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Fall Fabian Prozess aktuell: Tümpelzeuge sagt über Gina H. aus – Liveticker

Elfter Prozesstag im Fall Fabian aus Güstrow: Vor dem Landgericht Rostock spricht ein Zeuge über die entscheidenden Minuten am Tümpel. Alle Entwicklungen im Minutenprotokoll. Im Prozess um den getöteten achtjährigen Fabian aus Güstrow hat am Freitag der elfte Verhandlungstag vor dem Landgericht Rostock stattgefunden. Ein einziger Zeuge war geladen, dessen Aussage aber von großer Bedeutung ist. Es handelt sich um Christian D., der von der Angeklagten Gina H. zur Leiche des Jungen an einen Tümpel bei Klein Upahl geführt wurde – noch vor dem eigentlichen Fund der Leiche einen Tag später. Die Anwältin von Fabians Mutter, Christine Habetha, hatte im Interview mit t-online gesagt, der Zeuge sei auch deshalb wichtig, weil sich durch seine Aussagen Rückschlüsse auf mögliches Täterwissen von Gina H. ergeben könnten. Sie soll den kleinen Fabian mit sechs Messerstichen getötet haben, um einen Streitpunkt in ihrer Beziehung mit Fabians Vater aus dem Weg zu räumen, so die Überzeugung der Staatsanwaltschaft. Für die 30-Jährige gilt die Unschuldsvermutung. Der komplette Prozesstag zum Nachlesen im Minutenprotokoll. Anwältin der Mutter: "Dann haben wir Täterwissen – wichtige Zeugen im Fall Fabian erwartet Alle aktuellen Informationen: Mordfall Fabian – Junge aus Güstrow getötet ++ HIER AKTUALISIEREN ++ 14.43 Uhr: Und damit ist der elfte Prozesstag im Fall Fabian beendet. Am Dienstag soll es weitergehen. Dann sagt Olaf K. aus, der zweite Tümpelzeuge, der von Gina H. zum Fundort der Leiche geführt worden sein soll. Schlussworte von Staatsanwaltschaft und Verteidigung 14.42 Uhr: Jetzt hält auch Gina H.s Verteidiger Thomas Löcker sein Schlusswort: "Das alles haben wir von einem Zeugen gehört, der sein Erinnerungsvermögen mit 70 Prozent angibt. Was haben wir heute gehört? Die 70 oder die 30 Prozent? Mehr möchte ich dazu gar nicht sagen", so Löcker. 14.39 Uhr: Nowack fasst die aus seiner Sicht wichtigsten Punkte des Prozesstages zusammen. Die Angeklagte sei bereits vor dem 14. Oktober am Fundort der Leiche gewesen. Die Initiative, genau dort zu suchen, sei von ihr ausgegangen. Der Zeuge habe das "wenig nachvollziehbar" gefunden. "Sie hat ihm genau den Weg gezeigt", so Nowack. "Er fühlte sich im Nachhinein ausgenutzt." Außerdem betont Nowack noch einmal, dass dem Zeugen aufgefallen sei, dass seine Nachrichten am Tattag nicht zu Gina H. durchgekommen seien. "Genau zu dem Zeitpunkt, als Fabian vermutlich getötet wurde", so Nowack. Gina H. soll in dem Zeitraum ihr Handy ausgeschaltet haben. 14.36 Uhr: Nach fünf Stunden hat der Zeuge Christian D. es geschafft: Er wird vom Vorsitzenden Richter entlassen. Jetzt können noch Erklärungen abgegeben werden. Oberstaatsanwalt Harald Nowack fängt an. Anwalt greift Zeugen an: "Eiern Sie hier nicht rum" 14.33 Uhr: Löcker greift den Zeugen jetzt massiv an, verschärft den Ton, wird lauter. Der Zeuge könne sich nicht erinnern, ob Gina H. im Auto am 13. Oktober auf der Fahrt weg vom Tümpel telefoniert habe oder nicht. Der Zeuge wirkt zunehmend genervt. "Eiern Sie hier nicht rum", so Löcker in Richtung des Zeugen. "Ich eiere hier nicht rum", antwortet dieser. "Sie müssen hier die Wahrheit sagen", betont der Verteidiger. 14.28 Uhr: Nicht zum ersten Mal im Prozess im Fall Fabian geraten Thomas Löcker und Staatsanwalt Harald Nowack aneinander. Nowack sagt, dass das Erinnerungsvermögen im Laufe der Zeit nachlasse, "liege in der Natur der Sache". Löcker kontert, er könne sich an bestimmte Details wohl sein Leben lang erinnern. Der Vorsitzende Richter geht dazwischen und ermahnt beide, die gegenseitigen Kommentare einzustellen. 14.25 Uhr: Thomas Löcker ist wieder am Zug. Er will wissen, wie der Zeuge sein Erinnerungsvermögen einschätzt. "70 bis 80 Prozent", so seine Antwort. In einer Befragung bei der Polizei gab D. zu Protokoll: "Wenn ich noch ein paar Mal aussagen muss, dann sage ich vielleicht was anderes. Ich kann mir das alles nicht so lange merken." Löcker hakt noch einmal nach. Offenbar will er testen, wie glaubwürdig der Zeuge tatsächlich ist. 14.19 Uhr: Andreas Ohm will noch einmal ganz genau wissen, was genau D. zum Zeitpunkt des Funds am Tümpel glaubte, gesehen zu haben. "Wussten Sie, was Sie da am Tümpel gesehen haben?" Der Richter geht dazwischen, diese Frage sei dem Zeugen nun bereits mehrfach gestellt worden. In einer Befragung soll D. allerdings laut Ohm von "Armen und Beinen" gesprochen haben. In einer weiteren Befragung soll D. gesagt haben: "Ich hatte schon realisiert, dass es menschlich war." Jetzt, vor Gericht, beteuert D: "Für mich waren es Rohre." 14.11 Uhr: Auch Löcker kommt es komisch vor, dass D. nach dem Fund am Tümpel nicht wissen wollte, was genau es damit auf sich hatte. "Sie sind doch Jäger und einiges gewohnt", zitiert Löcker aus einer Befragung bei der Polizei. Dann will Löcker Unterlagen suchen und übergibt das Wort an seinen Kollegen, Verteidiger Andreas Ohm. Fall Fabian: Gina H. roch bei Treffen wohl nicht nach Rauch 14.03 Uhr: Löcker will wissen, ob Gina H. bei einem Treffen am 10. Oktober, am Tattag, nach Rauch gerochen hat. "Weiß ich nichts zu", antwortet der Zeuge. Gegenüber der Polizei gab er jedoch an, keinen Rauch wahrgenommen zu haben. Hintergrund: Gina H. soll die Leiche des Jungen laut Anklage verbrannt haben, allerdings erst nach dem Treffen mit dem Zeugen am Bolzsee. 14 Uhr: Auch Gina H.s Verteidiger Löcker fragt ebenfalls zum Verhältnis zwischen D. und H. "Sie waren schon der Meinung, dass sie mit Ihnen Sex haben wollte, oder?" Oberstaatsanwalt Harald Nowack passen die Fragen offenbar nicht, mehrfach geht er dazwischen und kritisiert, genau diese Fragen seien bereits mehrfach gestellt worden. 13.58 Uhr: Außerdem googelte der Zeuge Christian D. offenbar, ob Fingerabdrücke auf der Brandleiche nachzuweisen seien. Anwalt Thomas Löcker bringt Unstimmigkeiten an. In einer Vernehmung habe er gesagt, er habe die Leiche nicht angefasst. In anderen Vernehmungen habe er etwas anderes gesagt. Anwalt von Gina H. macht Andeutung 13.47 Uhr: Jetzt ergreift Gina H.s Verteidiger Thomas Löcker das Wort und hat ebenfalls noch einige Fragen an den Zeugen Christian D. Löcker wundert sich, dass D. beim Aussteigen aus dem Auto nicht seine im Rucksack befindliche Lampe mitnahm. Es sei schließlich "stockdunkel" gewesen. "Erklären Sie mir das doch mal, warum Sie das Naheliegende nicht mitnehmen." D. antwortet: "Weil ich eigentlich gar nicht loslaufen wollte." Löcker: "Oder hatten Sie vielleicht doch eine Lampe dabei?" Der Zeuge verneint. Dann macht Löcker eine Ankündigung: "Dann warten wir mal ab, was Frau H. später dazu sagt." Löcker hatte bereits in der vergangenen Woche in Aussicht gestellt, dass sich seine Mandantin im Laufe des Verfahrens noch äußern könnte. Bizarre Szenen im Fall Fabian: Gelächter im Publikum 13.41 Uhr: Habetha und D. liefern sich eine angeregte Diskussion. Es geht wieder um das Verhältnis von D. und Gina H. Im September schickte H. eine Nachricht an D. "Ich gehe gleich mit Cleo (Anm. d. Red: ihrem Pferd) reiten, die darf ich wenigstens reiten." D. antwortete: "Ja, ich verstehe deinen Wink schon, aber das bin ich leider nicht." Habetha schlussfolgert: "Sie haben tapfer abgewehrt." Im Publikum gibt es Gelächter. D. bleibt dabei: Die Anspielungen von Gina H. seien lustig und nicht ernst gemeint gewesen. 13.37 Uhr: Die Anwältin von Fabians Mutter, Christine Habetha, fragt den Zeugen noch einmal danach, wie unüblich der Ort der Suche nach seiner Ansicht gewesen sei. "Ich habe gesagt, es ist die Nadel im Heuhaufen, im Wald was zu finden", sagt der Zeuge. Sein Plan sei es immer gewesen, nur vom Weg aus zu suchen. Doch Gina H. wollte es anders, wollte Richtung Tümpel herunter. "Ich bin einfach hinterher", so D. Habetha fragt, ob der Zeuge den Ort der Suche auch als "absurd" empfindet. Das will er so nicht bestätigen. "Was war es, Herr D.? Was war es?" wiederholt Habetha. Das Wort "absurd" nennt D. jedoch nicht. 13.36 Uhr: Die Angeklagte Gina H. und ihre Verteidiger diskutieren wieder angeregt. Gina H. scheint unzufrieden, wieso, ist unklar. 13.31 Uhr: Nowack geht es noch einmal um die Situation am Tümpel. D. hatte angegeben, ihm sei der verbrannte Körper wie "schwarze Rohre" vorgekommen. Nowack will wissen, warum D. dann plötzlich wegwollte, nachdem Gina H. gesagt habe, "das ist er". "Dann hat man doch den Drang, das aufzuklären", so Nowack. "Woher wusste sie, dass er das war, und warum glauben Sie ihr das, obwohl sie mehrere Meter hinter Ihnen stand?" Nowack komme es komisch vor, dass D. nicht genau nachgeschaut hat. 13.28 Uhr: Oberstaatsanwalt Harald Nowack bohrt abermals wegen der Beziehung von D. zu Gina H. nach. "Wie würden Sie das mit einem Wort beschreiben?" – "Freundschaftlich", antwortet D. Allerdings räumt er ein, dass er sonst mit Freunden nicht derart viele Nachrichten und Sprachnachrichten hin- und herschreibe. "Warum führt man eine solche Kommunikation, bei der man sich rund um die Uhr immer nur Probleme anhören muss? Warum tut man sich das an?" Zeuge: Gina H. "hat gelacht, Späße gemacht" 13.20 Uhr: Staatsanwalt Oliver Schley fragt D. noch einmal nach der Stimmung der Angeklagten, als sie am 13. Oktober gemeinsam zum Tümpel gefahren sind. "Sie hat gelacht, Späße gemacht auf der Hinfahrt", so D. Ihre Stimmung sei gut gewesen. Beim Aussteigen und Herunterlaufen Richtung Tümpel sei sie dann aber angespannt gewesen. 13.17 Uhr: Eine Schöffin hält D. eine Chatnachricht vom 13. Oktober spätabends vor. Darin schreibt sie: "Ich komm damit nicht klar." Kurz zuvor hatte sie angekündigt, noch mit einem weiteren Mann, Olaf K., ebenfalls zum Tümpel gehen zu wollen. 13.12 Uhr: Der Vorsitzende Richter hat keine weiteren Fragen. Jetzt dürfen die übrigen Beteiligten Fragen stellen. Ein Schöffe fängt an und will von D. wissen, warum er Gina H. offenbar nach anzüglichen Fotos gefragt hat. 13.08 Uhr: Gina H. hatte sich offenbar durchaus mehr von der Freundschaft erhofft. "Du löst irgendwas in mir aus", sagt sie in einer Sprachnachricht an D. Anfang Oktober. Mit "Liebe", betont sie, habe das aber nichts zu tun. "Ich kann dir das echt nicht erklären, keine Ahnung." Sie wolle ihm aber "sehr, sehr nahe sein". 13.02 Uhr: Jetzt gräbt der Richter tiefer und will die Motivation von Christian D. wissen, warum er mit Gina H. so intensiven Kontakt gehabt habe. Allein innerhalb von vier Wochen schickten sie sich rund 1.400 WhatsApp-Nachrichten zu, telefonierten mehr als 20-mal. Auch anzügliche Fotos sollen verschickt worden sein. "Wollten Sie sexuell etwas von Frau H.?" - "Nein", antwortet D. entschieden. Alles sei nur freundschaftlich gewesen. Doch der Richter lässt nicht locker. Die Antworten von D. werden kürzer. "Herr D., das macht so wenig Sinn", bewertet der Richter den Aussagegehalt des Zeugen. Seine Frau wusste seiner Aussage zufolge nicht, dass er mit Gina H. in Kontakt stand. Schreckliches Foto im Fall Fabian wird gezeigt 12.55 Uhr: Jetzt wird ein furchtbares Foto des verbrannten Jungen gezeigt. "Wenn Sie einmal bitte hinschauen", sagt der Richter zum Zeugen. Doch der möchte nicht. Er kann den Anblick offenbar nicht ertragen. "Ich will Sie nicht quälen", so der Richter. Er lässt das Foto wieder ausblenden. Bei der Polizei gab D. an, er habe den Körper in der Nacht am Tümpel mit dem Mittelfinger berührt. Nur wenige Zentimeter entfernt habe er sich von der Leiche entfernt befunden. Vor Gericht muss D. jetzt schwer und hörbar durchschnaufen. 12.53 Uhr: Es gibt weitere kleinere Detail-Unstimmigkeiten beim Zeugen. In einer Vernehmung bei der Polizei gab er zur Situation am Tümpel an, Gina H. habe erst gesagt "Da ist was", dann sei er heruntergegangen. Heute Morgen berichtete er, er sei erst heruntergegangen und danach habe Gina H. von oben gerufen, dass da etwas sei. Gina H.s Verteidiger Thomas Löcker nickt bestätigend. Fabians Mutter verlässt den Gerichtssaal 12.44 Uhr: Der Richter gibt der Anwältin von Fabians Mutter ein Zeichen. Jetzt werden belastende Fotos vom Tümpel gezeigt. Für die Mutter seien diese schwer zu ertragen. Fabians Mutter verlässt den Saal. Anhand von Fotos vom Tatort soll der Zeuge jetzt ganz genau sagen, wo er am 13. Oktober abends mit Gina H. langgelaufen ist. 12.41 Uhr: Die Sprachnachricht vom 13. Oktober wird vorgespielt, in der Gina H. Christian D. vorschlägt, "hinten Richtung Klein Upahl" nach Fabian zu suchen. Sie sei da "schon mal spazieren gewesen mit den Kindern" und Schlitten gefahren. D. antwortet, er glaube "nicht, dass das was bringen" werde. Aber er stimmt zu. Gina H. ergänzt noch: "Es ist total abwegig, aber vielleicht wollte er ja zu Oma und Opa oder wurde doch entführt." Sie betont, sie wolle dort nicht allein hinfahren, "alleine durch den Wald latschen ist nicht so meins, vor allem nicht jetzt in dieser Zeit". Die Polizei wolle sie nicht "anrufen und da hinschicken", sagt sie in der Sprachnachricht an D. Tümpelzeuge Christian D. gerät ins Schwimmen 12.32 Uhr: Jetzt gerät der Zeuge ins Schwimmen. Es geht um weitere Suchanfragen von seinem Handy. Demnach soll er am 11. Oktober gegoogelt haben: "Warum gibt es Leichenstarre" und ob Wildschweine tote Menschen fressen würden. Warum er das gesucht habe, will der Richter wissen. D. sagt, er habe sich mit Gina H. über einen Reitunfall unterhalten, bei dem jemand vom Pferd gestürzt sei. Dadurch sei sie auf das Thema Leichenstarre gekommen. Bei der Polizei hingegen hatte D. angegeben, es sei um Fabian und die Suche nach dem Jungen gegangen. Sie habe ihn explizit gebeten, danach zu googeln. "Das ist jetzt ein ganz anderer Kontext", bemerkt der Richter. Endgültig klären lässt sich der Hintergrund der Suchanfragen hier nicht. Gina H.s Verteidiger Thomas Löcker kann das offenbar alles nicht nachvollziehen. Er runzelt demonstrativ die Stirn, als der Zeuge weiter aussagt. Gina H. sprach schon vor dem Auffinden der Leiche über Alibi 12.26 Uhr: Eine Sprachnachricht von Gina H. an Christian D. vom 11. Oktober wird vorgespielt. Darin macht sich Gina H. Gedanken zu einem möglichen Alibi. "Damit du da nicht mit reingezogen wirst", habe sie sich überlegt, das Treffen mit D. zu verschweigen. Der Richter findet das offensichtlich merkwürdig. D. sagt, er könne sich das nicht erklären. Suchverlauf auf Handy des Zeugen wirft Fragen auf 12.20 Uhr: Das Handy des Zeugen Christian D. wurde ausgewertet, ebenso wie sein Suchverlauf bei Google. Demnach suchte er am 10. Oktober abends nach "Vergewaltigung Güstrow 2013" und "Vergewaltigung Güstrow 2014". In einer Vernehmung bei der Polizei gab er an, Gina H. habe ihm wohl einen Tag zuvor, am 9. Oktober, erzählt, sie sei früher mehrfach vergewaltigt worden. Der Zeuge betont aber, dass Fabians Vater Matthias R. keineswegs mit den Vergewaltigungen in Verbindung steht. Heute kann sich D. nicht mehr daran erinnern, ob es beim Treffen mit Gina H. am Krebssee um dieses Thema ging. Der Richter wird stutzig: "Ging es bei dem Treffen jetzt um die Beziehung von Gina und Matthias R. oder um die Vergewaltigung?" Genau kann sich der Zeuge aber nicht mehr erinnern. 12.10 Uhr: Es werden wieder Sprachnachrichten von Gina H. vorgespielt. Darin geht es um die finanzielle Situation der 30 Jahre alten Angeklagten. D. berichtet, sie sei regelmäßig von Fabians Vater und ihren Großeltern finanziell unterstützt worden. Währenddessen unterhalten sich Gina H. und ihre Verteidiger angeregt mit Blick in die Akten. 12.06 Uhr: Der Vorsitzende Richter befragt Christian D. nun zur finanziellen Situation von Gina H. und zu ihrem Verhältnis zu Fabians Vater. Zum Hintergrund: Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Gina H. auch finanziell von ihrer Beziehung mit Fabians Vater profitierte. Sie selbst war arbeitsunfähig und bezog nur eine kleine Rente . 12.05 Uhr: Die Befragung des Zeugen geht weiter. Zwischenzeitlich hat sich Fabians Mutter mit einem Notfallseelsorger, der heute ebenfalls vor Ort ist, beraten. 11.37 Uhr: Die Sitzung ist für eine halbe Stunde unterbrochen. Dann wird die Befragung des Tümpelzeugen Christian D. fortgesetzt. Tümpelzeuge im Fall Fabian: "Ich fühlte mich benutzt" 11.35 Uhr: Christian D. habe schließlich den Kontakt zu Gina H. abgebrochen. "Ich fühlte mich benutzt, dass ich da meine Spuren hinterlassen soll." Heute resümiert er: "Die Suche am Tümpel wirkte nicht zufällig, sondern gezielt." 11.26 Uhr: Er und Gina H. seien dann Richtung Reimershagen gefahren. Unterwegs seien beide ausgestiegen, Gina H. habe noch ein Telefonat mit einer unbekannten Person geführt. Er habe sie am Haus eines Nachbarn in Reimershagen abgesetzt. "Tschüss und fertig, das war eine ganz schnelle Verabschiedung", erinnert sich D. Er selbst sei dann zu einem Hochsitz gefahren, habe dort bis frühmorgens gesessen und "ins Leere geguckt". Er habe "gegrübelt, was da gerade passiert ist". Dann sei er nach Hause gefahren. Am nächsten Tag habe er aus den Medien erfahren, dass Fabian gefunden wurde. Das war am 14. Oktober. Richter verzweifelt fast: "Und dann wird so gar nichts gemacht?" 11.19 Uhr: Der Zeuge beteuert noch einmal, er habe nur noch weggewollt. Er sei zum Auto zurückgegangen, mit Gina H. "Haben Sie auf dem Weg zum Auto gesprochen?" will der Richter wissen. D. meint sich zu erinnern, dass Gina H. gefragt habe, ob man die Polizei rufen solle. Im Auto habe er dann gar nicht gesprochen. "Es war ein Schockmoment für mich. Ich wollte nur noch weg." Der Richter fragt intensiv, fast verzweifelt nach: "Es ist schwer zu begreifen. Die ganze Welt sucht Fabian. Drei Tage tauschen Sie sich aus. Und jetzt finden Sie da was, den Grund Ihrer Suche finden Sie möglicherweise. Und dann wird so gar nichts gemacht?" Zeuge über Entdeckung am Tümpel: "Es war alles schwarz" 11.15 Uhr: Dann habe auch D. dort etwas gesehen. "Ich dachte erst, es sei ein Rohr. Es war alles schwarz." Er habe "etwas berührt, aber ich weiß nicht, was." Er habe nicht erkennen können, was das sei. Gina H. habe gesagt: "Das ist er." D. habe dann "nur noch weggewollt". Der Richter wird eindringlicher: "Sie fahren dahin, um ein Kind zu suchen. Jetzt finden Sie etwas, was Ihnen komisch vorkommt. Dann ruft Frau H, 'Das ist er.' Und dann ist Ihr Gedanke: Sie wollen weg? Sie wollen nicht wissen, was da los ist? Ob er das wirklich ist?" Der Zeuge beteuert noch einmal, er habe nur noch weggewollt. 11.10 Uhr: Am Tümpel angekommen, habe er in seine Wärmebildkamera geschaut, aber nichts Warmes gesehen, lediglich den Hochsitz, Steine und Büsche. Dann sei er Gina H. hinterhergelaufen, mehrere Meter um den Tümpel herum. Wenige Meter vom Hochsitz seien sie stehen geblieben. Er sei dann Richtung Ufer gegangen, Gina H. sei ein paar Meter entfernt stehen geblieben. "Da ist nix", habe er gesagt. Gina H. habe dann gesagt: "Da ist was." 11.05 Uhr: Der Richter lässt das Satellitenbild von Google Maps einblenden. Er möchte mit dem Zeugen gemeinsam den Weg zum Tümpel nachempfinden. Dorina L., die Mutter von Fabian, schaut ebenfalls genau zu. Ihre Hände hat sie zu Fäusten geballt und legt sie auf der Tischkante ab. Zeuge berichtet von Suche nach Fabian 10.59 Uhr: Auch Gina H. habe vom Weg aus durch die Wärmebildkamera geschaut. Dann hat sie gesagt: "Lass mal da unten hingehen und vom Hochsitz aus gucken." Gina H. sei dann vorangegangen, habe mit der Handy-Taschenlampe geleuchtet. Im Nachhinein sei seine Einschätzung: "Sie wusste genau, wo sie hinwollte." Gina H. sei "zielstrebig" zum Wasserloch gelaufen. Dort habe er dann wieder in seine Wärmebildkamera geschaut. 10.56 Uhr: Gegen 21.30 Uhr seien sie nach Upahl aufgebrochen, um nach Fabian zu suchen. Es sei "stockduster" gewesen. 200 bis 300 Meter hinter Upahl hätten sie das erste Mal angehalten und mit der Wärmebildkamera über den Acker gehalten. Dort habe er lediglich Schafe gesehen. Dann seien sie weitergefahren, bis zum Tümpel. Dort habe er über die Kamera ein "Rehwild und einen Fuchs" gesehen. Sonst habe er einen Hochsitz erspäht, Büsche, Wasser und Steine. "Mehr nicht." 10.52 Uhr: Bevor der Richter Sprachnachrichten vorspielen lassen will, spricht er eine Sache an, die ihn stutzig mache: Gina H. wollte nicht allein im Waldgebiet suchen. Am 10. Oktober habe sie D. aber ein Foto aus dem Wald geschickt – allein mit ihrem Hund. "Das wäre mir sofort komisch vorgekommen", sagt der Richter. D. berichtet, er habe sich damals nichts dabei gedacht. 10.51 Uhr: Gina H. unterhält sich angeregt mit ihren Verteidigern, sie wirkt angespannt und unzufrieden mit den Aussagen des Zeugen. 10.49 Uhr: "War das für Sie nachvollziehbar, da zu suchen?" will der Richter wissen. "In dem Moment ja, im Nachhinein war ich da ein bisschen blöd", antwortet D. Er selbst ist Jäger und besitzt eine Wärmebildkamera. Diese habe er zu dem Treffen mitgenommen. Gina H. habe nicht allein in dem Gebiet nach Fabian suchen wollen. Sie habe zwingend jemanden dabeihaben wollen, berichtet der Zeuge. Gina H. wollte im Bereich Upahl nach Fabian suchen 10.42 Uhr: Jetzt nähern wir uns den möglicherweise entscheidenden Momenten im Fall Fabian: Der Zeuge Christian D. berichtet von einem Treffen mittags am Krebssee am 13. Oktober, Fabian war zu dem Zeitpunkt seit drei Tagen verschwunden. Gina H. sei "gut drauf" gewesen, berichtet D. Dann habe sie vorgeschlagen, abends mit einer Wärmebildkamera im Bereich Upahl nach Fabian zu suchen. Dort sei sie früher mit ihren Kindern Schlitten gefahren, habe sie erzählt. Später habe sie per WhatsApp noch einmal nachgefragt, ob die Suche stattfinden könne. "War das da ein Schlittengebiet?" fragt der Richter. "Ich denke nicht." Den Vorschlag, ausgerechnet dort nach Fabian zu suchen, habe er aber nicht hinterfragt, so D. Tatsächlich lag Fabian zu diesem Zeitpunkt seit drei Tagen tot bei einem abgelegenen Tümpel, im Bereich Klein Upahl, also genau im vorgeschlagenen Suchgebiet. Gina H. brachte ihr Kind vor Polizeieinsatz weg 10.38 Uhr: Am 11. Oktober habe es ein weiteres Treffen von Christian D. und Gina H. gegeben. Sie habe davon mitbekommen, dass die Polizei auf dem Weg zur ihr nach Hause ist. Sie habe dann ihren eigenen Sohn, der ungefähr im selben Alter wie Fabian ist, an Christian D. übergeben. "Kinder müssen ja nicht alles mitbekommen", kommentiert D. den Vorgang. Abends habe Gina H. ihren Sohn wieder bei D. zu Hause abgeholt. Bezüglich ihrer Beziehung zu Fabian habe Gina H. von "Ziehsohn" gesprochen und dass sie sich gut verstanden hätten. Fall Fabian: Jetzt geht es um sein Verschwinden 10.32 Uhr: "Wann haben Sie mitbekommen, dass Fabian verschwunden war?", fragt der Richter. Gina H. habe ihm das am 10. Oktober abends "gegen 20 Uhr oder 21 Uhr" mitgeteilt. "Sie wirkte eigentlich ganz normal, nicht, dass irgendwie was Schlimmes passiert ist." Ob Frau H. auch nach Fabian gesucht habe? "Nicht, dass ich wüsste", so D. 10.31 Uhr: Am Abend schickte Gina H. dem Zeugen Fotos, die zeigen, wie sie ihr Auto wäscht. Gegenüber der Polizei hatte die Angeklagte hingegen behauptet, ihr Auto schon lange nicht mehr gewaschen zu haben. 10.28 Uhr: Bei dem Treffen am Bolzsee habe Gina H. "ziemlich niedergeschlagen, bisschen nervös" gewirkt, berichtet Christian D. Als Grund habe sie Stress mit Fabians Vater angegeben. "Was war das Problem diesmal?" fragt der Richter. "Wie sie jetzt weiterverfahren, dass der eine den anderen akzeptiert", antwortet der Zeuge D. Er habe Gina H. dann gesagt, dass ihr die Entscheidung niemand abnehmen könne. "Gab es noch andere Themen?" –"Nein." Am Tattag bat Gina H. um ein Treffen 10.22 Uhr: Christian D. berichtet von einem Treffen mit Gina H. gegen 12.45 Uhr am Bolzsee. Gina H. habe kurz zuvor in einem Telefonat darum gebeten, sich zu treffen. "Sie wirkte sehr bedrückt". Sie habe Stress mit Matthias R. gehabt und reden wollen. Zu dem Zeitpunkt war Fabian bereits tot. Zudem habe Gina H. ihm zuvor ein Foto von einem Waldweg geschickt, rund 1,6 Kilometer vom Tatort entfernt. Sie sei dort mit ihrem Hund spazieren gewesen. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Fabian bei diesem Spaziergang dabei war und noch lebte. 10.18 Uhr: Jetzt nähert sich der Richter den entscheidenden Momenten, dem 10. Oktober, dem Tag, an dem Fabian getötet wurde. Er will, dass der Zeuge seinen Tagesablauf beschreibt. Christian D. berichtet von seinen Terminen an dem Tag. Er war offenbar die ganze Zeit unterwegs. 10.14 Uhr: Außerdem habe Gina H. von einem "Termin in Güstrow" gesprochen, den sie wahrnehmen müsse. Er kann aber nicht mehr sagen, wann dieser Termin gewesen sein soll. Der Richter möchte herausfinden, ob Gina H. am Tag vor Fabians Verschwinden noch einmal in Güstrow war. Bis heute ist ungeklärt, warum Gina H. offenbar gewusst haben soll, dass Fabian am 10. Oktober nicht zur Schule gegangen ist. Für die Angeklagte gilt die Unschuldsvermutung. Zeuge: Gina H. sprach von "einer Entscheidung" 10.08 Uhr: Es geht um den 9. Oktober, den Tag vor Fabians Tod. Der Richter will wissen, was Christian D., der Tümpelzeuge, an dem Tag gemacht hat. Er habe sich zur Mittagszeit zwischen 13 und 14 Uhr mit Gina H. am Krebssee in der Gemeinde Lohmen getroffen, für etwa eine Dreiviertelstunde, berichtet er. Dann sei er die Kinder abholen und nach Hause gefahren. Bei diesem Treffen habe Gina H. ihm erzählt, dass sich Gina und Matthias R. wieder gestritten hätten. Sie habe von "einer Entscheidung" gesprochen, die sie jetzt hinsichtlich der Beziehung treffen wolle. 10.05 Uhr: Jetzt springt der Richter in die Woche vor dem 10. Oktober, dem Tattag. In dieser Zeit näherten sich Gina H. und Fabians Vater Matthias R. nach der Trennung wieder an. Die beiden trafen sich. Einmal hätten sich die beiden angebrüllt, habe D. mitbekommen. Einmal habe ihm Gina erzählt, dass beide "in der Kiste" gelandet seien. Bei dem Streit sei es "immer um das gleiche leidige Thema" gegangen: zu viel Alkohol, zu wenig Geld, Vorwürfe. Zeuge: Gina H. sah Fabian als "Keil" zwischen Beziehung 9.58 Uhr: Gina H. sprach wohl davon, Fabian habe einen "Keil" zwischen Gina H. und Fabians Vater getrieben. So erzählt es der Zeuge Christian D. Seine Worte dazu: "Wenn ein Achtjähriger einen Keil zwischen eine Beziehung von Erwachsenen treiben kann, dann läuft da irgendwas verkehrt." 9.55 Uhr: Während der Befragung des "Tümpelzeugen" Christian D. schaut Gina H. fast permanent nach unten auf den Tisch vor sich. Sie scheint in einer Akte zu lesen und wirkt vertieft. Ihre Beine hat sie übereinandergeschlagen. Noch ist der Richter bei der Befragung des Zeugen nicht beim 10. Oktober angekommen. 9.52 Uhr: Es geht um das Handyverhalten von Gina H. "Sie hat es viel gehabt", sagt der Zeuge. Auf Antworten habe er in der Regel "keine drei Minuten" warten müssen. Einzige Ausnahme: Am 10. Oktober, da habe er länger auf Antworten warten müssen. Er habe sie über Stunden nicht erreicht. An dem Tag soll Gina H. Fabian getötet und ihr Handy ausgeschaltet haben. Ein Digitalforensiker bezeichnete dieses Verhalten, also das Ausschalten des Handys, am Dienstag als höchst ungewöhnlich. 9.47 Uhr: Christian D. erzählt, die Angeklagte habe von Gewalt in der Beziehung mit Fabians Vater erzählt. Nach der Trennung, so sein Eindruck, habe Gina H. Matthias R. zurückgewollt. Christian D. habe Gina H. in der Zeit ein "offenes Ohr" angeboten. "Wie der Führer im Zweiten Weltkrieg": Gina H. kichert 9.44 Uhr: Der Zeuge wird nach dem Spitznamen von Fabians Vater, "Adi", gefragt, den er persönlich nie kennengelernt habe. "Woher kommt der Spitzname?", fragt Schütt. Christian D.: "Weil er am selben Tag Geburtstag hat wie der Führer im Zweiten Weltkrieg ." Ein Raunen geht durch den Saal. Gina H. kichert kurz. Gina H. ist derzeit wieder mit Fabians Vater Matthias R. liiert. 9.40 Uhr: Christian D. erzählt, wie der Kontakt zu Gina H. intensiver wurde. Er habe "aus Versehen" ein Foto der Angeklagten auf Facebook mit einem Smiley kommentiert. "Dann fing das so langsam an, dass wir miteinander geschrieben haben." Später habe sich der Kontakt auf WhatsApp verlagert. 9.38 Uhr: Der Richter wendet eine spezielle Taktik an und stellt zunächst keine Fragen. Christian D. soll einfach anfangen zu erzählen. Er sagt aus, dass er Gina H. vom Sehen her seit etwa zehn Jahren kenne. Beide leben im selben Dorf, in Reimershagen. Vier Wochen lang habe es "etwas engeren Kontakt mit Gina H. gegeben". 9.37 Uhr: Der Richter kündigt sein Fragen-Programm an: Es soll um die Beziehung des Zeugen zu Gina H. gehen sowie um den 10. Oktober, den Tattag, an dem Fabian mit sechs Messerstichen getötet wurde – mutmaßlich von der Angeklagten Gina H. "Tümpelzeuge" betritt den Saal im Mordfall Fabian 9.34 Uhr: Der Vorsitzende Richter Holger Schütt begrüßt alle Teilnehmer des Prozesses. Dann wird der "Tümpelzeuge", Christian D., aufgerufen. Er soll von Gina H. noch vor dem Auffinden des Leichnams zum toten Jungen an den Tümpel bei Klein Upahl geführt worden sein. Er gilt als zentraler Zeuge im Mordfall Fabian. Justizbeamter weist Publikum zurecht 9.29 Uhr: Kurz vor dem Start des Prozesses weist ein Justizbeamter das Publikum zurecht. Erneut wurde wohl wieder jemand mit einem Handy erwischt. "Wer sein Handy zückt, muss den Saal verlassen", so der Beamte. 9.27 Uhr: Gina H., die Angeklagte im Fall Fabian, hat den Saal betreten. Sie trägt ein braunes, kurzes Shirt und weiße Turnschuhe. Sie verschränkt die Arme. 9.17 Uhr: Jetzt ist auch Fabians Mutter Dorina L. im Saal angekommen. Sie verfolgt beinahe jeden Prozesstag, um ihrem toten Sohn ein Gesicht zu geben, wie ihre Anwältin im Interview mit t-online erklärt hat. 9.15 Uhr: Die beiden Verteidiger von Gina H., Thomas Löcker und Andreas Ohm, haben bereits Platz genommen. Gina H. wird vermutlich wie immer kurz vor dem Beginn des Prozesstages um 9.30 Uhr in den Saal geführt werden. Auch heute dürften wieder einige Sprachnachrichten der Angeklagten vorgespielt werden. Rekord-Andrang im Fall Fabian vor dem Rostocker Landgericht 9 Uhr: Massen stehen vor dem Landgericht Rostock Schlange. So groß war der Andrang bisher an keinem bisherigen Prozesstag. Mehr als 100 Leute warten auf den elften Prozesstag im Fall Fabian. Möglicherweise wird der Platz im großen Saal des Landgerichts nicht ausreichen. Auch viele Medienvertreter sind wieder vor Ort. Fall Fabian: Tümpelzeuge soll über Gina H. aussagen 8.55 Uhr: Für das Gericht dürften zudem zwei Aspekte wichtig sein: Hat Gina H. ganz bewusst und konkret vorgeschlagen, an dem abgelegenen Tümpel nach Fabian zu suchen? Dann hätte sie laut der Anwältin von Fabians Mutter Täterwissen offenbart, wie sie im Interview mit t-online erklärte . Von Bedeutung dürfte zudem sein, ob Gina H. Fabian sofort erkannt hat. Ein vor Ort ermittelnder Polizist hatte ausgesagt, er habe Fabian trotz des Abgleichs mit Fahndungsbildern zunächst nicht erkennen können. Sein Körper war nach dem Mord angezündet worden und stark entstellt. 8.50 Uhr: Christian D. soll einer von zwei Männern sein, der von Gina H. zur Leiche des Jungen geführt wurde – noch vor dem angeblich zufälligen Fund beim Spazierengehen am 14. Oktober vergangenen Jahres. Weder Gina H. noch der Zeuge riefen die Polizei. Wieso, dürfte eine der zentralen Fragen heute sein. Christian D. und ein weiterer Mann, Olaf K., gelten als "Tümpelzeugen" im Fall Fabian. 8.45 Uhr: Guten Morgen an diesem Freitag aus dem Landgericht Rostock. Nach mehreren Verhandlungstagen, an denen zahlreiche Gutachter, Experten und Beamte ihre Aussagen gemacht haben, steht heute die Aussage eines Bekannten der Angeklagten Gina H. im Mittelpunkt. Das Gericht hat sich den ganzen Tag Zeit für Christian D. genommen und erhofft sich von ihm neue Erkenntnisse.