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Ukraine profitiert von Formel-1-Technik bei britischen Waffenherstellern

Britische Entwickler bringen Wissen aus dem Motorsport in den Krieg gegen Russland. Neue Langstreckenwaffen sollen leichter, schneller und unabhängiger von US-Bauteilen werden. Britische Rüstungsunternehmen nutzen Formel-1-Technik für neue Langstreckenwaffen in der Ukraine . Nach Informationen der "Daily Mail" fließen Aerodynamik, Sensorik und Karbontechnik aus dem Motorsport in Drohnen ein, die künftig russische Ziele angreifen sollen. Im Mittelpunkt steht das Unternehmen MGI Engineering. Es wurde von Mike Gascoyne gegründet, der früher für die Formel-1-Teams McLaren, Lotus und Jordan gearbeitet hat. Seine Firma entwickelt autonome Drohnen, die leichter und schneller sein sollen als vergleichbare Systeme. Putins neuer Marschflugkörper: So eine Waffe gab es noch nie Schwachstellen aufgedeckt: Ukraine gibt Verbündeten Zugang zu russischen Waffenplänen "Formel 1 ist als Industrie 25 Jahre voraus, weil Teams jeden Betrag ausgeben, um einen Vorteil zu bekommen", sagte Gascoyne der "Daily Mail". Großbritannien sei bei Formel 1 und Aerodynamik weltweit führend. "Wir sind also ideal aufgestellt, um ein tiefes Wissen und Technologie in den Verteidigungssektor zu bringen." Rennsporttechnik für das Schlachtfeld Nach Angaben des Berichts sollen unter anderem Karbon-Verbundstoffe und aerodynamische Verfahren aus dem Rennsport zum Einsatz kommen. "Diese Langstreckendrohnen sind nicht so weit von einem Rennwagen entfernt", sagte Gascoyne. "Ein großer Teil der Technik, Materialien und des Designs hat sich daher nahtlos übertragen lassen." Auch Sensoren aus der Formel 1 sollen in den Drohnen verbaut werden. Sie sollen das Gelände erfassen und eine zusätzliche Zielerfassung ermöglichen, falls russische Störsysteme die GPS-Navigation blockieren. Damit könnte die Technik aus dem Motorsport nicht nur Tempo und Gewicht der Drohnen beeinflussen, sondern auch ihre Einsatzfähigkeit unter elektronischer Störung. Ein weiterer Aspekt ist die Herkunft der Bauteile. Wie andere britische Hersteller setzt MGI laut "Daily Mail" auf Materialien und Komponenten aus Großbritannien. Das ermöglicht es der Ukraine, die Waffen auch gegen Ziele auf russischem Gebiet einzusetzen. Systeme mit US-Bauteilen können dagegen Lizenzregeln unterliegen, die Angriffe außerhalb der Ukraine ausschließen oder erschweren. MGI Engineering wurde demnach gemeinsam mit MBDA UK und Rotron Aerospace für das britische "Project Brakestop" ausgewählt. Ziel ist es, vergleichsweise günstige bodengestartete Waffen zu entwickeln, die Ziele in mehr als 300 Meilen (483 km) Entfernung treffen und einen Gefechtskopf von rund 500 Pfund (227 Kilogramm) tragen können. Die britische Staatssekretärin im Verteidigungsministerium, Louise Sandher-Jones, lobte das Vorhaben. "Project Brakestop zeigt, was passiert, wenn wir die britische Unterstützung für die Ukraine mit dem Talent und dem Einfallsreichtum der britischen Industrie verbinden", sagte sie laut "Daily Mail". In weniger als einem Jahr hätten britische Firmen ein Konzept vom Entwurf bis zu Flugtests gebracht.