zudem verletzt worden. In der Region Saporischschja wurde eine Frau getötet, wie der örtliche Gouverneur auf Telegram schrieb. Zwei weitere Menschen seien verletzt worden. Auch in Cherson wurde nach Angaben des dortigen Gouverneurs eine Frau bei einem russischen Angriff getötet. In der Region Odessa wurde nach Angaben der örtlichen Staatsanwaltschaft eine Frau an einem Strand getötet. Russland erwägt Exportstopp für Diesel Russland erwägt nach ukrainischen Angriffen auf seine Raffinerien ein Exportverbot für Diesel. Zudem bereite die Regierung steuerliche Änderungen vor, um den heimischen Kraftstoffmarkt zu stützen, erklärte Vize-Ministerpräsident Alexander Nowak am Dienstag. Die Ölkonzerne hätten Wartungsarbeiten an den Raffinerien verschoben und nutzten Kraftstoffreserven, um die Nachfrage zu decken, sagte Nowak. "Wir nutzen Reserven, die zuvor nicht angezapft wurden, und fördern zudem zusätzliche Liefermengen für den Inlandsmarkt". Die Auswirkungen der Engpässe zeigen sich besonders auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim. In der Stadt Sewastopol, deren Hafen als Hauptstützpunkt der russischen Schwarzmeerflotte dient, schränkten die Behörden das öffentliche Leben stark ein. Der von Russland eingesetzte Gouverneur Michail Raswoschajew kündigte am Montagabend an, den öffentlichen Nahverkehr ab 22 Uhr einzustellen. Große Geschäfte sowie Cafés müssen um 20 Uhr schließen. Die Straßenbeleuchtung wurde gedimmt und Großveranstaltungen im Freien verboten. Betreiber von Nord Stream 2 klagt gegen EU-Stopp Der Betreiber der Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 klagt vor dem Gericht der Europäischen Union (EuG) gegen das geplante Importverbot für russisches Gas. Die Gazprom-Tochter Nord Stream 2 AG fordert die Aufhebung des EU-Beschlusses, wie aus einem öffentlich zugänglichen Gerichtsdokument hervorgeht. Das Verbot komme einer faktischen Enteignung ohne Entschädigung gleich, argumentiert das in der Schweiz ansässige Unternehmen. Die EU will die Gasimporte aus Russland als Reaktion auf den Angriff auf die Ukraine bis Ende 2027 vollständig einstellen. Nord Stream 2 wurde 2021 fertiggestellt, ging aber nie in Betrieb. Ukraine: Haben wichtige Eisenbahnbrücke auf der Krim zerstört Die ukrainische Armee hat nach eigenen Angaben eine Eisenbahnbrücke auf der von Russland 2014 annektierten Halbinsel Krim zerstört. Die Brücke über den Nord-Krim-Kanal sei ein strategisch wichtiger Übergang gewesen, der für die Logistik der russischen Truppen große Bedeutung gehabt habe, teilte das Militär mit. Die ukrainischen Spezialkräfte erklären auf Telegram, sie hätten in Zusammenarbeit mit Mitgliedern der Untergrund-Widerstandsbewegung zwei Angriffe auf die Brücke in der Nähe des Dorfes Rosdolne ausgeführt. Ukraine: Trump bestärkt uns in "härterem" Kurs gegen Putin Die Ukraine sieht sich nach eigenen Angaben durch US-Präsident Donald Trump in ihrem Kurs gegenüber Russland gestärkt. Trump habe Präsident Wolodymyr Selenskyj bei einem jüngsten Treffen dazu ermutigt, gegenüber Moskau "mutiger" aufzutreten, berichtet das Portal "Kyiv Independent" unter Berufung auf einen hochrangigen ukrainischen Vertreter. Dem Bericht zufolge geht Kiew davon aus, dass das Weiße Haus eine Strategie unterstützt, mit der Russland zu ernsthaften Verhandlungen bewegt werden soll. Trump sei demnach überzeugt, dass Kremlchef Wladimir Putin ohne Druck kaum zu Zugeständnissen bereit sei. Eine Bestätigung aus dem Weißen Haus für die Darstellung liegt bislang nicht vor. Tote bei Angriff auf Selenskyjs Heimatstadt Bei einem russischen Raketenangriff sind in der zentralukrainischen Stadt Krywyj Rih nach Behördenangaben mindestens drei Menschen getötet und rund 20 weitere verletzt worden. Beim Beschuss einer "zivilen Industrieanlage sind leider drei Menschen getötet worden", teilte der Chef der Militärverwaltung der Stadt, Oleksandr Wilkul, am Dienstag im Onlinedienst Telegram mit. Krywyj Rih ist die Heimatstadt des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und liegt etwa 80 Kilometer hinter der Front. Der Gouverneur der Region Dnipropetrowsk, Oleksandr Hanscha, erklärte, dass die Industrieanlage durch den Raketenbeschuss beschädigt worden sei. Ihm zufolge gab es mindestens 23 Verletzte. Putin: Ukraine will russische Gesellschaft destabilisieren Der russische Präsident Wladimir Putin wirft der Ukraine vor, mit Angriffen auf zivile Ziele die russische Gesellschaft destabilisieren zu wollen. Angesichts dieser Angriffe auf zivile Ziele sehe er keinen Grund für direkte Gespräche mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, sagt Putin. Als Reaktion auf den russischen Angriffskrieg greift die Ukraine seit einiger Zeit in Russland immer wieder mit Drohnen an. Zuletzt wurden vermehrt Treffer bei Ölraffinerien verzeichnet. Aus einigen Gebieten werden inzwischen Beschränkungen beim Treibstoffverkauf gemeldet. Lawrow macht den USA Vorwürfe Russland betrachtet die USA nach dem Kursschwenk von Präsident Donald Trump nicht mehr als neutralen Vermittler im Ukraine-Konflikt. "Was die Vereinigten Staaten betrifft, so scheinen sie, nach ihren Handlungen zu urteilen, jeden Anspruch auf die Rolle eines objektiven Vermittlers aufzugeben", sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow am Dienstag in Moskau. Washington verfolge stattdessen einen Kurs, der darauf abziele, "den Sanktionsdruck auf Russland zu verstärken". Lawrow verurteilte zudem die militärische Unterstützung für Kiew durch die europäischen Verbündeten der Ukraine. Europa werde dadurch "erneut zu einer großen Bedrohung für den internationalen Frieden und die internationale Sicherheit". Lawrow erklärte auch, Russland sei zur Wiederaufnahme von Friedensverhandlungen mit der Ukraine bereit. "Wir sind bereit, mit Kiew zu reden. Das waren wir immer." Man könne an dem Punkt weitermachen, an dem man zuletzt aufgehört habe, fügte er hinzu und verwies auf Gespräche, die kurz nach Beginn des Kriegs 2022 in Istanbul stattfanden und an die 2025 angeknüpft wurde. Allerdings signalisierte er keinerlei Bereitschaft zur Änderung der Forderungen Moskaus. Diese sehen unter anderem eine vollständige Aufgabe der Teile des Donbass vor, die Russland noch nicht erobert hat. Die Ukraine lehnt das ab. Russland erwägt Benzin-Importe Russland erwägt einem Medienbericht zufolge angesichts von Versorgungsengpässen nach ukrainischen Angriffen auf seine Raffinerien den Import von Treibstoff. Zudem würden Subventionen für die Einfuhren diskutiert, um die Preise im Land zu deckeln, berichtete die Zeitung "Wedomosti" am Dienstag unter Berufung auf zwei Insider. Die Optionen seien am Montag bei einem von Vize-Ministerpräsident Alexander Nowak geleiteten Treffen besprochen worden. Eine Stellungnahme von Nowaks Büro lag der Nachrichtenagentur Reuters zunächst nicht vor. Die Deckelung der Treibstoffpreise ist für die russische Regierung ein heikles Thema, da steigende Kosten die Inflation anheizen könnten. Selenskyj fährt nicht zu Wiederaufbaukonferenz nach Polen Wegen eines eskalierenden Geschichtsstreits mit Polen reist der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nicht zu einer Wiederaufbaukonferenz nach Danzig (Gdansk). Ministerpräsidentin Julija Swyrydenko teilte in Kiew mit, dass sie die ukrainische Delegation leiten werde. Der Delegation werden hochrangige Politiker, Vertreter der Wirtschaft und Gemeinden aus dem ganzen Land sowie Chefs von Staatsunternehmen angehören, wie Swyrydenko mitteilte. Polen ist einer der wichtigsten Unterstützer der Ukraine. Allerdings sind die Beziehungen derzeit angespannt wegen eines diplomatischen Streits. Dieser dreht sich um den Ehrentitel einer ukrainischen Militäreinheit. Die Regierung in Kiew hatte ihr den Beinamen "Helden der UPA" verliehen. Die Ukrainische Aufstandsarmee (UPA) kämpfte während des Zweiten Weltkriegs gegen die Sowjets, verübte aber auch Massaker an Polen, kollaborierte mit Nazideutschland und beteiligte sich an den Verbrechen des Holocaust. Russland: Könnte bald Gefangenenaustausch mit Ukraine geben Nach russischen Angaben könnte es bald einen weiteren Austausch von Kriegsgefangenen mit der Ukraine geben. Das meldet die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf die russische Menschenrechtsbeauftragte Jana Lantratowa. Beide Seiten haben bereits mehrfach Gefangene ausgetauscht. Treibstoffkrise in Russland weitet sich aus Russlands Energie- und Logistiknetz gerät unter Druck, die Versorgung in vielen Landesteilen stockt. Behörden und Konzerne greifen zu Rationierungen an den Zapfsäulen. Mehr dazu lesen Sie hier. Russland verlegt Abwehrsystem offenbar von der Front nach Moskau Ukrainische Drohnenangriffe bringen Moskau in Bedrängnis. Nun verlegt Russland offenbar Abwehrsysteme von der Front in die Hauptstadt. Mehr dazu lesen Sie hier. Ukraine attackiert offenbar erneut die Krim – Hälfte der Halbinsel ohne Strom Die Ukraine hat Medienberichten zufolge erneut strategisch wichtige Objekte in der russischen Schwarzmeerregion Krasnodar und auf der von Moskau annektierten Halbinsel Krim angegriffen. Getroffen worden seien dabei auch ein Ölterminal und ein Öldepot nahe der Großstadt Kertsch im Osten der Krim, berichtete das Internetportal "Ukrajinska Prawda". Der Sender RBC berichtet unter Berufung auf Telegramkanäle, dass das Depot zu einem Heizkraftwerk gehöre. Infolge der Angriffe sei die halbe Krim ohne Strom, betroffen seien unter anderem Dschankoj und Jewpatorija. Auf der gegenüberliegenden Seite der Meerenge wurde demnach mit dem Hafen Kawkas im Gebiet Krasnodar ebenfalls eine schon früher attackierte Anlage erneut unter Beschuss genommen. Offiziell gibt es bislang keine Bestätigung für die Angriffe. Das russische Verteidigungsministerium meldete lediglich den Abschuss von insgesamt 143 ukrainischen Drohnen, ohne Angaben zu den Folgen zu machen. In sozialen Netzwerken kursierende Bilder und Videos zeigen Explosionen und Feuer in der Nacht und dunkle Rauchwolken am Morgen. Die Flughäfen von Krasnodar und Sotschi waren stundenlang für den Flugverkehr gesperrt. Melnyk will mit Russland reden – aber spricht eine Warnung aus Andrij Melnyk, Ständiger Vertreter der Ukraine bei den Vereinten Nationen, zeigt sich bereit, mit Russland zu sprechen. So habe sich die Dynamik im vergangenen Monat deutlich geändert und Russland habe erkannt, dass es den Krieg nicht gewinnen könne, sagt er in einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats. Man sei bereit, zu verhandeln, um einen gerechten und dauerhaften Frieden im Einklang mit der UN-Charta zu erreichen, sagte Melnyk, der früher ukrainischer Botschafter in Deutschland war. Allerdings sei die Geduld der Ukraine "nicht unbegrenzt". "Ich kann nicht ausschließen, dass die Ukraine ihre Position überdenkt und ihr Angebot ändert." Zudem warnte er Russland: "Sie werden die besetzten Gebiete niemals halten können. Niemals." Er appellierte daher an Russland: "Verschwindet aus der Ukraine so schnell ihr könnt, bevor es zu spät ist!" Honduras will ukrainische Drohnen für Kampf gegen Drogen Für den Grenzschutz und den Kampf gegen Drogen will Honduras Drohnen aus der Ukraine kaufen. "Mit ihrer Technologie kann uns die Ukraine sehr dabei helfen, unsere Grenzen noch besser zu sichern und den Drogenhandel zu bekämpfen", sagte Honduras' Präsident Nasry Asfura am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Asfura hatte sich am Freitag in Kiew mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj getroffen. Dieser bot dem zentralamerikanischen Land Militärtechnologie an, insbesondere die Lieferung von Drohnen. Die Ukraine setzt seit Beginn der russischen Invasion 2022 in hohem Maße auf Drohnen. Honduras wird seit Jahren von Gewalt zwischen Drogenclans, Straßenbanden und korrupten Sicherheitskräften erschüttert. Die Mordrate liegt bei 24 pro 100.000 Einwohner und ist damit fast viermal so hoch wie der weltweite Durchschnitt. Ukraine attackiert russisches Zentrum für Weltraumkommunikation Ukrainische Drohnen haben das Zentrum für Weltraumkommunikation in der Stadt Dubna 120 Kilometer nördlich von Moskau angegriffen. Den vom Generalstab in Kiew gemeldeten Angriff bestätigten später staatliche russische Stellen. "Die Funktionstüchtigkeit der TV-Ausstrahlung und des Nachrichtenverkehrs wurde nicht gestört", teilte der Pressedienst des russischen Betreibers von Kommunikationssatelliten mit. Die Folgen des Angriffs würden beseitigt, Personal sei nicht zu Schaden gekommen, heißt es weiter in der Mitteilung. Die Ukraine machte keine Angaben zu den Folgen. Das Zentrum in Dubna wurde zur Übertragung der Olympischen Spiele 1980 in Moskau eingerichtet. Später organisierte das Zentrum einen direkten Draht zwischen dem Kreml und dem Weißen Haus. Ob das Zentrum auch für militärische Zwecke genutzt wird, ist nicht bekannt. Estland erhält deutsche Flugabwehr Iris-T Estland hat das erste Mittelstrecken-Flugabwehrsystem Iris-T aus Deutschland erhalten. Die Luftwaffe des baltischen EU- und Nato-Landes nahm auf dem Militärflugplatz Ämari eine Einheit des bodengebundenen Waffensystems des Herstellers Diehl Defence entgegen. Dies teilten das estnische Militär und das Unternehmen mit. Estlands Luftwaffen-Chef Riivo Valge sprach von einem "wichtigen Tag für die estnischen Streitkräfte und die estnische Luftwaffe". Iris-T ermögliche dem an Russland grenzenden Estland, Bedrohungen aus der Luft auf größere Entfernungen und in größeren Höhen als mit den bisherigen Kurzstreckensystemen zu bekämpfen. Die Luftverteidigung gilt als eine Schwachstelle Estlands, das den Kauf von Iris-T gemeinsam mit dem benachbarten Lettland vereinbart hatte. Die beiden Baltenstaaten betrachten den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine als direkte Gefahr für ihre Sicherheit. Die Regierung in Tallinn hat deshalb die Militärausgaben bereits massiv aufgestockt und rüstet die Streitkräfte auf. Montag, 22. Juni Mann mäht Rasen – und stößt auf bewaffnete Drohne Im Südosten Estlands ist eine abgestürzte Drohne gefunden worden, die mit rund fünf Kilogramm Sprengstoff beladen war. Nach Angaben der Sicherheitsbehörden handelt es sich vermutlich um ein unbemanntes Flugobjekt, das Anfang Juni in den Luftraum des baltischen EU- und Nato-Landes eingedrungen war. Die Drohne sei von einem Anwohner beim Mähen im hohen Gras auf einem Feld in der Gemeinde Rõuge entdeckt worden. Einige Trümmerteile seien auch in einem Baum gefunden worden, von dem sie vermutlich heruntergefallen seien, sagte der Leiter der estnischen Sicherheitspolizei, Harrys Puusepp, dem estnischen Rundfunk. Puusepp vermutete, dass die Drohne am 3. Juni während eines ukrainischen Angriffs auf Russland auf einem Feld abstürzte. Radargeräte der estnischen Luftwaffe hatten damals mehrere Flugobjekte erfasst, woraufhin Nato-Kampfjets aufstiegen. Kurz darauf sei das Radarsignal der Drohne aber in der Nähe des Fundorts der Trümmerteile verschwunden. Nach Angaben von Puusepp wurde der Fund der Drohne bereits am 10. Juni gemeldet und der Flugkörper anschließend vor Ort von Ermittlern untersucht. Der Gefahrenbereich sei abgesperrt worden und Unbeteiligte nicht gefährdet gewesen. Wegen einer großangelegten Militärübung sei die Öffentlichkeit aber erst jetzt darüber informiert worden, sagte der Behördenleiter. Pistorius sucht Raketenpartner: Beschafft Deutschland den Flamingo? Das Verteidigungsministerium will seine Langstreckenfähigkeiten ausbauen. Neben US-Systemen stehen auch israelische und ukrainische Anbieter zum Angebot. Lesen Sie den ganzen Artikel hier . Manöver an der Nato-Ostflanke: Pistorius will notfalls Soldaten für Litauen verpflichten 4.800 deutsche Soldaten sollen bis Ende 2027 in Litauen stationiert werden. Der Verteidigungsminister setzt auf Freiwilligkeit. Er räumt aber ein, dass er damit wohl an Grenzen stoßen wird. Lesen Sie den ganzen Artikel hier . Selenskyj droht Putin mit neuer Langstreckendrohne Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich zu dem Angriff auf eine russische Ölraffinerie in der Region Tjumen in Westsibirien geäußert. Die Entfernung zum Ziel habe rund 2.070 Kilometer betragen, sagte Selenskyj in einem Interview. Die tatsächlich zurückgelegte Strecke der neuen ukrainischen Drohnen habe sogar etwa 2.500 Kilometer betragen. Selenskyj wertete den Angriff als Beleg für die wachsende Reichweite ukrainischer Waffensysteme. Die neuen Drohnen könnten künftig Distanzen von 3.000 Kilometern und mehr zurücklegen. Ziel sei es, auch weit entfernte militärische Fabriken, Öllager, Gasdepots und andere strategisch wichtige Anlagen in Russland zu erreichen: "Wir wissen, wo sie sind." Die Ukraine arbeite deshalb weiter an Systemen mit größerer Reichweite, sagte Selenskyj. Man brauche Werkzeuge, die Ziele in größerer Entfernung treffen könnten. Diese würden derzeit entwickelt. Fabrik in Russland brennt nach Raketenangriff In der westrussischen Millionenstadt Woronesch ist offiziellen Angaben nach eine Fabrik bei einem Angriff mit Marschflugkörpern beschädigt worden. "Zum derzeitigen Moment ist bekannt, dass es drei Verletzte gibt, davon ist einer schwer verletzt", schrieb Woroneschs Gouverneur Alexander Gussew bei Telegram. Seiner Darstellung nach hat die Flugabwehr mehrere "fliegende Hochgeschwindigkeitsziele" über der Stadt entdeckt und vernichtet, zugleich räumte er aber auch Schäden in den Produktionshallen eines Unternehmens ein. Darüber hinaus seien die Fassaden mehrerer Wohnblocks und eine Reihe von Autos beschädigt worden, schrieb er. Gussew gab keine Details zu dem Unternehmen bekannt. Der ukrainische Generalstab bestätigte später in einer Mitteilung den Angriff. Demzufolge wurde eine Fabrik getroffen, die elektronische Bauteile für Raketen produziert. "Die zerstörten Kapazitäten des Objekts verschlechtern die Fähigkeit Russlands erheblich, neue Raketen zu produzieren", hieß es. Zum Einsatz seien luftbasierte Marschflugkörper gekommen. Diese werden von Flugzeugen abgefeuert. Kiew verfügt über Storm-Shadow-Marschflugkörper aus britischer Produktion. Die in sozialen Netzwerken kursierenden Bilder und Videos deuten auf schwere Schäden am Werk hin. Woronesch ist nur etwas mehr als 180 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Russland: Ukraine bedroht Souveränität von Belarus Die russische Regierung wirft der Ukraine vor, die Souveränität ihres engen Verbündeten Belarus zu bedrohen. Es gebe jedoch keinen Zweifel daran, dass die Führung in Minsk in der Lage sei, sich selbst zu verteidigen, erklärt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj droht Belarus mit Maßnahmen, sollte das Land nicht umgehend militärisches Gerät abziehen, das Russland zur Koordinierung von Angriffen auf die Ukraine nutze. Der russische Staatschef Wladimir Putin und der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko würden die Äußerungen Selenskyjs besprechen, kündigt Peskow an. Sewastopol schaltet Straßenbeleuchtung ab Die Zeichen für eine Krise auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim verdichten sich. In der Hafenstadt Sewastopol seien für Montag alle öffentlichen Open-Air-Veranstaltungen abgesagt worden, teilt Stadtgouverneur Michail Raswoschajew auf Telegram mit. Es werde auch keine Straßenbeleuchtung geben. Raswoschajew ruft die Bevölkerung zum Stromsparen auf. Zuvor hatten ukrainische Drohnenangriffe auf Versorgungswege und Energieanlagen zu einem Treibstoffmangel in der bei russischen Touristen beliebten Urlaubsregion geführt. Pistorius reist zu Bundeswehr-Übung nach Litauen Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) reist heute nach Litauen, um sich die erste Übung der dort stationierten Panzerbrigade 45 der Bundeswehr anzuschauen. Für die Übung "Freedom Shield 2026" an der Ostflanke der Nato wurden rund 2.900 Soldaten – darunter 2.300 aus Deutschland – und rund 800 Fahrzeuge aus acht Nato-Staaten auf dem Truppenübungsplatz Pabrade zusammengezogen. Dieser ist etwa 20 Kilometer von der Grenze zu Belarus entfernt. Die Stationierung der Panzerbrigade in Litauen wurde von der Bundesregierung als Reaktion auf die wachsende Bedrohung durch Russland zugesagt. Sie soll bis 2027 mit einer Gesamtstärke von rund 4.800 Soldaten und 200 zivilen Mitarbeitern als Kampfverband voll einsatzfähig sein. Bislang sind rund 1.800 Angehörige der Bundeswehr in Litauen stationiert. Ukraine: Ein Toter bei Raketenangriff auf Region Odessa Bei einem russischen Raketenangriff auf die südukrainische Region Odessa wurden nach Angaben des örtlichen Gouverneurs eine Person getötet und drei weitere verletzt. Russland habe eine ballistische Rakete vom Typ Iskander auf einen landwirtschaftlichen Betrieb abgefeuert, teilt Gouverneur Oleh Kiper auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Dabei seien Fahrzeuge und Treibstofftanks in Brand geraten. Selenskyj erwartet Deeskalation von Minsk Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erwartet vom belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko konkrete Schritte zur Deeskalation. "Lukaschenko muss über Worte hinaus Deeskalation demonstrieren", sagte er in einem Interview ukrainischer Medien. Eine bloße Entschuldigung des engen Verbündeten Moskaus genüge nicht: "Sein 'Ich entschuldige mich' soll er für sich behalten, das funktioniert seit dem ersten Tag des Kriegs nicht mehr." Belarus gilt als engster Verbündeter Russlands. Selenskyj spricht seit Wochen davon, dass Russland versuche, Belarus in den Krieg hineinzuziehen, und warnt Minsk davor. Lukaschenko hatte erst vor Kurzem Moskau und Kiew aufgerufen, den Krieg zu beenden, da ein militärischer Sieg für beide Seiten unrealistisch sei. Zugleich betonte er, die Ukraine habe von Belarus nichts zu befürchten und entschuldigte sich bei Selenskyj. Kiew sieht sich derzeit durch mehrere russische Relaisstationen auf belarussischem Gebiet bedroht. Solche technischen Zwischenstationen leiten Signale weiter; nach ukrainischer Darstellung nutzt Russland sie, um Drohnen bei Angriffen auf Ziele in der Ukraine zu steuern. Selenskyj hatte Lukaschenko bereits mehrfach aufgefordert, die Anlagen abzubauen: "Wenn sie es nicht abschalten, werden wir es abschalten, Punkt." Sonntag, 21. Juni Russlands Wirtschaft: "Die russische Führung macht sich Sorgen" Russlands Wirtschaft scheint stabiler zu sein, als viele Prognosen verlauten. Doch der Preis des Kriegs steigt – und mit ihm das Risiko unbequemer Schritte im Innern. Der Ökonom Janis Kluge schätzt die Lage ein. Lesen Sie hier das gesamte Interview. Ältere Nachrichten zum Krieg in der Ukraine lesen Sie hier.