E-Auto: Diese Kompromisse sind bei günstigen Elektroautos nötig
E-Autos müssen nicht teuer sein. Welche Elektro-Kleinwagen sich bei begrenztem Budget lohnen – und wo manchmal Kompromisse nötig sind. Die hohen Spritpreise haben die Nachfrage nach E-Autos angefacht – hinzu kommt die E-Auto-Prämie für Neuwagen, die sich an Haushalte mit kleineren Einkommen richtet. Kleinwagen können einen guten Start in die Welt der E-Mobilität bieten und gleichzeitig in ihrer Konzeption so verschieden sein. Vom Pragmatiker für den reinen Stadtverkehr bis zum Vollwertauto mit vernünftigen Reichweiten und Ladeleistungen – hier ist alles dabei. Eine Auswahl elektrischer Kleinwagen (Listenpreise) in der Übersicht. Dacia Spring – ab 16.900 Euro Der Dacia Spring ist als eines der günstigsten E-Autos am Markt ein Preisknaller. Mit rund 3,70 Meter Länge ist er wendig und ideal für kurze Strecken. Je nach Version leistet er 70 bis 100 PS und erreicht etwa 125 km/h Höchstgeschwindigkeit. Die 24,3-kWh-Batterie ermöglicht bis zu 225 Kilometer Reichweite und kann mit 40 kW Schnellladen. Jedoch handelt es sich beim Spring eher um ein kompromissbehaftetes Stadtfahrzeug als um ein vollwertiges Auto. Beim Crashtest von EuroNCAP schnitt das in China gebaute Modell vor einigen Jahren schlecht ab. Dafür holte ein Spring volle fünf Sterne beim Green NCAP – diese Initiative von Euro NCAP bewertet die Umweltfreundlichkeit von Autos. Allerdings bleiben Reichweite und Ladegeschwindigkeiten auch nach einer Überarbeitung fürs Modelljahr 2026 vergleichsweise gering. Hyundai Inster – ab 24.400 Euro Bei rund 3,83 Meter Länge bleibt der Hyundai Inster wendig, bietet Platz für vier Personen und bis zu 351 Liter Kofferraumvolumen. Je nach Version leistet er 97 bis 115 PS, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei bis zu 150 km/h. Zwei Akkugrößen mit 42 oder 49 kWh ermöglichen eine Reichweite von bis zu 370 Kilometer (WLTP). An der Schnellladesäule lädt er mit bis zu rund 85 kW. Somit eignet er sich als vollwertiges E-Auto und Erstwagen – wenn man nicht ständig Langstrecke fährt. Hinzu kommen das gute Platzangebot und seine Variablität (zum Beispiel vollständig umpklappbare Vordersitze oder verschiebbare Rücksitze). Citroën ë-C3 – ab 20.140 Euro Mit dem C3 verkauft Citroën einen Kleinwagen, der Komfort und einfache Bedienung in den Vordergrund stellt. Mit rund 4,02 Meter Länge bietet er ausreichend Platz für eine kleine Familie und etwa 310 Liter Kofferraumvolumen. Das E-Modell leistet 113 PS, kommt mit der 30- oder 44-kWh-Batterie auf rund 320 Kilometer Reichweite (WLTP), fährt solide und kann bis zu 100 kW DC laden. Allerdings: Die Basisvariante beherrscht kein Schnellladen. Fiat 500e – ab 24.990 Euro Die größte Schwäche des knuffigen Italieners: Er steht auf einer alten technischen Plattform, in der Einstiegsvariante ist seine Reichweite unter realistischen Bedingungen gering – nämlich deutlich unter 200 Kilometer. Je nach Version leistet der Fiat 500e 95 bis 118 PS und erreicht bis zu 150 km/h. Die Batterie mit 23,8 oder 42 kWh ermöglicht eine Reichweite von etwa 190 bis 320 km (WLTP). Schnellladen ist mit bis zu mäßigen 85 kW möglich. Mit nur 3,63 Meter Länge ist er sehr wendig und ideal für den urbanen Alltag – aber auch eben nicht besonders geräumig. Fiat Grande Panda – ab 24.990 Euro Technisch moderner und geräumiger als der 500e, bietet der Grande Panda auf rund vier Metern Länge bis zu ca. 412 Liter Kofferraumvolumen. Die aktuelle Motorisierung leistet 113 PS und kann den Panda auf bis zu 132 km/h beschleunigen. Die 44-kWh-Batterie reicht wie beim elektrischen Citroën C3 für rund 320 Kilometer (WLTP). Renault R5 E-Tech – ab 28.000 Euro Fahraktiv und mit schickem Retro-Look: 3,92 Meter misst der Renault 5 E-Tech , bietet Platz für fünf Personen und 326 Liter Kofferraumvolumen. Zu groß sollten die Fond-Insassen jedoch nicht sein. Je nach Version leistet der R5 122 bis 150 PS und fährt bis zu 150 km/h schnell. Zwei Akkugrößen stehen zur Wahl (40 oder 52 kWh) mit einer WLTP-Reichweite von bis zu 410 Kilometer. Schnellladen gelingt mit bis zu 100 kW. Wer mehr Platz im Fond und Kofferraum benötigt, greift zum R4. Renault Twingo E-Tech – 19.990 Euro Mit dem R5 teilt sich der Renault Twingo E-Tech elektrisch die Basis, ist aber kürzer und setzt zugunsten des Preises auf eine stark abgespeckte Technik. Mit rund 3,79 Meter Länge bietet er Platz für vier Personen und ist ideal für enge Innenstädte. Er leistet 82 PS, fährt bis zu 130 km/h und schafft mit seiner 27,5-kWh-Batterie etwa 260 Kilometer Reichweite (WLTP). Geladen wird mit bis zu 11 kW Wechselstrom oder recht lahmen 50 kW Gleichstrom. Vor allem die Basis ist sehr spartanisch ausgestattet – für Kurzstrecken in der Stadt oder auf der Landstraße ist der Twingo dennoch gut geeignet. Opel Corsa electric – ab 29.990 Euro Der Corsa Electric von Opel verbindet kompaktes Format mit Elektrotechnik, die ausgereift ist. Mit etwa 4,06 Meter Länge bietet er Platz für fünf Personen und 267 Liter Kofferraumvolumen. Je nach Variante stehen zwischen 136 PS und 156 PS zur Verfügung, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 150 km/h. Die 46- oder 49-kWh-Batterie genügt für eine Reichweite zwischen 355 und 429 Kilometer (WLTP). Schnellladen ist mit bis zu 100 kW DC möglich, ein ordentlicher Wert. Dennoch: Der preisliche Unterschied zum Verbrenner liegt bei rund 7.000 Euro. Kia EV2 – ab 26.600 Euro Noch sehr frisch auf dem Markt ist der Kia EV2, ein kleines Elektro-SUV für Stadt und Alltag mit viel Platz. Mit rund 4,06 Meter Länge bietet der vollwertige Viersitzer je nach Ausführung bis zu rund 400 Liter Kofferraumvolumen. Je nach Batterie (42,2 oder 61 kWh), Version und Ausstattung sind zwischen 308 und 453 Kilometer Reichweite (WLTP) möglich, der Antrieb leistet 135 bis 146 PS. Wechselstromladen ist mit 11 kW und optional mit 22 kW möglich, DC-Laden mit bis 118 kW. Nissan Micra EV – ab 27.990 Euro Der elektrische Nissan Micra teilt sich die Plattform mit Renault R5, R4 und Twingo, setzt aber beim Außendesign eigene Akzente wie die Kulleraugen. Mit rund 3,97 Meter Länge bleibt er sehr wendig, bietet aber Platz für fünf Personen und etwa 326 Liter Kofferraumvolumen. Je nach Version leistet er 122 oder 150 PS und fährt bis zu 150 km/h schnell. Zwei Batteriegrößen (40 oder 52 kWh) ermöglichen eine Reichweite von 317 bis 416 Kilometer (WLTP). Schnellladen ist mit bis zu 100 kW möglich, große Unterschiede zum Renault R5 gibt es ansonsten nicht. BYD Dolphin Surf – ab 22.990 Euro Günstig gibt es derzeit den BYD Dolphin Surf: Mit rund vier Meter Länge bietet er Platz für vier Personen und ein gutes Raumangebot. Je nach Version leistet er 88 bis 156 PS und kommt 220 bis 322 Kilometer weit. Schnellladen kann der BYD je nach Varianten zwischen 65 und 85 kW. Doch das viele Hartplastik gefällt nicht jedem. Leapmotor T03 – ab 18.900 Euro Klein und günstig - aber vor allem für die Stadt geeignet: Auf 3,62 Meter bietet der Leapmotor T03 vier Personen Platz und einen E-Motor mit 95 PS. Der 37,3-kWh-Akku reicht für eine Reichweite von bis zu 265 Kilometer (WLTP). Dafür lädt der T03 nur mit 6,6 kW AC und 45 kW DC.
