Ukraine: Russische Chemiefabrik im Landesinneren mit Drohnen getroffen
Ungarn stoppt ukrainische Agrarprodukte. Im russischen Hafen Noworossijsk brennt ein Ölterminal. Alle Entwicklungen im Newsblog. Samstag, 23. Mai Ukraine: Russische Chemiefabrik im Landesinneren getroffen Die ukrainische Armee hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj eine große Chemiefabrik in der russischen Region Perm angegriffen. Die Produktion bei Metafrax Chemical in der rund 1.700 Kilometer von der Grenze entfernten Region sei nach dem Angriff eingestellt worden. Das Werk liefere wichtige Komponenten für die russische Rüstungsindustrie, darunter für Drohnen, Raketentriebwerke und Sprengstoffe. Unterdessen trifft eine russische Drohne einen Trauerzug am Rande der nordostukrainischen Stadt Sumy. Dabei werden nach Angaben des örtlichen Gouverneurs Ihor Kaltschenko ein Mensch getötet und weitere neun schwer verletzt. Lokalen Medienberichten zufolge traf eine gelenkte Angriffsdrohne die Straße in der Nähe eines Busses. Sumy liegt rund 30 Kilometer von der russischen Grenze entfernt. Russland rationiert Treibstoff auf Krim In der Hafenstadt Sewastopol auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim wird der Treibstoff für Autos rationiert. Die Abgabe ist bis auf Weiteres auf 20 Liter pro Fahrzeug begrenzt, teilt der örtliche Gouverneur Michail Raswoshajew mit. Er begründet den Schritt mit nicht näher genannten "logistischen Herausforderungen". In Sewastopol ist die russische Schwarzmeerflotte stationiert. Am Mittwoch meldete die Nachrichtenagentur Reuters, dass fast alle wichtigen Ölraffinerien in Zentralrussland nach ukrainischen Drohnenangriffen ihre Produktion stoppen oder drosseln mussten. Zudem gilt in Russland von April bis Ende Juli ein Exportverbot für Benzin. Der russische Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow erklärte am Donnerstag, die Behörden sähen keine Gefahr für die Kraftstoffversorgung. Brand in russischem Ölterminal nach Drohnenangriff Herabstürzende Drohnentrümmer verursachten nach offiziellen Angaben einen Brand in einem Ölterminal im russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk. Dabei wurde ein Mann verletzt, wie der Einsatzstab der südrussischen Region Krasnodar auf Telegram mitteilte. Mehrere Gebäude sowie das Tanklager der Anlage seien getroffen worden. Rettungskräfte seien im Einsatz gewesen. In der weiter nördlich gelegenen Hafenstadt Anapa beschädigten Drohnen dem Einsatzstab zufolge zudem Wohnhäuser. Freitag, 22. Mai Ungarn verhängt Import-Verbot gegen Ukraine Der ungarische Ministerpräsident Peter Magyar hat auf der Plattform X angekündigt, dass ukrainische Landwirtschaftsprodukte nicht mehr in sein Land importiert werden dürfen. Betroffen sind Rind-, Schweine-, Schaf- und Ziegenfleisch, Geflügel, Eier, Honig, Gemüse, Weizen, Roggen, Gerste, Mais, Buchweizen, Mehl, Sonnenblumenkerne, Speiseöl und Wein aus der Ukraine . Der ungarische Minister für Landwirtschaft und Ernährung, Szabolcs Bóna, hatte am Donnerstag erklärt, dass der Schutz der lokalen Wirtschaft für die Regierung oberste Priorität habe. Trump-Streit mit Nato: Jetzt sind sie traurig und enttäuscht Der große Schlagabtausch zwischen der Trump-Regierung und dem Rest der Nato bleibt beim Außenministertreffen in Schweden vorerst aus. Strittige Themen werden auf den Gipfel in der Türkei vertagt. Lesen Sie den ganzen Artikel hier . Russen zerstören 900 Paletten mit UN-Hilfsgütern in Dnipro Ein russischer Luftangriff auf die ukrainische Stadt Dnipro hat Hilfsgüter des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR im Wert von mehr als einer Million US-Dollar vernichtet. Es sei der erste derartige Angriff in mehr als vier Jahren Krieg gewesen, teilte die UN-Organisation in Genf mit. In einem angemieteten Lagerhaus seien 900 Paletten mit Hilfsgütern und Material für Notunterkünfte zerstört worden. Bei dem Angriff auf Dnipro am Mittwoch waren zudem zwei Menschen getötet und mehrere andere verletzt worden. "Der Treffer auf das Lagerhaus passierte vor dem Hintergrund einer allgemeinen Eskalation der Angriffe im ganzen Land", erklärte das UNHCR. Die Zahl ziviler Opfer durch die russischen Attacken sei in diesem Jahr stark gestiegen. Die Organisation kritisierte auch Angriffe auf eindeutig gekennzeichnete UN-Hilfskonvois in den Gebieten Dnipropetrowsk und Cherson vergangene Woche. In einem Fall war ein Fahrer verletzt worden. Westliche Geheimdienste alarmiert: Stationiert Putin Atomraketen am Grund der Arktis? Ein russisches Spezialschiff steht im Fokus westlicher Geheimdienste. Die Sorge: Es könnte Atomraketen auf dem Meeresboden platzieren. Lesen Sie den ganzen Artikel hier . Putin soll sich Frist für Kriegsende gesetzt haben Russlands Präsident Wladimir Putin will den Krieg gegen die Ukraine der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge bis Jahresende beenden – allerdings nur, wenn Moskau zentrale Ziele durchsetzen kann. Dazu zählt dem Bericht zufolge die vollständige Kontrolle über die Region Donezk im Osten der Ukraine sowie ein Sicherheitsabkommen mit Europa, das russische Gebietsgewinne faktisch anerkennen würde. Der Kreml bestreitet, dass Putin sich eine Frist gesetzt habe. Gleichzeitig wächst dem Bericht zufolge in Teilen der russischen Elite die Nervosität. Einige hochrangige Kremlvertreter sollen den Krieg als festgefahren ansehen. Der Russland-Experte Nigel Gould-Davies warnt, Moskau werde zur Fortsetzung des Krieges voraussichtlich eine weitere Teilmobilmachung brauchen. USA genehmigen Millionenverkauf für ukrainische Flugabwehr Die USA haben den Verkauf von Ausrüstung im Wert von 108,1 Millionen US-Dollar an die Ukraine genehmigt. Das Paket soll das Flugabwehrsystem Hawk unterstützen, wie das US-Außenministerium mitteilte. Das Hawk-System ist ein in den USA hergestelltes Luftverteidigungssystem, das Flugzeuge, Drohnen und Marschflugkörper in Entfernungen von bis zu 40–50 Kilometern abfangen kann, abhängig von der jeweiligen Raketenvariante. Die Ukraine erhielt die Waffen bereits Ende 2022 von westlichen Partnern, um ihre Luftverteidigung gegen russische Angriffe zu stärken. Das Paket umfasst Wartungs-, Reparatur- und Modifikationsleistungen, Ersatzteile, Logistikassistenz und technische Unterstützung für FrankenSAM Hawk-Systeme. Der Verkauf der Ausrüstung erfolgt im Rahmen des Programms für ausländische Militärverkäufe, wobei die in Colorado ansässige Sierra Nevada Corporation als Hauptauftragnehmer fungiert. Mehr als 30 Verletzte in russisch besetztem Gebiet Luhansk Im russisch besetzten Gebiet Luhansk sind nach Angaben der Besatzungsbehörden mindestens 35 Menschen bei einem ukrainischen Drohnenangriff verletzt worden. Die Drohnen seien in eine Berufsschule und ein Wohnheim in Starobilsk eingeschlagen, in dem sich 86 Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren befanden, teilte der von Moskau eingesetzte Verwaltungschef Leonid Passetschnik im sozialen Netzwerk VK mit. Unter den Trümmern seien noch Minderjährige verschüttet, schrieb er. Selenskyj berät mit Partnern – welche Rolle spielt Europa? Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will heute mit den Staats- und Regierungschefs aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien über den stockenden Friedensprozess beraten. "Ich habe ein Gespräch mit den Partnern der E3 (Europa 3) geplant", sagte er in einer Videobotschaft, die in der Stadt Slawutytsch nördlich von Kiew aufgezeichnet wurde. "Wir werden darüber sprechen, wie unser gemeinsamer Druck und unsere gemeinsame diplomatische Arbeit die Lage real beeinflussen können", sagte Selenskyj, ohne weitere Details zu nennen. Angaben zum Format des Gesprächs machte er nicht. Weil er in der Ukraine ist, dürfte es auf eine Videoschalte mit Bundeskanzler Friedrich Merz , Präsident Emmanuel Macron und Premierminister Keir Starmer hinauslaufen. Die Bemühungen um ein Ende des seit mehr als vier Jahren dauernden russischen Angriffskriegs lagen in den vergangenen Wochen auf Eis. Die USA, die sich nicht primär als Verbündete der Ukraine sehen, sondern als Vermittler, sind seit Ende Februar durch den Iran-Krieg abgelenkt. Die europäischen Verbündeten Kiews waren bislang eher am Rande beteiligt. Sie diskutieren aber, mit welchen Forderungen und welchen Unterhändlern man mit Russland über ein Kriegsende reden sollte. Moskau nennt sich gesprächsbereit, rückt aber nicht von seinen maximalen Kriegszielen ab. Starlink für Russen gesperrt: Ukraine macht wohl Geländegewinne Die Ukraine hat wohl von der Sperrung russischer Starlink-Terminals profitiert. In einem US-Geheimdienstbericht, aus dem Bloomberg zitiert, heißt es: Die russischen militärischen Fähigkeiten in der Ukraine seien "vorübergehend, aber erheblich geschwächt" worden. Die Ukraine und der Betreiber SpaceX hatten im Februar "tausende Starlink-Terminals deaktiviert, die russische Kräfte illegal zur Koordinierung von Drohnenbewegungen und Angriffen in Gebieten genutzt hatten, in denen die Kommunikation unzuverlässig oder leicht zu stören war". Russische Telegramkanäle berichteten von starken Einschränkungen von Bewegungen an der Front und unterbrochener Kommunikation. Seit Anfang des Jahres haben die ukrainischen Verteidigungskräfte den Angaben zufolge deshalb etwa 400 Quadratkilometer Gebiet zurückgewonnen. Kreml: Medien sollen weniger über Verbote berichten Der Kreml hat laut einem Bericht Einfluss auf die Berichterstattung russischer Medien über Zensurmaßnahmen genommen. Das Oppositionsmedium Meduza hat unter Berufung auf drei Mitarbeiter kremlnaher und staatlicher Medien berichtet, dass die politische Abteilung der Präsidialverwaltung entsprechende Vorgaben gemacht habe. Demnach sollten Medien den Begriff "Verbot" in Artikeln möglichst vermeiden. Nach Angaben der Quellen habe die Präsidialverwaltung zudem empfohlen, weniger über Verbote, Einschränkungen und Geldstrafen im Zusammenhang mit der Meinungs- und Redefreiheit zu berichten. Entscheidungen der russischen Regierung zur Aufhebung von Verboten dürften dagegen weiterhin thematisiert werden. Die Maßnahmen dienten laut dem Bericht vermutlich dazu, das öffentliche Bild der Partei Einiges Russland vor der Duma-Wahl im September 2026 zu verbessern. Eine der ersten russischen Drohnen-Studenten gefallen Die russische Armeeführung hat in den vergangenen Monaten an Universitäten Studenten als Rekruten geworben, und die ersten Rekruten sind bereits im Fronteinsatz. Angeheuert wurden sie als Drohnenpiloten. Jetzt starb einer der ersten Studenten nach nur zwei Wochen an der Front, wie die BBC berichtet. Donnerstag, 21. Mai Gleitbombenangriff: Tote und Verletzte in Ostukraine Durch russische Gleitbomben- und Drohnenangriffe sind im umkämpften ostukrainischen Gebiet Donezk vier Zivilisten getötet und weitere fünf verletzt worden. In der frontnahen Kleinstadt Druschkiwka seien zunächst drei Männer durch den Abwurf der Gleitbomben ums Leben gekommen, teilte die regionale Staatsanwaltschaft auf Telegram mit. Eine Stunde später habe eine Drohne einen Pkw getroffen, ein Insasse sei getötet worden. Druschkiwka liegt südlich von Kramatorsk und nur etwa 20 Kilometer von den vordersten russischen Linien entfernt. Russische Kampfjets klinken die Bomben im sicheren eigenen Luftraum aus, die dann über Dutzende Kilometer gelenkt ins Ziel gleiten. Die Ukraine hat bislang kaum ein Gegenmittel gegen diese Waffe. Sie hat aber nach Angaben von Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow in Medienberichten eine eigene ukrainische Gleitbombe mit 250 Kilogramm Sprengstoff entwickelt, die bald zum Einsatz kommen solle. Abends wurden in der Großstadt Dnipro im Süden mindestens 19 Menschen verletzt, wie die örtlichen Behörden meldeten. Ein Luftangriff habe zwei Wohnblocks beschädigt. Russland überzieht das Nachbarland Ukraine seit mehr als vier Jahren mit einem verheerenden Krieg. Ukraine verstärkt Grenzschutz im Norden Aus Sorge wegen möglicher neuer Angriffe aus dem mit Russland verbündeten Nachbarland Belarus verstärkt die Ukraine ihre Grenzschutzmaßnahmen im Norden. Der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU sprach am Donnerstag von Maßnahmen "beispiellosen" Ausmaßes mit Blick auf die Zahl der eingesetzten Kräfte und Mittel. Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko erklärte unterdessen während eines Großmanövers mit Russland, dass sein Land bereit sei, den Verbündeten "auf jede erdenkliche Weise" zu verteidigen. Der SBU erklärte, der verschärfte Grenzschutz solle als "wirksames Abschreckungsmittel gegen jegliche aggressive Handlungen oder Einsätze des Feindes und seines Verbündeten" dienen. Beteiligt seien unter anderem Polizei, Armee, Nationalgarde und Grenzschutz. Ziel sei es, Infiltration, Sabotage, terroristische Aktivitäten sowie Aufklärungsoperationen zu verhindern. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigte in seiner abendlichen Videobotschaft ebenfalls weitere Grenzschutzmaßnahmen an. Selenskyj hatte am Mittwoch erklärt, sein Land bereite "Antworten auf jeden möglichen Verlauf feindlicher Aktionen vor – falls die Russen tatsächlich wagen sollten, ihre Aggression auszuweiten". Russland hatte das belarussische Territorium im Februar 2022 als einen seiner Ausgangspunkte für den Überfall auf die Ukraine genutzt. Am Montag wies der Kreml ukrainische Vorwürfe zurück, dass Russland Belarus erneut in den Krieg hineinziehen wolle. Drohne verletzt Nato-Luftraum – Kampfjets steigen auf Eine Drohne unbekannter Herkunft hat am Donnerstag den Luftraum Litauens verletzt und einen Einsatz von Nato-Kampfjets ausgelöst, wie die Streitkräfte des Landes mitteilten. Die litauischen Behörden reagierten mit einem landesweiten Luftalarm auf den Vorfall und riefen die Menschen auf, sich in Sicherheit zu bringen. Unklar ist bislang, wo die Drohne letztlich niederging. Angaben zu Verletzten oder Schäden machten die litauischen Behörden nicht. Es ist bereits der dritte Tag in Folge mit Drohnenvorfällen in Litauen. Bei einem Drohnenvorfall am Mittwoch wurden die Bewohner der Hauptstadt Vilnius aufgefordert, vorsorglich Schutz zu suchen. Auch Präsident Gitanas Nauseda und andere Spitzen des Baltenstaats wurden in Schutzräume gebracht. Der Luftraum über dem Flughafen wurde gesperrt und auch der Zugverkehr wurde zwischenzeitlich ausgesetzt. Im Zuge des Ukraine-Krieges hatte es zuvor bereits mehrere Vorfälle mit Drohnen im Luftraum des an Russland und Belarus grenzenden Landes gegeben. Nauseda wies darauf hin, dass dies eine Folge des Krieges und der Umleitung von Drohnen durch elektronische Kampfführung sei. Er bekräftigte, dass Litauen niemandem die Nutzung seines Luftraums für Drohnenangriffe gestattet habe. Moskau hatte zuvor Litauen und auch Estland und Lettland wiederholt vorgeworfen, der Ukraine ihren Luftraum zur Verfügung zu stellen. Ukraine trifft FSB-Zentrale – 100 Tote und Verletzte Die Ukraine hat eine Basis des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB im besetzten Cherson attackiert. Selenskyj meldete rund 100 Tote und Verletzte – und richtete klare Worte an Moskau. Lesen Sie den ganzen Artikel hier . Kreml: Russland zu Dialog mit Europäern bereit Russland ist in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine nach Kreml-Angaben offen für einen Dialog auch mit den Europäern. "Die Russen sind zu Gesprächen bereit", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. "Wir sind der Meinung, dass es immer besser ist, miteinander zu reden, als die Lage in eine totale Konfrontation zu treiben – und genau das ist es, was die Europäer derzeit tun", sagte er. Russland begrüße es, wenn sich die Tonlage jetzt ändere. Peskow hob hervor, es habe zuletzt vom finnischen Präsidenten Alexander Stubb und auch aus Berlin Äußerungen zu direkten Gesprächen mit Russland gegeben. Es sei "wahrscheinlich nicht schlecht", wenn jetzt ein Unterhändler auf EU-Ebene gesucht werde. "Noch vor wenigen Monaten sind in Europa noch nicht einmal solche Diskussionen geführt worden." Kremlchef Putin hatte zwar stets betont, dass er zu Gesprächen bereit sei, wenn jemand auf ihn zukomme. Zugleich gab es aus Moskau wiederholt Stellungnahmen, nach denen die Europäer wegen der Waffenlieferungen an die Ukraine als Kriegspartei zu sehen seien und nichts am Verhandlungstisch zu suchen hätten. Die Verhandlungen für eine Beendigung des russischen Angriffskriegs liefen zuletzt unter Vermittlung der USA. Ein Durchbruch in den Gesprächen zwischen Kiew und Moskau ist bisher aber ausgeblieben. Grund ist vor allem, dass Russland an seiner Forderung festhält, die Ukraine solle ihre Truppen aus dem Gebiet Donbass abziehen. Kreml weist Bericht über militärische Ausbildung in China zurück Der Kreml hat eine Meldung der Nachrichtenagentur Reuters als falsch zurückgewiesen, wonach die chinesische Armee Ende vergangenen Jahres heimlich rund 200 russische Soldaten in China ausgebildet hat. Einige dieser Soldaten sollen später in der Ukraine gekämpft haben. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sagte, in Europa und den USA würden viele Falschinformationen veröffentlicht, die man mit Vorsicht genießen müsse. Dem Bericht liegt ein russisch-chinesisches Abkommen vom Juli 2025 zugrunde, das auch die Ausbildung Hunderter chinesischer Soldaten in Russland vorsieht. China bezeichnet sich im Ukraine-Konflikt als neutral und tritt als Friedensvermittler auf. Viele große russische Raffinerien stehen still Nahezu alle großen Ölraffinerien in Zentralrussland mussten nach ukrainischen Drohnenangriffen in den vergangenen Tagen ihre Kraftstoffproduktion einstellen oder drosseln. Das geht aus offiziellen Daten und Angaben von Quellen hervor, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Moskau hatte bereits ein Exportverbot für Benzin verhängt, das von April bis Ende Juli gilt. Die Gesamtkapazität der Raffinerien, die ihren Betrieb vollständig oder teilweise eingestellt haben, liegt bei mehr als 83 Millionen Tonnen pro Jahr beziehungsweise rund 238.000 Tonnen pro Tag. Das entspricht etwa einem Viertel der gesamten Raffineriekapazität Russlands, wie aus Daten und Angaben von Quellen hervorgeht, die anonym bleiben wollten. Der Anteil dieser Raffinerien an der russischen Kraftstoffproduktion liegt bei über 30 Prozent bei Benzin und bei etwa 25 Prozent bei Diesel. Das russische Energieministerium reagierte nicht auf eine Bitte um Stellungnahme. Uran-Sprengkopf an russischer Rakete entdeckt Der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU teilt mit, nach einem russischen Angriff in der Region Tschernihiw eine Rakete mit abgereichertem Uran entdeckt zu haben. Erhöhte Strahlungswerte seien an einer nicht explodierten Luft-Luft-Rakete vom Typ R-60 festgestellt worden. Die Rakete sei auf einer modifizierten Drohne vom Typ Geran-2 montiert gewesen. Nach Angaben der SBU hätten russische Streitkräfte die Drohne gegen ukrainische Hubschrauber und Flugzeuge eingesetzt, die an Luftabwehreinsätzen beteiligt gewesen seien. Die Strahlung sei von Bauteilen des Raketensprengkopfs ausgegangen, die Uran-235 und Uran-238 enthielten. Abgereichertes Uran entsteht als Nebenprodukt bei der Urananreicherung. Es kann bei Luft-Luft-Raketen aufgrund seiner extrem hohen Dichte im Sprengkopf verbaut werden, um die kinetische Splitterwirkung beim Explodieren zu maximieren. Es handelt sich dabei aber nicht um eine Nuklearwaffe. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. EU-Beitritt: Merz schlägt Sonderstatus für Ukraine vor Schneller Beitritt oder Sonderweg: Kanzler Merz will der Ukraine einen exklusiven Status als EU-Partner verschaffen. Könnte das auch bei Friedensverhandlungen helfen? Lesen Sie den ganzen Artikel hier . Selenskyj von Ex-Geschäftspartner verklagt Er ist Teilhaber an der Produktionsfirma Kvartal 95, bei der Wolodymyr Selenskyj vor seiner Wahl zum Präsidenten zum TV-Star wurde. Doch dann wurden Korruptionsvorwürfe gegen Timur Mindich laut. Der Israeli wehrt sich nun. Mittwoch, 20. Mai Putins Luftwaffe fängt britischen Aufklärer ab Das britische Verteidigungsministerium hat am Mittwoch eine gefährliche Begegnung zwischen russischen Kampfjets und einem britischen Aufklärungsflieger vom Typ Rivet-Joint im internationalen Luftraum über dem Schwarzen Meer gemeldet. Die russischen Abfangjäger "flogen bis auf sechs Meter heran und lösten die bordseitigen Notfallsysteme aus", teilte das Ministerium auf X mit. Das britische Aufklärungsflugzeug wurde demnach von einer russischen Maschine des Typs Su-35 und einem Kampfjet vom Typ Su-27 abgefangen. Bei dem Aufklärungsflug handelte es sich um einen Routineflug zur Absicherung der Nato-Ost-Grenze. Ähnliche Zwischenfälle waren bislang vor allem vom Ostseeraum bekannt. Einwohner Moskaus empört: "Leben ist völlig unerträglich geworden" Am Wochenende attackierte die Ukraine vor allem die Region Moskau mit Drohnen. Anwohner zeigen sich schockiert darüber, dass der Krieg nach Russland kommt. Lesen Sie den ganzen Artikel . Kiew fürchtet neuen Einmarsch aus Belarus Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eine Verstärkung der Streitkräfte in der Richtung Tschernihiw-Kiew im Norden des Landes angekündigt. Erkenntnisse der Geheimdienste über Russlands Pläne für Offensivoperationen dort seien analysiert worden, schrieb er in sozialen Medien nach einem Stabstreffen. Die Ukraine bereite Reaktionen auf jedes mögliche Szenario von Aktionen Russlands vor. Er habe auch das Außenministerium beauftragt, zusätzlichen diplomatischen Einfluss auf Belarus vorzubereiten. Selenskyj spricht seit Wochen davon, dass Russland versuche, Belarus in den Krieg hineinzuziehen. Moskau wolle von belarussischem Boden aus in Richtung Tschernihiw-Kiew marschieren oder sogar eins der mit Belarus benachbarten Nato-Länder angreifen, behauptete er etwa Ende vergangener Woche. Er berief sich dabei auf Geheimdienstinformationen und nannte keine Details. Kiew habe Informationen über Vorbereitungen neuer Mobilisierungsschritte Moskaus. Es gehe um 100.000 Menschen. Belarus gilt als Russlands engster Verbündeter. Bei ihrem Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022 stieß die russische Armee auch von belarussischem Gebiet in Richtung der ukrainischen Hauptstadt Kiew vor. Ukraine-Verhandlungen mit Putin: Ein Plan mit einer Absage und viel Risiko Neuer Vorstoß im Bemühen um ein Ende der russischen Invasion in der Ukraine: Merkel oder Draghi sollen mit Putin sprechen. Ein Plan mit Risiken – und einer Absage. Lesen Sie den ganzen Artikel hier . Ukraine steckt große Raffinerie an der Wolga in Brand Die ukrainische Armee hat ihre Serie von Drohnenangriffen auf die russische Ölindustrie fortgesetzt und in der Nacht die große Raffinerie von Kstowo an der Wolga attackiert. Wie üblich bestätigte der Gouverneur des russischen Gebiets Nischni Nowgorod, Gleb Nikitin, den Angriff nur teilweise: "Herabstürzende Trümmer haben Schäden mit einem anschließenden Feuer an zwei Industrieobjekten im Kreis Kstowo verursacht", teilte er auf Telegram mit. Russische und ukrainische Telegram-Kanäle übernahmen Videos von Augenzeugen, die einen Brand in der Raffinerie zeigen sollen. Der Kiewer Generalstab bestätigte in sozialen Medien einen Angriff auf die Raffinerie und sprach auch von weiteren Attacken. Die Raffinerie sei getroffen worden, und es sei zu einem Brand gekommen, hieß es. Die Raffinerie von Kstowo gehört dem zweitgrößten russischen Ölkonzern Lukoil und zählt zu den zehn größten des Landes. Der ukrainische Generalstab hatte auch am Dienstag einen Angriff auf die Anlage gemeldet. Die Ukraine greift seit Monaten Raffinerien, Pumpstationen und Exporthäfen der russischen Ölindustrie an. So soll die Treibstoffversorgung des Gegners gestört werden, die Exportausfälle sollen die Kriegskasse des Kremls schmälern. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau erfasste die ukrainische Angriffswelle erneut ganz West- und Zentralrussland. 273 feindliche Drohnen seien abgeschossen worden, hieß es. In St. Petersburg und dem Umland warnte der Zivilschutz die Bürger vor Drohnengefahr, wie Tass meldete. Wegen der Drohnen in der Luft mussten viele russische Flughäfen ihren Betrieb zeitweise einschränken. Russland greift Energieanlage in Odessa an – Zehntausende ohne Strom Durch einen russischen Angriff auf eine Energieanlage des Versorgers DTEK in Odessa am Schwarzen Meer ist in der Nacht für zehntausende Haushalte die Stromversorgung ausgefallen. Dies teilt das Unternehmen mit. Bis zum Morgen sei die Stromversorgung für einige Haushalte wiederhergestellt worden, heißt es über den Kurznachrichtendienst Telegram weiter. Die Reparaturarbeiten dauerten an. Polen: USA haben nicht beschlossen, Truppen abzuziehen Die USA haben nicht beschlossen, Truppen aus Polen abzuziehen, sagt Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz nach einem Treffen mit dem Vize-Generalstabschef der US-Streitkräfte, Christopher Mahoney. Es gebe keine derartige Entscheidung. Allerdings werde die Verlegung von Truppen nach Polen möglicherweise verzögert, sagte er mit Blick auf Medienberichte, die Abkommandierung von 4.000 US-Soldaten nach Polen werde möglicherweise storniert. Auch US-Vizepräsident JD Vance widersprach Darstellungen, Truppen würden aus Europa abgezogen. Die Verlegung von Truppen nach Polen wird sich nach seinen Worten jedoch verzögern. Drohnenalarm in Litauen: Staatsspitze in Sicherheit gebracht In der litauischen Hauptstadt Vilnius ist Luftalarm ausgelöst worden. Die Einwohner sollten auf Aufforderung der Behörden vorsorglich Schutz suchen. Auch die Staatsspitze wurde nach Medienberichten zur Sicherheit in Schutzräume gebracht. Die litauischen Behörden ließen den Luftraum über dem Flughafen sperren und zwischenzeitlich auch den Zugverkehr aussetzen. Nach einer halben Stunde kam die Entwarnung; der Alarmzustand für Vilnius wurde daraufhin aufgehoben. Zuvor hatten die Streitkräfte die Bevölkerung über eine mögliche Bedrohungslage durch eine Drohne im Osten des Landes informiert. Demnach wurde in Grenznähe ein mutmaßliches Flugobjekt gesichtet, das sich aus Richtung Belarus dem baltischen EU- und Nato-Land näherte. Nato-Kampfjets seien alarmiert worden, teilte das Verteidigungsministerium in Vilnius ohne nähere Angaben mit. Vilnius liegt rund 30 Kilometer von der Grenze zu Belarus entfernt. Im Zuge des Ukraine-Krieges hatte es zuvor bereits mehrere Vorfälle mit Drohnen im Luftraum des an Russland und Belarus grenzenden Landes gegeben. Auch im benachbarten Lettland wurde die Bevölkerung mehrerer Regionen nahe der Grenze zu Russland gewarnt. London lockert Sanktionen für Kraftstoffe russischer Herkunft Vor dem Hintergrund der Energiepreissteigerungen infolge des Iran-Krieges hat die britische Regierung ihre Strafmaßnahmen für die Einfuhr von Kraftstoffen russischer Herkunft gelockert. Mit der laut Handelsministerium in London am Mittwoch in Kraft getretenen Änderung wird der Import von Flugbenzin oder Diesel gestattet, sofern diese Treibstoffe in Drittländern wie Indien aus russischem Rohöl raffiniert wurden. Zudem wurden nach Regierungsangaben für einen befristeten Zeitraum auch die Auflagen für verflüssigtes Erdgas (LNG) gelockert, das aus bestimmten russischen Anlagen stammt. Großbritannien hatte nach der russischen Invasion in der Ukraine im Jahr 2022 scharfe Sanktionen gegen Russland verhängt, die sich sowohl gegen russische Ölexporte als auch gegen Unternehmen und Einzelpersonen richten. Zuletzt hatten angesichts der weltweiten Verknappung des Ölangebots und steigender Energiepreise wegen des Iran-Kriegs indes auch die USA eine Ausnahmeregelung für russisches Öl verlängert, die Ölladungen betrifft, welche bereits auf Schiffe verladen wurden. In der Europäischen Union war diese am Montag verkündete Verlängerung der US-Ausnahmeregelung auf Kritik gestoßen – dies sei kein Zeitpunkt, um "den Druck auf Russland zu verringern", erklärte Wirtschaftskommissar Valdis Dombrovskis am Dienstag bei einem Treffen der G7-Finanzminister, an dem auch Großbritannien teilgenommen hatte. Der britische Finanzstaatssekretär Dan Tomlinson wies hingegen darauf hin, dass die Lockerung der Sanktionen dem "Schutz der nationalen Interessen des Vereinigten Königreichs" diene, wie er dem Sender Sky News sagte. Drohnen-Alarm: Flughafen in Litauen setzt Flüge aus Der Flughafen der litauischen Hauptstadt Vilnius setzt nach Angaben des nationalen Krisenzentrums wegen eines Drohnen-Alarms den Flugbetrieb aus. Auslöser ist eine Drohne im benachbarten Belarus, die in Richtung Litauen fliegt. Die Herkunft des Fluggeräts ist der Behörde zufolge noch unklar. Erst am Vortag hat ein Nato-Kampfjet nach estnischen Angaben eine mutmaßliche ukrainische Drohne über Estland abgeschossen. In der Region kommt es vor dem Hintergrund ukrainischer Angriffe auf Russland immer wieder zu Verletzungen des Luftraums. Berichte: Ukraine hat erneut Ölraffinerie und Chemiefabrik angegriffen Ukrainische Drohnen sollen in der Nacht zu Mittwoch sowohl eine russische Ölraffinerie als auch eine Chemieproduktionsanlage angegriffen haben, schreibt der "Kyiv Independent" unter Berufung auf Augenzeugenberichte aus der Region und Berichte in unabhängigen russischen Telegram-Kanälen. Es handelt sich um den zweiten Anschlag auf die Ölraffinerie Lukoil-Nizhegorodnefteorgsintez in der vergangenen Woche. Auch das Nevinnomyssk Azot-Werk in der südlichen russischen Region Stawropol soll das ukrainische Militär angegriffen haben. Das Werk zählt zu den größten Herstellern von Mineraldüngern und Chemikalien für die Sprengstoffherstellung. EU erwägt wohl Merkel oder Draghi für Gespräche mit Putin In der Europäischen Union laufen laut einem Bericht der "Financial Times" auf Regierungsebene Gespräche, ob die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel oder der ehemalige Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, die Staatengemeinschaft in möglichen Verhandlungen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin vertreten könnten. Die Zeitung beruft sich auf Insider. Demnach wollen die EU-Außenminister in der kommenden Woche bei einem Treffen auf Zypern besprechen, wer sich für solche Gespräche empfehlen würde. Merkel hat in den vergangenen Tagen allerdings schon erklärt, sich selbst nicht als Vermittlerin zu sehen. Um mit Putin zu verhandeln und ernst genommen zu werden, müsse man über eigene Macht verfügen, weshalb sie als Kanzlerin 2014 bei den Verhandlungen für eine Friedenslösung im Donbass selbst mit Putin verhandelte. "Ich wäre jetzt nicht auf die Idee gekommen, jemanden zu fragen, ob er für mich nach Minsk fährt und dort mit Putin spricht", zitiert die "Süddeutsche Zeitung" die ehemalige Kanzlerin. Pentagon bestätigt Verzögerung bei Truppenverlegung nach Polen Das US-Verteidigungsministerium bestätigt die von Vizepräsident JD Vance angekündigte Verzögerung bei der Truppenverlegung nach Polen. Grund sei eine Reduzierung der in Europa stationierten Kampfbrigaden von vier auf drei, teilt Pentagon-Sprecher Sean Parnell auf der Plattform X mit. Dies sei das Ergebnis einer umfassenden Überprüfung der US-Truppenpräsenz. Über die endgültige Stationierung werde auf Grundlage weiterer Analysen sowie der Fähigkeit der Verbündeten entschieden, eigene Truppen zur Verteidigung Europas beizusteuern. Verteidigungsminister Pete Hegseth stehe dazu im Austausch mit dem polnischen Vize-Ministerpräsidenten Wladyslaw Kosiniak-Kamysz. Die USA würden eine starke militärische Präsenz in Polen aufrechterhalten, erklärt der Sprecher. Gouverneur: Ukrainischer Drohnenangriff auf Region Stawropol Der Gouverneur der südrussischen Region Stawropol meldet auf Telegram einen ukrainischen Drohnenangriff, ohne weitere Einzelheiten zu nennen. In dem Gebiet um die Stadt Newinnomyssk befindet sich eine große Chemiefabrik, die bereits zuvor Ziel von Drohnenangriffen aus der Ukraine war. Örtliche ukrainische Behörden berichten, bei russischen Angriffen auf die Stadt Dnipro und die Region Sumy seien elf Menschen verletzt worden. Dienstag, 19. Mai Kreml droht baltischen Staaten mit Vergeltung Der russische UN-Botschafter Wassili Nebensja hat der Ukraine vorgeworfen, militärische Drohnen von Lettland und anderen baltischen Staaten aus starten zu wollen. Eine Nato-Mitgliedschaft werde diese Länder "nicht vor Vergeltung schützen", warnte er vor dem UN-Sicherheitsrat. Kiew habe bereits Drohneneinheiten nach Lettland entsandt. Die lettische UN-Gesandte Sanita Pavluta-Deslandes wies die Äußerungen umgehend als frei erfunden zurück. Die stellvertretende US-Botschafterin Tammy Bruce erklärte, die UN seien kein Forum für Drohungen gegen ein Ratsmitglied. Die USA würden all ihren Nato-Verpflichtungen nachkommen. Lettland ist gegenwärtig ein nicht-ständiges Mitglied im Sicherheitsrat. Russische Raffinerie nach Drohnenangriff außer Betrieb Die russische Ölraffinerie Rjasan hat zwei Insidern zufolge nach einem ukrainischen Drohnenangriff am Freitag den Betrieb eingestellt. Der Betreiber Rosneft äußerte sich zunächst nicht. Die Anlage steht für fast fünf Prozent der gesamten russischen Raffineriekapazität. Bei der Attacke auf die Stadt südöstlich von Moskau wurden nach Angaben der örtlichen Behörden vier Menschen getötet. Zudem seien Wohngebäude und ein Industriebetrieb getroffen worden. China bildet wohl russische Soldaten aus China hat Ende vergangenen Jahres heimlich rund 200 russische Soldaten militärisch ausgebildet, von denen einige inzwischen im Ukraine-Krieg kämpfen. Das berichtete die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Geheimdienstvertreter. Damit ist China weitaus direkter in den Krieg verwickelt als bislang bekannt. Das chinesische Außenministerium wies dies indirekt zurück und betonte seine neutrale Haltung sowie den Einsatz für Friedensgespräche. Die Verteidigungsministerien in Moskau und Peking äußerten sich nicht. Die geheimen Drohnenschulungen basieren demnach auf einem Abkommen vom Juli 2025. Demnach sollten rund 200 russische Soldaten auf Stützpunkten in China, darunter in Peking und Nanjing, ausgebildet werden. Im Gegenzug war das Training hunderter chinesischer Soldaten in Russland vorgesehen. Das Abkommen unterlag strenger Geheimhaltung. Während chinesische Truppenbesuche in Russland bereits seit 2024 stattfinden, ist die Ausbildung russischer Soldaten in China neu. Interne russische Militärberichte dokumentieren vier dieser Schulungen Ende 2025. Demnach trainierten die Soldaten an verschiedenen chinesischen Militärakademien unter anderem den kombinierten Einsatz von Mörsern und Aufklärungsdrohnen, die Abwehr feindlicher Fluggeräte mit Anti-Drohnen-Gewehren sowie Sprengstofftechnik und Minenverlegung. Viele der in China geschulten Russen waren Ausbilder im Rang zwischen Unteroffizier und Oberstleutnant, die ihr Wissen an eigene Einheiten weitergeben konnten. Geheimdienste bestätigten die Identität einiger Teilnehmer, die nach ihrer Rückkehr direkt bei Drohneneinsätzen an der Front eingesetzt worden seien. Tote und Verletzte bei russischen Luftangriffen auf Ukraine Durch russische Raketen- und Drohnenangriffe sind im Nordosten der Ukraine mindestens 5 Menschen getötet und mehr als 20 verletzt worden. In dem Eisenbahnknotenpunkt Pryluky sei eine russische Rakete eingeschlagen, teilte der Gouverneur des Gebietes Tschernihiw, Wjatscheslaw Tschaus, auf Telegram mit. Es habe 3 Tote und mindestens 21 Verletzte gegeben. Ein Toter war ein 15-jähriger Junge. Der Angriff habe einem Industriebetrieb gegolten. Ein Einkaufszentrum und ein benachbarter Supermarkt seien beschädigt worden. In der Kleinstadt Hluchiw im Gebiet Sumy kamen nach örtlichen Angaben zudem zwei Menschen durch Drohnenangriffe ums Leben. Drei weitere Personen seien verletzt worden. Hluchiw liegt nur wenige Kilometer von der russischen Grenze entfernt. Estland: Nato-Kampfjet schießt offenbar ukrainische Drohne ab Nato-Kampfjets haben über Estland eine Drohne abgeschossen, die in den Luftraum des baltischen EU- und Nato-Landes eingedrungen war. Nach Angaben von Verteidigungsminister Hanno Pevkur handelt es sich um den ersten Abschuss dieser Art. Rumänische F-16-Jets hätten die Drohne über dem Võrtsjärv-See im Süden des Landes vom Himmel geholt. Sie stürzte demnach in einem sumpfigen Gebiet ab, die Suche dauere noch an. Die estnische Sicherheitspolizei leite die Ermittlungen. Pevkur zufolge soll es sich vermutlich um ein ukrainisches Flugobjekt handeln, das mutmaßlich auf russische Ziele gerichtet war. Berichte über Verletzte oder Schäden gab es zunächst nicht. Nach Angaben des estnischen Brigadegenerals Riivo Valge sei die Drohne vor dem Abschuss visuell gesichtet und mit der ersten Rakete getroffen worden. Estland grenzt im Osten an Russland. Die Streitkräfte hatten zuvor Warnungen über eine mögliche Bedrohung für den Süden des Baltenstaats veröffentlicht. Auch im benachbarten Lettland wurde die Bevölkerung von mehreren Regionen nahe der Grenze zu Russland gewarnt. Nach Armeeangaben durchquerte höchstwahrscheinlich eine Drohne den lettischen Luftraum. Ob es sich dabei um dasselbe Flugobjekt handelte, das über Estland abgeschossen wurde, blieb zunächst unklar. Russland warnt vor direktem militärischem Konflikt Russland warnt vor einer wachsenden Gefahr eines direkten militärischen Konflikts mit der Nato. Die Folgen eines solchen Zusammenstoßes könnten katastrophal sein, sagt der russische Vize-Außenminister Sergej Rjabkow der staatlichen Nachrichtenagentur Tass. In europäischen Hauptstädten werde zunehmend über die drohende Gefahr eines intensiven Krieges gesprochen. Angesichts der steigenden Spannungen und provokanten Aktionen im nuklearen Bereich nähmen die strategischen Risiken zu. 90-Milliarden-Kredit: EU stellt Forderungen an Kiew Die EU-Staaten haben die Vergabe von Mitteln aus einem Kredit über 90 Milliarden Euro an die Ukraine an Bedingungen geknüpft. So soll die Regierung von Präsident Wolodymyr Selenskyj zunächst Teile einer Steuerreform umsetzen. Konkret geht es um rund 8 Milliarden aus der Hilfszusage. Sie sollen erst fließen, wenn eine Abgabe von 20 Prozent auf Paketsendungen aus dem Ausland eingeführt wird. Die EU-Staaten hatten die Kreditvergabe im April besiegelt, nachdem Ungarns scheidender Premier Viktor Orbán seinen Widerstand aufgegeben hatte. Russische Atomstreitkräfte halten Großmanöver ab Das russische Militär führt nach Angaben des Verteidigungsministeriums von diesem Dienstag bis Donnerstag ein Manöver seiner Atomstreitkräfte durch. Die Personalstärke werde mehr als 64.000 betragen. Unter anderem soll den Angaben zufolge auf russischem Gebiet der Einsatz von ballistischen Raketen und Marschflugkörpern geübt werden. USA lockern erneut Sanktionen auf russisches Öl Die USA lockern ihre Sanktionen auf russisches Öl für weitere 30 Tage. US-Finanzminister Scott Bessent teilte auf der Plattform X mit, die Verlängerung werde den Rohölmarkt stabilisieren und sicherstellen, dass das Öl die Länder erreiche, die mit Blick auf Energie am stärksten gefährdet seien. Konkret bezieht sich die befristete Ausnahmeregelung auf russisches Öl, das sich aktuell bereits auf Tankern auf Meeren befindet. Damit lockern die USA angesichts der im Iran-Krieg gestiegenen Energiepreise ein weiteres Mal für einige Wochen Sanktionen auf russisches Öl – es ist inzwischen das dritte Mal. Zunächst hatten die USA am Wochenende eine entsprechende Ausnahmeregelung noch auslaufen lassen. Kritiker hatten bemängelt, Russland werde dadurch finanziell gestärkt. Der Kreml nutzt die Einnahmen aus der Ölindustrie zur Finanzierung seines Kriegs gegen die Ukraine. Es gibt seit Jahren Sanktionen der USA, die den russischen Ölsektor betreffen. Länder und Unternehmen, die mit Russland Geschäfte machen, könnten dabei im Normalfall selbst Gefahr laufen, Ziel von Sanktionen zu werden. Kremlchef Putin zu Besuch in China erwartet Der russische Staatschef Putin wird zu einem zweitägigen Besuch in China erwartet. Bei einem Treffen mit dem chinesischen Präsidenten Xi will sich Putin nach Kreml-Angaben über "wichtige internationale und regionale Fragen" austauschen. Lesen Sie dazu auch den Tagesanbruch von t-online-Chefredakteur Florian Harms. Russland meldet ukrainische Drohnenangriffe auf mehrere Regionen Mehrere russische Regionen waren in der Nacht nach Angaben der örtlichen Behörden Ziel ukrainischer Drohnenangriffe. In der nordöstlich von Moskau gelegenen Region Jaroslawl warnte Gouverneur Michail Jewrajew Autofahrer über den Kurznachrichtendienst Telegram davor, in Richtung der Hauptstadt zu fahren. Sie sollten stattdessen alternative Routen nutzen. Auch die Region Rostow am Don wurde dem dortigen Gouverneur zufolge mit Drohnen angegriffen. Rosatom-Chef: Lage an AKW Saporischschja droht unumkehrbar zu werden Die Lage am russisch besetzten ukrainischen Atomkraftwerk Saporischschja nähert sich nach den Worten des Chefs der russischen Atombehörde Rosatom einem "Punkt, an dem es kein Zurück mehr gibt". Wegen zunehmender ukrainischer Angriffe rücke dieser Moment immer näher, zitieren russische Medien Alexej Lichatschow. Ganz Europa müsse sich nun um eine Deeskalation bemühen, da dies ein Spiel mit dem Feuer und vor allem für osteuropäische Länder eine Gefahr sei. Die von Russland eingesetzte Leitung des größten europäischen Kernkraftwerks teilt mit, ukrainische Streitkräfte hätten die Anlage den dritten Tag in Folge unter Beschuss genommen. Bei dem jüngsten Drohnenangriff seien jedoch keine Schäden entstanden, der Betrieb laufe normal weiter. Montag, 18. Mai Selenskyj: Russland will mithilfe von US-Firmen Krim-Getreide exportieren Die Ukraine wirft Russland vor, Getreide von der besetzten Halbinsel Krim unter Beteiligung von US-Unternehmen exportieren zu wollen. Man habe Versuche registriert, den Export von Getreide von der Krim zu organisieren, "und bedauerlicherweise auch andere Formen der wirtschaftlichen Ausbeutung der Halbinsel, an denen US-Unternehmen beteiligt sind", schreibt Selenskyj auf der Online-Plattform X. Zudem versuche die Regierung in Moskau, Investitionen aus "demokratischen Ländern" für russische Öl- und Gasprojekte in der Arktis zu gewinnen. Ukrainische Einheit sendet Hilferuf nahe Pokrowsk Pokrowsk ist einer der gefährlichsten Sektoren der Front in der Ukraine. Eine ukrainische Einheit beschreibt, wie brenzlig manche Situation für die Verteidiger ist. Lesen Sie hier mehr dazu. Ukrainischer Rüstungshersteller baut jetzt auch Satelliten Die Ukraine versucht, im Krieg mit Russland ihre Abhängigkeit von der US-Regierung und westlichen Tech-Konzernen zu verringern. Dabei wächst auch von westlicher Seite das Interesse an ukrainischer Technik. Fire Point, einer der führenden ukrainischen Waffenhersteller, erklärte, in diesem Jahr bereits zwei Satelliten gestartet zu haben und für 2027 "Dutzende weitere" zu planen. Lesen Sie hier mehr dazu. Russland scheitert mit Versteigerung von Goldminen-Anteil Der russische Staat ist mit der Versteigerung seines Anteils am Goldproduzenten Uzhuralzoloto gescheitert. Für das Aktienpaket sei kein einziges Gebot eingegangen, wie aus der Webseite der staatlichen Auktionsbehörde am Montag hervorging. Diese hatte die Beteiligung des früheren Eigentümers Konstantin Strukow Anfang des Monats mit einem Wert von 140,43 Milliarden Rubel (rund 1,7 Milliarden Euro) zur Versteigerung angeboten. "Die Auktion wurde für ungültig erklärt, da bis zum Fristende keine Teilnahmeanträge eingereicht wurden", hieß es zur Begründung. Ob eine neue Auktion geplant ist, war zunächst unklar. Ein Gericht hatte im Juli vergangenen Jahres die Beschlagnahmung der Mehrheitsbeteiligung von 67,2 Prozent an Uzhuralzoloto angeordnet und sie dem Staat übertragen. Dies ist Teil einer umfassenderen Welle von Verstaatlichungen in Russland. Die Staatsanwaltschaft hatte dem Geschäftsmann Strukow vorgeworfen, er habe sein Eigentum "durch Korruption" erlangt. Er befindet sich jedoch nicht in Haft und wurde bislang nicht offiziell angeklagt. Uzhuralzoloto zählt zu den zehn größten Goldförderern des Landes. Belarus trainiert Einsatz russischer Atomwaffen Belarus trainiert nach eigenen Angaben den Einsatz der auf seinem Staatsgebiet stationierten russischen Atomwaffen. Ziel der Übung sei es, den Ausbildungsstand des Personals zu verbessern und die Einsatzbereitschaft der Luftlandetruppen zu testen, teilte das Verteidigungsministerium mit. Das Training richte sich nicht gegen andere Staaten und stelle keine Sicherheitsbedrohung für die Region dar. Geprobt werden solle auch die Organisation von Kampfeinsätzen aus nicht im Voraus geplanten Gebieten, hieß es weiter. Mehr Details werden zunächst nicht bekannt. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte in der Vergangenheit deutlich gemacht, dass die Regierung in Moskau die Kontrolle über die in Belarus stationierten Atomwaffen behält. Russland nutzte deutsche Tarnfirma für illegale Geschäfte Über Jahre soll ein Netzwerk aus Deutschland verbotene Technologie nach Russland geschleust haben. Ermittler sprechen von Tausenden Lieferungen für die russische Rüstungsindustrie – getarnt über Firmen in Lübeck und der Türkei. Ukraine: Mehr als 30 Verletzte nach nächtlichen russischen Angriffen Bei massiven nächtlichen russischen Angriffen sind in der Ukraine nach Behördenangaben mehr als 30 Menschen verletzt worden. Der Leiter der örtlichen Militärverwaltung, Oleksandr Ganscha, sprach am Montag von 26 Verletzten in der Industriestadt Dnipro. Die russischen Streitkräfte griffen ihm zufolge sechs Bezirke der Region "mit Raketen, Drohnen, Artillerie und Fliegerbomben" an. Fünf weitere Verletzte wurden aus den Städten Odessa, Cherson und Saporischschja gemeldet. Der Bürgermeister von Dnipro veröffentlichte in den Onlinenetzwerken Bilder, die zersplitterte Fensterscheiben von Wohnhäusern zeigten. Die ukrainische Luftwaffe konnte nach eigenen Angaben die meisten der 546 gestarteten Drohnen, aber nur vier von 22 abgefeuerten Raketen mittlerer Reichweite abfangen. Ex-Präsidialamtschef Jermak gegen Kaution auf freiem Fuß Das Oberste Antikorruptionsgericht in der Ukraine hat den wegen Geldwäsche-Vorwürfen tagelang inhaftierten früheren Präsidialamtschef Andrij Jermak gegen Zahlung einer Millionen-Kaution auf freien Fuß gesetzt. Medien in Kiew zeigten Aufnahmen, wie Jermak in einem Anzug gekleidet am Morgen das Untersuchungsgefängnis verließ. Er ist unter Auflagen frei und darf die Ukraine nicht verlassen. Erst in der vergangenen Woche hatte das Gericht eine 60-tägige Untersuchungshaft angeordnet. Das Gericht setzte umgerechnet 2,72 Millionen Euro als Kaution an. Das Geld sei in den vergangenen Tagen von Unterstützern gesammelt worden, berichteten Medien in Kiew. Der 54-Jährige war bis zu seiner Entlassung im November die rechte Hand von Präsident Wolodymyr Selenskyj – und beteuert seine Unschuld. Er soll als Angehöriger einer organisierten Gruppe an Geldwäsche von umgerechnet fast neun Millionen Euro im Zusammenhang mit einem Luxusbauprojekt in der Nähe Kiews beteiligt gewesen sein. Jermak weist das kategorisch zurück. Ermittlungen in der Ukraine: "Diese Affäre ist eine Zeitbombe für Selenskyj" Russische Drohne trifft offenbar chinesischen Frachter Eine russische Drohne hat einem Insider zufolge vor der Schwarzmeerküste der Ukraine ein chinesisches Frachtschiff getroffen. Bei dem Angriff auf die unter der Flagge der Marshallinseln fahrende "KSL Deyang" habe es keine Verletzten gegeben, sagt die mit dem Vorfall vertraute Person. Das Schiff sei nicht nennenswert beschädigt worden. Die Besatzung habe das durch den Einschlag ausgelöste Feuer selbst gelöscht. Zum Zeitpunkt des Angriffs habe der Frachter keine Ladung an Bord gehabt. Er sei auf dem Weg in den ukrainischen Hafen Piwdenne in der Region Odessa gewesen, um dort Eisenerzkonzentrat zu laden. Ukraine: Massive russische Angriffe auf Odessa und Dnipro Russland hat die massiven ukrainischen Drohnenattacken auf Moskau in der Nacht mit Gegenangriffen beantwortet. Bei Drohnen- und Raketenangriffen auf Regionen im Zentrum und Süden der Ukraine wurden Behördenangaben zufolge mindestens 20 Menschen verletzt. In der Hafenstadt Odessa trafen Drohnen demnach ein Wohngebäude und verletzten einen elfjährigen Jungen sowie einen 59-jährigen Mann. In der Stadt Dnipro wurden den Angaben zufolge mindestens 18 Menschen verletzt, darunter zwei Kinder. Von unabhängiger Seite sind diese Angaben nicht überprüfbar. In der Nacht auf Sonntag hatte die Ukraine russischen Angaben zufolge einen ihrer heftigsten Angriffe seit Beginn der russischen Invasion vor mehr als vier Jahren auf die Region Moskau gestartet. Dabei wurden russischen Angaben zufolge mindestens drei Menschen getötet. Auch diese Angaben sind nicht unabhängig überprüfbar. Agentur: Russland meldet Abschuss von über 3.000 ukrainischen Drohnen in einer Woche Russland meldet einem Agenturbericht zufolge die Zerstörung von mindestens 3.124 ukrainischen Drohnen innerhalb der vergangenen Woche. Die staatliche Nachrichtenagentur Ria beruft sich dabei auf Daten des Verteidigungsministeriums. Die meisten Drohnen seien am 13. und 17. Mai mit 572 beziehungsweise 1.054 Einheiten abgeschossen worden, vor allem über dem europäischen Teil Russlands. Bei dem größten ukrainischen Drohnenangriff auf die russische Hauptstadt seit mehr als einem Jahr kamen örtlichen Behörden zufolge mindestens vier Menschen ums Leben, drei davon in der Region Moskau. Ukraine: Wohngebäude in Odessa bei Drohnenangriff getroffen Bei einem Drohnenangriff auf die südukrainische Region Odessa wurden nach Angaben des dortigen Gouverneurs Wohngebäude getroffen. Informationen über mögliche Opfer und Schäden lägen zunächst nicht vor, teilt Gouverneur Oleh Kiper über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Mutmaßlich ukrainische Drohne in Litauen abgestürzt In Litauen ist nach Behördenangaben eine vermutlich ukrainische Drohne abgestürzt. Das Flugobjekt sei nahe der ostlitauischen Stadt Utena zu Boden gegangen und nicht explodiert, teilten die Behörden am Sonntag mit. Verletzt wurde demnach niemand. Der Leiter des litauischen Krisenzentrums, Vilmantas Vitkauskas, sagte vor Journalisten, die Drohne sei "sehr wahrscheinlich" ukrainisch gewesen. Weitere Angaben zu dem Vorfall wurden zunächst nicht gemacht. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Jahr 2022 sind in den drei baltischen Staaten Litauen, Lettland und Estland mehrfach russische und ukrainische Drohnen abgestürzt. Die Ukraine greift russische Ziele im Golf von Finnland an, darunter Häfen und Raffinerien, um Moskaus Fähigkeit zur Kriegsführung einzuschränken. Wegen technischer Defekte oder Störungen durch die russische Luftabwehr können ukrainische Drohnen jedoch vom Kurs abkommen und auf dem Gebiet verbündeter baltischer Staaten abstürzen. Ältere Nachrichten zum Krieg in der Ukraine lesen Sie hier.
