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Iran: Haben US-Kampfjet und Reaper-Drohne beschossen

Der Oberste Führer des Iran warnt die USA. Der Iran will eine US-Drohne und einen Kampfjet beschossen haben. Alle Entwicklungen im Newsblog. Dienstag, 26. Mai Zivilschutz: Sieben Tote bei israelischen Angriffen im Gazastreifen Bei israelischen Luftangriffen sind im Gazastreifen nach palästinensischen Angaben mindestens sieben Menschen getötet worden. Fünf Menschen seien bei einer Attacke auf eine "Gruppe Zivilisten" im Flüchtlingslager al-Maghasi getötet worden, erklärte die von der radikalislamischen Hamas kontrollierte Zivilschutzbehörde am Dienstag. Mehrere weitere Menschen seien verletzt worden. Das Al-Aksa-Krankenhaus bestätigte die Zahl der Opfer. Ein Zeuge sagte der Nachrichtenagentur AFP, eine Gruppe bewaffneter Männer sei am Dienstagmorgen in das Flüchtlingslager eingedrungen. Bewohner hätten die Männer attackiert. Daraufhin seien die Bewohner von einer israelischen Drohne ins Visier genommen worden. Die bewaffneten Männer seien daraufhin in ein Gebiet geflohen, das unter israelischer Kontrolle steht. Bereits mehrfach war über Auseinandersetzungen zwischen Einwohnern und angeblich von Israel unterstützten Anti-Hamas-Milizen berichtet worden. Das Nasser-Krankenhaus in Chan Junis berichtete unterdessen von zwei Leichen, die nach einem Luftangriff auf ein Fahrzeug eingeliefert worden seien. Ein israelischer Militärsprecher bestätigte einen Luftangriff in Chan Junis "auf Hamas-Terroristen". Iran: Haben US-Kampfjet und Reaper-Drohne beschossen Nach Äußerungen der US-Streitkräfte in der Nacht über Angriffe auf den Iran spricht die Islamische Republik von Luftverteidigungsmaßnahmen. Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) hätten auf eine US-Drohne vom Typ RQ-4 und ein Kampfflugzeug des Typs F-35 gefeuert und eine US-Drohne vom Typ MQ-9 Reaper geortet, hieß es in einer Mitteilung am Vormittag (Ortszeit). Die Nachrichtenagenturen Fars und Tasnim berichteten, die IRGC hätten eine US-Kampfdrohne vom Typ MQ-9 abgeschossen. Die Revolutionsgarden warnten zugleich vor jedem Bruch der Waffenruhe durch die USA und pochten auf ihr Recht auf Gegenschläge. Am frühen Nachmittag (Ortstzeit) schrieb das iranische Außenministerium, die USA hätten in den vergangenen 48 Stunden grob gegen die Waffenruhe verstoßen. Dies zeuge inmitten diplomatischer Bemühungen von einem Vertrauensbruch, berichtete Tasnim unter Berufung auf die Stellungnahme. Es habe "mehrere Fälle von Piraterie gegen iranische Handelsschiffe gegeben". Die iranische Führung bezeichnet die US-Seeblockade als Piraterie. Eine Verurteilung von US-Luftangriffen blieb in der Stellungnahme demnach aus. Inmitten der Waffenruhe und laufenden Verhandlungen zur Beilegung des Kriegs hatte das US-Militär in der Nacht bekanntgegeben, am Montag Ziele im Iran angegriffen zu haben. Im Süden des Landes seien Raketenstellungen getroffen und im Bereich der Straße von Hormus Boote attackiert worden, die Minen in der Meerenge verlegt haben sollen, wie das US-Militär mitteilte. Die "Angriffe zur Selbstverteidigung" dienten dem Schutz der Truppen vor Bedrohungen durch das iranische Militär, hieß es. Ob sich die Mitteilung über das iranische Feuer auf die US-Drohne und das Kampfflugzeug auf Vorfälle des Vortags oder möglicherweise neue Vorfälle bezog, wurde nicht näher angegeben. Explosion an Tanker vor Küste Omans – Treibstoff ausgetreten Vor der Küste des Oman hat sich an einem Tanker nach einem mutmaßlich iranischen Angriff eine Explosion ereignet. Der Kapitän habe eine Explosion am Schiffsrumpf gemeldet, teilte die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) heute mit. Die Besatzung sei in Sicherheit, es sei aber Treibstoff ausgetreten und ins Meer geströmt. Schiffe in der Nähe wurden aufgerufen, die Gegend vorsichtig zu befahren. Weil sich die Explosion nahe der Wasserlinie ereignete, könnte es sich um einen Angriff mit einem Drohnenboot handeln oder mit einer Haftmine, die am Schiffsrumpf angebracht wurde. Seit Beginn des Iran-Kriegs vor drei Monaten wurden mehrfach Schiffe in der Straße von Hormus und angrenzenden Gewässern angegriffen. Weil die Meerenge faktisch für den Schiffsverkehr geschlossen ist, stecken nach US-Angaben rund 22.500 Seeleute an Bord von mehr als 1.550 Handelsschiffen im Persischen Golf fest. Neue Hinrichtung im Iran nach Spionagevorwürfen Irans Justiz hat erneut einen Mann nach Spionagevorwürfen hingerichtet. Wie das Justizportal "Misan" berichtete, sei dem Mann vorgeworfen worden, Personen für den israelischen Geheimdienst angeworben zu haben. Das Urteil sei nach Bestätigung durch den Obersten Gerichtshof durch Erhängen vollstreckt worden. Die Menschenrechtsorganisation Hengaw mit Sitz in Norwegen sprach hingegen von einem 34-jährigen ehemaligen Sportler und politischen Gefangenen. Der aus der iranischen Stadt Ardabil stammende Mann habe eigentlich in der Türkei gelebt und sei während einer Reise im Irak von iranischen Sicherheitskräften festgenommen worden. Die Organisation kritisierte, er habe keinen Zugang zu einem Anwalt seiner Wahl gehabt und das Gerichtsverfahren sei intransparent verlaufen. Sein Bruder sei ebenfalls im Iran inhaftiert, hieß es in dem Bericht von vergangener Woche weiter. Iran fordert offenbar Freigabe von 24 Milliarden Dollar Der Iran verlangt die Freigabe von im Ausland eingefrorenen Geldern in Höhe von rund 24 Milliarden Dollar. Dies müsse in die Absichtserklärung mit den USA eingehen, die derzeit ausgehandelt werde, meldet die Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf das Umfeld des iranischen Verhandlungsteams. Chefunterhändler Mohammad Bagher Ghalibaf sei nach Katar gereist, um dort eine Einigung auf einen entsprechenden Mechanismus zu erzielen, heißt es in dem Bericht weiter. Chamenei-Kanal: Golfstaaten schützen US-Militärstützpunkte nicht mehr Die USA können sich nach einer Erklärung auf dem Telegram-Kanal des obersten iranischen Führers Ajatollah Modschtaba Chamenei künftig nicht mehr auf den Schutz ihrer Militärstützpunkte durch die Golfstaaten verlassen. Es werde für die USA in der Region keinen sicheren Hafen mehr geben, betonte Chamenei in der Mitteilung. "Nieder mit Amerika" und "Nieder mit Israel" sollen demnach die gemeinsamen Parolen der islamischen Gemeinschaft und der Unterdrückten der Welt werden. Chamenei war zum Nachfolger seines Vaters ernannt worden, nachdem dieser zu Beginn des Kriegs getötet worden war. Er soll allerdings selbst verletzt worden sein. Öffentlich ist er seit seiner Ernennung nicht in Erscheinung getreten, was Spekulationen über seinen Gesundheitszustand schürt. Die USA und der Iran ringen derzeit um einen Weg zur Beendigung des seit fast drei Monaten anhaltenden Krieges. Ungeachtet dessen nahmen die USA ihre Angriffe zuletzt wieder auf. Palästinenser: Tote bei israelischem Luftangriff im Gazastreifen Bei einem israelischen Luftangriff im Gazastreifen sind palästinensischen Angaben zufolge mindestens fünf Menschen getötet worden. Eine israelische Drohne habe am Dienstag eine Rakete auf Bewohner des Flüchtlingslagers Maghasi abgefeuert, teilten Sanitäter mit. Die Bewohner hätten sich einer von Israel unterstützten und mit der herrschenden Hamas verfeindeten Palästinenser-Miliz entgegengestellt. Die Miliz habe versucht, in ein Gebiet östlich des Lagers einzudringen. Bei dem Vorfall habe es auch mehrere Verletzte gegeben. Das israelische Militär nahm zunächst nicht dazu Stellung. Die Armee kämpft seit dem Hamas-Überfall auf Israel im Oktober 2023 gegen die radikalen Islamisten im Gazastreifen. Libanon meldet zwölf Tote nach israelischen Angriffen Bei israelischen Luftangriffen im Libanon sind nach libanesischen Angaben zwölf Menschen getötet worden. Bei den Angriffen auf einen Ort in der Bekaa-Ebene im Südosten des Landes am späten Montagabend habe es weitere Verletzte gegeben, meldete die staatliche Nachrichtenagentur NNA, ohne eine genaue Zahl zu nennen. Es habe dort mindestens acht Angriffe gegeben. Das israelische Militär gab auf Nachfrage an, die Berichte zu prüfen. Die Hisbollah äußerte sich zunächst nicht. In der Nacht und am Morgen kam es nach NNA-Angaben zu weiteren Angriffen, vor allem im Süden des Landes. Lokale Medien berichteten von Dutzenden Angriffen in verschiedenen Gebieten des Südlibanon. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte am Montagabend angekündigt, die Angriffe gegen die Hisbollah zu verstärken. Im Libanon wächst angesichts dessen die Sorge vor einer weiteren Eskalation. Zahlreiche Bewohner aus den südlichen Vororten der Hauptstadt Beirut verließen in der Nacht aus Angst vor israelischen Angriffen ihre Häuser. Die Hisbollah hat in den Vororten eine starke Präsenz. Medien: Iranische Revolutionsgarden drohen USA mit Vergeltung Die iranischen Revolutionsgarden behalten sich das Recht auf Vergeltung für jegliche Verletzungen der Waffenruhe durch die USA vor. Dieses Recht sei legitim, erklärt die Elite-Einheit staatlichen Medien zufolge. Zudem melden die Garden, dass Luftabwehreinheiten eine US-Drohne des Typs MQ-9 abgeschossen hätten. Sie hätten außerdem das Feuer auf einen Kampfjet eröffnet, der in den iranischen Luftraum eingedrungen sei. US-Außenminister: Gespräche mit dem Iran dauern noch an Die Verhandlungen mit dem Iran über ein erstes Abkommen könnten sich US-Außenminister Marco Rubio zufolge noch etwas hinziehen. Es gebe in Katar derzeit Gespräche über den Text des Abkommens, sagte er vor Journalisten bei einem Besuch in Indien . Zu den jüngsten US-Angriffen im Iran erklärt Rubio, die Seewege müssten frei bleiben: "Die Meerengen müssen offen sein, sie werden auf die eine oder andere Weise offen sein." Rubio hält trotz der jüngsten US-Angriffe auf den Iran ein Abkommen mit Teheran über ein Ende des Krieges weiter für möglich. Rubio verwies am Dienstag auf für diesen Tag geplante weitere Verhandlungen in Katar. "Wir werden sehen, ob es dabei Fortschritte gibt." Bezüglich der Verhandlungen sagte Rubio: "Es gibt viel Hin und Her bezüglich bestimmter Formulierungen (…), deshalb wird es wohl noch ein paar Tage dauern." US-Präsident Donald Trump habe "den Wunsch geäußert, eine Einigung zu erzielen", fügte Rubio in Jaipur hinzu. "Er wird entweder einen guten Deal abschließen – oder gar keinen." USA greifen Ziele im Süden des Iran an Das US-Militär hat trotz der Waffenruhe im Süden des Iran Raketenstellungen angegriffen sowie im Bereich der Straße von Hormus Boote attackiert, die versucht hatten, Minen in der Meerenge zu verlegen. Die "Angriffe zur Selbstverteidigung" dienten dem Schutz der Truppen vor Bedrohungen durch das iranische Militär, erklärte ein Sprecher des zuständigen Regionalkommandos für den Nahen Osten (Centcom). Das US-Militär übe sich im Rahmen der aktuellen Waffenruhe in Zurückhaltung, verteidige aber seine eigenen Verbände. Iranische Medien berichteten, es habe nach einem US-Angriff im Bereich der Insel Larak in der Straße von Hormus mehrere Tote gegeben. Das US-Militär machte zunächst keine Angaben zu möglichen Opfern und nannte keine weiteren Details zu den Angriffen auf die iranischen Ziele. Trump: Angereichertes Uran des Iran wird zerstört werden Das im Iran bereits angereicherte Uran soll nach den Worten von US-Präsident Donald Trump in den USA oder an einem anderen Ort zerstört werden. Entweder es werde "sofort" an die USA übergeben, um in die Vereinigten Staaten gebracht und dort zerstört zu werden, oder in Zusammenarbeit und Abstimmung mit dem Iran vor Ort oder andernorts zerstört, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social . Der Prozess solle von Atomenergie-Experten überwacht werden, sagte Trump – und verwies auf die "Atomenergie-Kommission". Unklar war zunächst, ob er damit eine US-Behörde oder die Internationale Atomenergie-Organisation IAEO mit Sitz in Wien meinte. Offen blieb auch, ob Trump einen aktuellen Stand aus Verhandlungen rund um ein mögliches Rahmenabkommen für ein Ende des Iran-Kriegs spiegelte – also ob die Zerstörung des Urans bislang nur eine Forderung ist, die die US-Regierung in den Gesprächen erhebt oder ob dies ein bereits vereinbarter Bestandteil eines möglichen Friedensdeals sein könnte. Der Umgang mit den etwa 400 Kilogramm hoch angereicherten Uran ist ein zentraler Streitpunkt in den Verhandlungen. Am Wochenende hatte Trump angekündigt, dass ein Rahmenabkommen "weitgehend" ausgehandelt worden sei. Mehrere Explosionen im Iran nahe Straße von Hormus Außer in der iranischen Stadt Bandar Abbas sind iranischen Medienberichten zufolge auch in anderen Küstengebieten an der Straße von Hormus Explosionen zu hören. Die Ursachen seien unklar. Der Nachrichtenagentur Tasnim zufolge waren in Bandar Abbas drei Detonationen zu hören. Die Agentur Fars meldet ähnliche Geräusche in der Nähe der Städte Sirik und Dschask an der strategisch wichtigen Meerenge. Hisbollah meldet Angriffe auf Israel – Armeekasernen im Visier Die libanesische Terror-Miliz Hisbollah hat nach eigenen Angaben erneut mehrere Ziele in Israel angegriffen. Es seien im Norden des Nachbarlandes drei Armeekasernen und ein Militärstützpunkt ins Visier genommen worden, erklärte die Terrororganisation am Montagabend. Sie begründete ihre Angriffe mit "Verstößen gegen die Waffenruhe" durch Israel, das seinerseits eine Verstärkung der Angriffe im Libanon angekündigt hat. Die Hisbollah führte ihre Angriffe nach eigenen Angaben am Montag gegen Mittag aus. Die Attacken auf die israelischen Militäreinrichtungen seien in kurzen Abständen erfolgt. Eigentlich gilt zwischen Israel und dem Libanon seit Mitte April eine Waffenruhe. Zuvor war der Libanon Anfang März in den Iran-Krieg hineingezogen worden. Montag, 25. Mai Iranischer Präsident ordnet Freischaltung des Internets an Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat die Freischaltung des internationalen Internets angeordnet. Damit reagierte er auf eine Entscheidung eines "Sonderstabs", der zuvor mehrheitlich für die Wiederfreigabe gestimmt hatte. Laut der regimenahen Nachrichtenagentur Fars musste der Beschluss vor Inkrafttreten noch vom Präsidenten bestätigt werden. Ein konkretes Datum für die Entsperrung wurde bislang nicht genannt. Mitte Mai hatten iranische Medien jedoch über eine mögliche Freischaltung am 5. Juni berichtet. Die Regierung hatte den Zugang zum weltweiten Internet seit Kriegsbeginn am 28. Februar nahezu vollständig blockiert. Seither konnten die rund 90 Millionen Iraner nur das sogenannte "nationale Internet" nutzen, in dem ausschließlich staatlich genehmigte Webseiten erreichbar sind. Die Sperre hatte neben gesellschaftlichen auch erhebliche wirtschaftliche Folgen. Besonders betroffen waren die mehr als eine Million Online-Händler im Land, deren Einnahmen durch die Blockade massiv eingeschränkt wurden. Offiziell begründet der Staat die Abschaltung mit Sicherheitsbedenken. Beobachter gehen jedoch davon aus, dass die Führung vor allem verhindern wollte, dass Berichte, Bilder und Videos über das tatsächliche Ausmaß der Kriegsschäden sowie über die Stimmung im Land in sozialen Medien verbreitet werden. Netanjahu: "Wir befinden uns im Krieg mit der Hisbollah" Israel befindet sich laut Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in einem "Krieg mit der Hisbollah". Die Angriffe würden verstärkt und die Intensität erhöht, kündigte Netanjahu auf Telegram an. Die Hisbollah-Miliz greife Israel mit verschiedenen Arten von Drohnen an, sagte Netanjahu weiter. Ein Spezialteam arbeite daran, dieses Problem zu lösen. Nach Angaben des Ministerpräsidenten haben die israelischen Streitkräfte in den vergangenen Wochen mehr als 600 Kämpfer der Hisbollah-Miliz getötet. Netanjahu bezeichnete die Mitglieder der schiitischen Organisation als Terroristen. "Aber wir nehmen den Fuß nicht vom Gas", sagte Netanjahu. "Im Gegenteil, ich habe gesagt, man solle noch stärker aufs Gas drücken. Wir werden sie hart treffen." Die israelische Armee gab auf X bekannt, dass sie die Hisbollah in der Bekaa-Ebene sowie anderen Landesteilen angegriffen habe. Zuvor hatte die Armee zwei weitere Drohnenangriffe der Hisbollah auf den Norden Israels gemeldet. Es habe keine Verletzten gegeben. Israelischen Presseberichten zufolge hat die Armee bislang keine Lösung gegen diese Drohnenangriffe gefunden. Zwischen Israel und der Hisbollah gilt seit April 2026 eigentlich eine Waffenruhe. Die gegenseitigen Angriffe wurden jedoch nicht eingestellt. Israel verbleibt auch mit Truppen im Südlibanon. Die Hisbollah lehnt Verhandlungen mit Israel ab. Iran äußert sich zum Gesundheitszustand von Chamenei Irans oberster Führer Modschtaba Chamenei wurde verletzt. Sein Gesundheitsministerium spricht jetzt von harmlosen Blessuren. Mehr dazu lesen Sie hier . Straße von Hormus: Iran warnt vor neuen Kosten Der Iran hat auf Berichte über ein mögliches Abkommen mit den USA zur Beendigung des Krieges reagiert. Außenministeriumssprecher Esmail Baghaei bestätigte am Montag in Teheran zwar Gespräche über ein Rahmenabkommen, dämpfte aber Erwartungen an eine schnelle Einigung. In dem Abkommen geht es auch um die Öffnung der Straße von Hormus. Durch die Meerenge verlaufen rund 20 Prozent der weltweiten Öl- und Gaslieferungen. Der Iran hatte den Schiffsverkehr dort seit Beginn des Konflikts massiv eingeschränkt. Nach Angaben iranischer Staatsmedien beraten Teheran und Oman derzeit über neue Regeln für die Passage von Schiffen. Baghaei schloss mögliche "Mautgebühren" für die Wasserstraße aus, stellte aber neue Kosten in Aussicht. "Es ist nur natürlich, dass die von uns erbrachten Dienstleistungen, wie die Navigation und der Schutz des Ökosystems der Meerenge mit Kosten verbunden sind", sagte er. Diese sollten "nicht als Mautgebühren betrachtet werden". Baghaei behauptete: "Es geht uns nicht um Geld". Trump drängt auf den nächsten Deal US-Präsident Donald Trump hat mehrere Länder der muslimischen Welt aufgerufen, im Zuge einer möglichen Friedensvereinbarung mit dem Iran dem sogenannten Abraham-Abkommen über eine Normalisierung der Beziehungen mit Israel beizutreten. In einem langen Beitrag auf seinem Netzwerk Truth Social listete Trump am Montag die Länder auf, mit deren Führung er am Samstag über Möglichkeiten zur Beendigung des Iran-Kriegs gesprochen hätte. Für diese Länder – die Türkei, Ägypten , Saudi-Arabien , Katar, Jordanien und Pakistan – solle es "verpflichtend" sein, gleichzeitig das Abraham-Abkommen zu unterzeichnen. "Es wäre möglich, dass ein oder zwei (der Länder) einen Grund haben, nicht mitzumachen, und das würde auch akzeptiert werden, aber die meisten sollten dazu bereit und willens sein, und so diese Vereinbarung mit dem Iran zu einem weit historischeren Ereignis zu machen, als es sonst sein würde", schrieb Trump weiter. Saudi-Arabien und Katar sollten sofort unterschreiben und alle anderen folgen. "Wenn sie es nicht tun, sollten sie nicht Teil dieses Deals sein, weil es schlechte Absichten offenbart." Mit dem Abraham-Abkommen hatte Trump während seiner ersten Amtszeit eine historische Annäherung zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrain, Marokko und dem Sudan vermittelt. Im vergangenen Jahr trat auch die ehemalige Sowjetrepublik Kasachstan dem Abkommen bei, die indes schon seit 1992 diplomatische Beziehungen zu Israel unterhalten hatte. Ben-Gvir fordert Rückkehr zum Krieg Itamar Ben-Gvir, Israels rechtsextremer nationaler Sicherheitsminister, hat inmitten des noch laufenden Waffenstillstandsabkommens zur Rückkehr zu einem "intensiven Krieg" im Libanon aufgerufen. Das Abkommen war vergangene Woche verlängert worden. "Es ist verboten, die Realität von Sprengstoffdrohnen zu normalisieren; es ist an der Zeit, dass der Premierminister auf Trumps Tisch hämmert und ihm mitteilt, dass wir zum Krieg im Libanon zurückkehren werden", schrieb er auf der Plattform X. "Wir müssen den Strom im Libanon abstellen, Dahieh erobern und zu einem intensiven Krieg zurückkehren." Israel: Neue Evakuierungsaufforderung für Süden des Libanon Die israelische Armee hat am Montag eine neue Evakuierungsaufforderung für die Bewohner von zehn Dörfern im Süden des Libanon herausgegeben. "Angesichts der Verletzung des Waffenruheabkommens durch die Hisbollah sind die israelischen Streitkräfte gezwungen, mit Gewalt gegen die Miliz vorzugehen", erklärte der arabischsprachige Sprecher der Armee, Avichai Adraee, am Montag im Onlinedienst X. Die Bewohner der entsprechenden Dörfer sollten sich "mindestens 1.000 Meter" von ihren Häusern entfernen und "auf offene Flächen begeben", fügte Adraee hinzu. Im Weiteren folgte eine Liste der betroffenen Dörfer, deren größter Teil in der Region Nabatäa liegt. Zwischen den Nachbarländern gilt seit Mitte April eigentlich eine Waffenruhe, die unlängst unter US-Vermittlung um weitere 45 Tage verlängert worden war. Israel und die Hisbollah werfen sich seitdem jedoch immer wieder gegenseitig Verstöße gegen das Waffenruhe-Abkommen vor. Iran zu Gesprächen über Atomprogramm mit USA bereit Der Iran ist nach Angaben eines hochrangigen iranischen Diplomaten zu Gesprächen mit den USA über sein Atomprogramm und sein hochangereichertes Uran bereit. Voraussetzung sei, dass die Regierung in Washington ihre Verpflichtungen aus einer geplanten Absichtserklärung erfülle, sagt der Außenpolitiker Hossein Nuschabadi der iranischen Nachrichtenagentur Isna. Diese Themen sollen im Rahmen von 60-tägigen Verhandlungen erörtert werden. Im Gegenzug fordere der Iran die Aufhebung von Sanktionen und die Freigabe von Auslandsguthaben. Hoffnung auf Abkommen drückt Ölpreise auf Zwei-Wochen-Tief Die Hoffnung auf ein Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran hat die Ölpreise am Montag auf den tiefsten Stand seit über zwei Wochen gedrückt. Zu Beginn des Börsenhandels in Asien sank der Preis der Sorte North Sea Brent am Montagmorgen um 5,1 Prozent auf 98,22 Dollar (84,65 Euro) pro Barrel. Bei der Erdöl-Sorte West Texas Intermediate ging der Preis um 4,73 Prozent auf 92,03 Dollar pro Barrel zurück. Die Aussichten auf eine rasche Einigung bleiben nach widersprüchlichen Signalen aus Washington jedoch ungewiss. US-Präsident Donald Trump hatte am Samstag noch erklärt, Washington und Teheran hätten eine Absichtserklärung zur Wiedereröffnung der für den Öltransport wichtigen Straße von Hormus "weitgehend ausgehandelt". Am Sonntag dämpfte er jedoch die Hoffnungen auf einen raschen Durchbruch. "Trotz aller verbleibenden Vorbehalte und Risiken mit Blick auf das Friedensabkommen und die Straße von Hormus gibt es nun Licht am Ende des Tunnels", sagte Analyst Saul Kavonic vom Finanzdienstleister MST Marquee. Dies werde kurzfristig für eine gewisse Entlastung bei den Ölpreisen sorgen. Experten gehen jedoch davon aus, dass die durch den Ende Februar begonnenen Krieg ausgelöste Energiekrise andauern wird. Auch die asiatische Leitbörse in Tokio zog in der Hoffnung auf ein Ende des Iran-Kriegs an. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte kletterte erstmals über die psychologisch wichtige Marke von 65.000 Punkten und notierte rund eineinhalb Stunden nach Handelsbeginn ein deutliches Plus von 1.992,20 Punkten oder 3,15 Prozent beim Zwischenstand von 65.331,27 Zählern. Monatelange Blockade: Weitere Tanker verlassen Straße von Hormus Nach monatelanger Blockade wegen des Krieges der USA und Israels gegen den Iran haben weitere Tanker die Straße von Hormus verlassen. Ein mit Flüssigerdgas (LNG) beladenes Schiff ist am Montag auf dem Weg nach Pakistan aus der Meerenge ausgefahren, wie aus Schifffahrtsdaten der LSEG und von Kpler hervorging. Bereits am Samstag verließ ein Supertanker mit irakischem Rohöl für China die Region. Beide Schiffe saßen fast drei Monate lang fest und gehören zu einer Handvoll Tanker, die den Persischen Golf in diesem Monat über eine vom Iran vorgeschriebene Transitroute verlassen. Bereits in der vergangenen Woche hatten sich drei große Rohöltanker mit sechs Millionen Barrel auf den Weg nach China und Südkorea gemacht. Am Sonntag meldete die iranische Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf die Marine der iranischen Revolutionsgarden, dass binnen 24 Stunden 33 Schiffe die Meerenge mit einer Genehmigung des Iran passiert hätten. Dennoch bleiben die Auswirkungen des Konflikts auf die Handelsschifffahrt massiv: Etwa 20.000 Seeleute sitzen weiterhin auf Hunderten von Schiffen im Persischen Golf fest. Vor Ausbruch des Krieges passierten durchschnittlich 125 bis 140 Schiffe täglich die strategisch wichtige Meerenge. Sonntag, 24. Mai Iran-Verhandlungen laufen weiter US-Präsident Donald Trump hat einen Durchbruch in den Verhandlungen über ein Ende des Iran-Kriegs angekündigt – und die aufkommende Hoffnung nach nur einer Nacht wieder gedämpft. Er habe seine Vertreter angewiesen, "nichts zu überstürzen", schrieb Trump am Sonntagvormittag (US-Ortszeit) auf seiner Plattform Truth Social. Es dürfe "keine Fehler" geben. US-Außenminister Marco Rubio hatte zuvor in Indien in Aussicht gestellt, die Welt würde möglicherweise schon in den kommenden Stunden "gute Nachrichten" zu hören bekommen. Auch Trump hatte sich am Samstag deutlich zuversichtlicher geäußert. Im Kern geht es bei den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran zunächst um ein sogenanntes Memorandum of Understanding (MoU), eine Art Rahmenvereinbarung für weitere Friedensgespräche, die insbesondere für die Straße von Hormus von großer Bedeutung sein soll. Hier lesen Sie mehr. Iranische Armee schießt wohl israelische Drohne ab Die iranische Armee hat in der Provinz Hormozgan eine israelische Spionage- und Überwachungsdrohne abgeschossen. Dies meldet die iranische Nachrichtenagentur Mehr. Die Trümmer der Drohne vom Typ Orbiter wurden der Agentur zufolge in Zusammenarbeit mit der iranischen Marine entdeckt. Palästinenser: Tote bei israelischem Luftangriff auf Flüchtlingslager Bei einem israelischen Luftangriff auf ein Flüchtlingslager im Gazastreifen sind nach Angaben der örtlichen Gesundheitsbehörden drei Menschen getötet worden. Unter den Toten seien ein sechs Monate altes Kind und seine Eltern. Der Angriff habe eine Wohnung im Flüchtlingslager Nuseirat im Zentrum des Gebiets getroffen, heißt es. Eine Stellungnahme des israelischen Militärs lag zunächst nicht vor. Seit Inkrafttreten einer im Oktober von US-Präsident Donald Trump vermittelten Waffenruhe wurden nach Angaben der palästinensischen Behörden rund 880 Menschen im Gazastreifen getötet. Das israelische Militär meldet im selben Zeitraum vier getötete Soldaten. Die indirekten Verhandlungen über eine Entwaffnung der Hamas stecken derzeit in einer Sackgasse. USA und Iran wohl vor Verlängerung von Waffenruhe Die USA und der Iran stehen einem Medienbericht zufolge kurz vor der Unterzeichnung eines Abkommens über eine 60-tägige Verlängerung einer Waffenruhe. Während dieser Zeit soll die Straße von Hormus wieder geöffnet werden und der Iran wieder Öl verkaufen dürfen, berichtet das Nachrichtenportal "Axios" unter Berufung auf einen US-Regierungsvertreter. Die Schifffahrtsroute ist seit Beginn von US-israelischen Angriffen auf den Iran im Februar für den Großteil des Schiffsverkehrs gesperrt. Zuletzt gab es widersprüchliche Angaben zum Stand der Gespräche: Während US-Präsident Donald Trump erklärte, ein Friedensabkommen sei weitgehend ausgehandelt, meldete die iranische Nachrichtenagentur Fars, diese Behauptung sei "nicht mit der Realität vereinbar". Samstag, 23. Mai Iran will weiter Straße von Hormus verwalten Die Straße von Hormus bleibt einem Bericht der iranischen Nachrichtenagentur Fars zufolge unter der Verwaltung des Iran, anders als von US-Präsident Donald Trump angekündigt. Das bestätigte auch ein iranischer Militärsprecher. Trump: Gespräche positiv – Straße von Hormus wird geöffnet Die Straße von Hormus soll im Rahmen eines Abkommens mit dem Iran wieder geöffnet werden, hat US-Präsident Donald Trump erklärt. Dies sei neben vielen anderen Punkten ein Element der Iran-Vereinbarung. Ein Abkommen mit dem Iran ist US-Präsident Donald Trump zufolge weitgehend ausgehandelt worden. Die letzten Details dieser Vereinbarung würden noch besprochen und in Kürze bekanntgegeben. Trump sprach auf "Truth Social" von positiven Gesprächen mit Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu und Vertretern arabischer Länder. Die USA, der Iran und Vermittler Pakistan sprachen von Fortschritten bei den diplomatischen Bemühungen. "Es wurden einige Fortschritte gemacht", sagte US-Außenminister Marco Rubio am Rande seines Indien-Besuchs. Der iranische Außenamtssprecher Ismail Baghai sprach von einer "Annäherung der Standpunkte", und Pakistans Militär gar von "ermutigenden Fortschritten", die in den vergangenen 24 Stunden erzielt worden seien. Nach übereinstimmenden US-Medienberichten arbeiten Washington und Teheran mit Vermittlern an einer Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) mit 14 Punkten. Das Papier soll einen Rahmen für Verhandlungen schaffen und den Krieg formell beenden. Iran und Pakistan übermitteln neuen Vorschlag zur Beendigung des Kriegs Der Iran und Pakistan haben den USA Insidern zufolge einen überarbeiteten Vorschlag übermittelt, der eine Beendigung des Iran-Kriegs und eine Öffnung der Straße von Hormus vorsieht. Eine Antwort der US-Regierung werde bis Sonntag erwartet, sagten zwei mit den Verhandlungen vertraute Personen aus Pakistan der Nachrichtenagentur Reuters. Die "Times of Israel" berichtet unterdessen, dass Trump sich wohl heute Abend noch mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu dazu beraten will. Iran warnt USA vor Wiederaufnahme der Kampfhandlungen Irans Chefunterhändler und Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf hat die USA vor einer Wiederaufnahme des Krieges gewarnt. Der Iran werde bei den Rechten seiner Nation und seines Landes keine Kompromisse eingehen, sagt Ghalibaf dem pakistanischen Armeechef bei einem Treffen in Teheran laut einem Bericht des Staatsfernsehens. Die iranischen Streitkräfte hätten ihre Fähigkeiten während der Waffenruhe wiederaufgebaut, erklärt er weiter. Sollten die USA "törichterweise den Krieg wieder aufnehmen", wären die Konsequenzen "noch vernichtender und bitterer". Pakistanischer Armeechef berät in Teheran mit iranischer Staatsspitze Irans Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf trifft sich in Teheran mit dem pakistanischen Armeechef Asim Munir. Die Gespräche seien Teil der laufenden diplomatischen Bemühungen angesichts der regionalen Spannungen, berichten iranische Staatsmedien. Munir kommt bei seinem Besuch im Iran zudem mit Präsident Massud Peseschkian im Beisein von Außenminister Abbas Aragtschi zusammen. Trump erwägt wohl neue Angriffe auf den Iran Ungeachtet der intensiven diplomatischen Bemühungen um ein Ende des Iran-Kriegs erwägt US-Präsident Donald Trump Medienberichten zufolge neue Angriffe auf die Islamische Republik. Der US-Sender CBS und das Nachrichtenportal "Axios" berichteten am Freitag, die USA würden sich auf eine mögliche Wiederaufnahme der Militärangriffe vorbereiten. Derweil traf Pakistans Armeechef Asim Munir für Vermittlungsgespräche in Teheran ein. "Axios" berichtete unter Berufung auf zwei US-Regierungsvertreter, Trump habe am Freitagmorgen eine Sitzung mit seinen engsten Sicherheitsberatern abgehalten. Der Präsident sei zunehmend "frustriert" über die Verhandlungen mit Teheran – und tendiere inzwischen eher zu neuen Angriffen als zu einer Fortsetzung der Diplomatie. CBS berichtete unter Berufung auf anonyme Quellen, US-Militär- und Geheimdienstvertreter hätten ihre Reisepläne für das lange Wochenende angesichts möglicher Angriffe gestrichen. CBS wie auch "Axios" berichteten aber auch, eine Entscheidung für eine Wiederaufnahme der Kampfhandlungen sei noch nicht getroffen worden. Trump selbst hatte am Freitag auf seiner Onlineplattform Truth Social erklärt, er könne wegen "Umständen" nicht an der bevorstehenden Hochzeit seines ältesten Sohnes Donald Trump Jr. teilnehmen. "Ich halte es für wichtig, während dieser wichtigen Zeit in Washington DC, im Weißen Haus, zu bleiben." Nähere Angaben zu den von ihm genannten Umständen machte der US-Präsident nicht. Freitag, 22. Mai EU bereitet Sanktionen gegen Iran vor Die EU hat den Weg für Sanktionen gegen Einzelpersonen und Organisationen im Iran wegen der Blockade der für den Welthandel wichtigen Straße von Hormus geebnet. "Die Maßnahmen des Iran gegen Schiffe, die die Straße von Hormus passieren, verstoßen gegen das Völkerrecht", erklärte am Freitag der Europäische Rat. Der Rat beschloss nach eigenen Angaben, bestehende Sanktionen gegen den Iran auszuweiten. Die Maßnahmen sollen nun auch auf "Personen und Organisationen" angewendet werden, "die an den Handlungen des Iran beteiligt sind", welche die Freiheit der Schifffahrt in der Region bedrohten. Zu den möglichen Sanktionen gehören Verbote der Einreise und Durchreise in der EU und das Einfrieren von Vermögenswerten. Europäischen Unternehmen und Bürgern ist es zudem untersagt, mit Menschen Geschäfte zu tätigen, die auf der Sanktionsliste stehen. Die EU nannte zunächst keine Namen von Personen oder Organisationen, gegen die sich die neuen Sanktionen richten sollen. Pakistans Armeechef reist nach Teheran Inmitten neuer Verhandlungsbemühungen im Iran-Krieg reist Pakistans Armeechef Asim Munir nach Teheran. Munir sei unterwegs, um den Entwurf für eine Vereinbarung zwischen den USA und dem Iran zu besprechen, hieß es aus pakistanischen Sicherheitskreisen. Munir solle die iranische Führung treffen. In pakistanischen Sicherheitskreisen wird Optimismus verbreitet, dass eine Vorvereinbarung zwischen den USA und dem Iran greifbar sei. Munir hätte demnach eigentlich am Donnerstag nach Teheran reisen sollen. Er habe jedoch auf grünes Licht der iranischen Verhandler gewartet, dass tatsächlich eine erste Einigung erzielt werden kann. Um welche Punkte es dabei gerade genau geht, ist nicht bekannt. Feldmarschall Asim Munir werden gute Kontakte zu US-Präsident Donald Trump nachgesagt. Er gilt als Vermittler zwischen den Kriegsparteien. Der pakistanische Innenminister und Vertraute von Munir, Mohsin Naqvi, ist bereits in Teheran. Er habe sich dort in den vergangenen Tagen mehrfach mit dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi zum Austausch getroffen, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim. Iran lässt 35 Schiffe Straße von Hormus passieren Nach iranischen Angaben sollen in den vergangenen 24 Stunden 35 Schiffe die für den Energiehandel wichtige Straße von Hormus passiert haben. Dies sei in Koordination mit der Marine der iranischen Revolutionsgarden erfolgt, zitierte der iranische staatliche Rundfunk eine Mitteilung der Streitkräfte. Es handelte sich den Angaben nach um Öltanker, Frachter und andere Handelsschiffe. Teheran betont stets, die Straße von Hormus sei nicht blockiert. Faktisch müssen sich Reedereien jedoch mit iranischen Kontaktstellen koordinieren und dürfen anschließend nur einen Korridor nahe der iranischen Küste passieren. Dafür verlangt die iranische Führung hohe Gebühren. Völkerrechtlern zufolge verstoßen solche Gebühren gegen das Recht auf Transitpassage. Plant der Iran einen Überraschungsangriff? Der Iran könnte nach Angaben von Geheimdienstvertretern einen Überraschungsangriff mit Raketen und unbemannten Luftfahrzeugen (Drohnen) gegen Israel und mehrere Golfstaaten planen. Das berichtet die "Jerusalem Post". Die Möglichkeit eines präventiven iranischen Angriffs war demnach Thema einer israelischen Lagebeurteilung mit ranghohen Militärs und Verteidigungsminister Israel Katz. Die Warnungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die USA und Iran weiterhin über eine Waffenruhe verhandeln. Berichten zufolge sind sich US-Präsident Donald Trump und Premierminister Benjamin Netanjahu uneins darüber, wie mit dem Iran weiter vorgegangen werden soll. Rubio: Trump sehr enttäuscht von Nato US-Präsident Donald Trump ist "sehr enttäuscht" von Bündnismitgliedern, die den USA die Nutzung von Stützpunkten auf ihrem Territorium für den Iran-Krieg verweigert hätten. Dies erklärt US-Außenminister Marco Rubio vor seiner Abreise zum Nato-Außenministertreffen in Schweden. "Es gibt Länder wie Spanien, die uns die Nutzung dieser Stützpunkte verweigern – warum sind sie dann in der Nato? Das ist eine sehr berechtigte Frage", sagt Rubio vor Journalisten in Miami. Donnerstag, 21. Mai Teheran beansprucht Kontrolle bis zu Häfen der Emirate Der Iran hat nach eigenen Angaben seinen Anspruch zur Kontrolle der Straße von Hormus bis in das Hoheitsgebiet der Vereinigten Arabischen Emirate ausgeweitet. Das teilte die neu gegründete iranische Behörde zur Kontrolle der Meerenge am Mittwoch (Ortszeit) im Onlinedienst X mit. Demnach soll ihre "regulatorische Zuständigkeit" das Gebiet im Persischen Golf von dem iranischen Hafen Kuh-e Mubarak bis in die Gewässer südlich des wichtigen emiratischen Hafens Fudschaira umfassen sowie von der iranischen Insel Keschm bis zur Stadt Umm al-Kuwain in den Emiraten. Für eine "Durchfahrt durch dieses Gebiet zum Zwecke der Durchquerung der Straße von Hormus" sei demnach "eine Abstimmung mit der Behörde" sowie deren Genehmigung erforderlich, fügte die Behörde neben einer entsprechenden Karte der Meerenge hinzu. Die Emirate widersprachen den Aussagen aus Teheran nachdrücklich und wiesen das von der iranischen Behörde behauptete Kontrollgebiet als "Wunschtraum" zurück. Teheran versuche, "eine neue Realität zu schaffen, die aus einer klaren militärischen Niederlage hervorgeht", erklärte der emiratische Regierungsberater Anwar Gargasch auf X. In dem vom Iran beanspruchten Gebiet liegt auch der Hafen Khor Fakkan. Dort ist der wöchentliche Containerverkehr seit Beginn des Iran-Kriegs von 2.000 auf 50.000 angestiegen. Zuletzt schickte Saudi-Arabien dort täglich tausende Lastwagen hin , um die Blockade der Straße von Hormus in Teilen zu umgehen. Iran soll Attentate auf zwei prominente Deutsche geplant haben Ein mutmaßlicher Agent soll Attentate auf Volker Beck und Josef Schuster vorbereitet haben. Die Bundesanwaltschaft hat nun Anklage gegen zwei Männer erhoben. Lesen Sie den ganzen Artikel hier . London bestellt israelische Diplomatin ein Nach der international scharf kritisierten Behandlung von pro-palästinensischen Aktivisten der Gaza-Hilfsflotte in Israel hat Großbritannien die Geschäftsträgerin der israelischen Botschaft einbestellt. "Dieses Verhalten verstößt gegen die grundlegendsten Normen des Respekts und der Würde gegenüber Menschen", erklärt das britische Außenministerium. "Wir sind zudem zutiefst besorgt über die dargestellten Haftbedingungen und haben von den israelischen Behörden eine Erklärung verlangt. Wir haben ihnen ihre Verpflichtung zum Schutz der Rechte aller Beteiligten deutlich gemacht." Israels rechtsextremer Polizeiminister Itamar Ben-Gvir hatte am Mittwoch ein Video veröffentlicht , auf dem festgesetzte Gaza-Aktivisten mit auf dem Rücken gefesselten Händen und gesenkten Köpfen auf dem Boden knien mussten, während er mit einer israelischen Flagge an ihnen vorbeiging und sie verhöhnte. Neben Großbritannien haben deswegen auch andere Staaten bereits israelische Spitzendiplomaten einbestellt. USA und Israel setzten wohl auf berüchtigten Antisemiten Mahmud Ahmadinedschad galt lange als einer der radikalsten Politiker der Islamischen Republik. Ausgerechnet er sollte wohl den von Israel und den USA angestrebten Machtwechsel anführen. Mehr dazu lesen Sie hier . Staatsmedien: Pakistanischer Armeechef reist nach Teheran Der im Iran-Krieg als Vermittler auftretende pakistanische Armeechef Asim Munir wird am Donnerstag in Teheran erwartet. Munir werde "Gespräche und Konsultationen" mit den iranischen Behörden fortsetzen, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Isna. Nähere Details zum Inhalt der Treffen wurden nicht bekannt. Die Regierung in Teheran prüft derzeit nach eigenen Angaben einen neuen Vorschlag der USA zur Beendigung des Iran-Kriegs. Seit dem 8. April gilt im Konflikt des Iran mit den USA und Israel eine brüchige Waffenruhe. Die Verhandlungen über ein endgültiges Ende der gewaltsamen Auseinandersetzungen unter Vermittlung Pakistans brachten bislang jedoch keinen Durchbruch. Die USA und Israel hatten Ende Februar den Iran-Krieg mit Angriffen auf die Islamische Republik begonnen. Als Reaktion griff Teheran Ziele in Israel und in Nachbarstaaten in der Region an und blockierte weitgehend die für den Welthandel bedeutende Straße von Hormus vor seiner Küste. Die USA blockieren ihrerseits iranische Häfen. CNN: Iran fährt Drohnenproduktion wieder hoch Der Iran hat einem Medienbericht zufolge während der sechswöchigen Feuerpause bereits Teile seiner Drohnenproduktion wieder aufgenommen. Das Militär des Landes erhole sich deutlich schneller als zunächst angenommen, berichtete der Sender CNN unter Berufung auf US-Geheimdienstkreise. Die Nachrichtenagentur Reuters konnte den Bericht zunächst nicht unabhängig überprüfen. US-Präsident Donald Trump droht Teheran mit weiteren Angriffen, sollte das Land einem Friedensabkommen nicht zustimmen. Washington könne jedoch noch einige Tage auf die "richtigen Antworten" warten, sagt er. Wadephul kritisiert israelischen Polizeiminister In der Kontroverse um ein Video des israelischen Polizeiministers Itamar Ben-Gvir, das Gaza-Aktivisten in demütigender Weise zeigt , hat auch Außenminister Johann Wadephul das Verhalten des Politikers als "vollkommen inakzeptabel" bezeichnet. "Es widerspricht den Werten, für die Deutschland mit Israel gemeinsam stehen will, fundamental", sagte der CDU-Politiker in Berlin. Er sei seinem israelischen Amtskollegen Gideon Saar dankbar "für die klaren Worte, die er für dieses unsägliche Verhalten gefunden hat". Zuvor hatte bereits der deutsche Botschafter in Israel, Steffen Seibert, ähnliche Worte der Kritik gefunden. USA heben Sanktionen gegen UN-Expertin auf Die USA haben ihre Sanktionen gegen die UN-Expertin für die Palästinensergebiete, Francesca Albanese, aufgehoben. Dies berichtet das US-Finanzministerium auf seiner Webseite. Vergangene Woche hatte ein Bundesrichter die Sanktionen vorläufig blockiert. Zur Begründung hieß es, die Regierung von Präsident Donald Trump habe mit den Maßnahmen wahrscheinlich das Recht Albaneses auf freie Meinungsäußerung verletzt. Die US-Regierung hatte die Sanktionen im Juli 2025 verhängt. Sie warf der italienischen Anwältin vor, den Internationalen Strafgerichtshof zu Ermittlungen wegen Kriegsverbrechen gegen Vertreter der USA und Israels gedrängt zu haben. Albanese hatte Israel in einem Bericht eine "fortlaufende Genozid-Kampagne in Gaza" vorgeworfen. Ältere Nachrichten zum Krieg in Nahost lesen Sie hier .