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Lada Deutschland pleite: Nach 50 Jahren ist Schluss

Die Lada Deutschland GmbH hat die Suche nach einem Investor aufgegeben. Russland-Embargos und ein gescheiterter Neustart mit chinesischen Marken besiegelten das Ende des Importeurs. Die Lada Deutschland GmbH mit Sitz in Buxtehude ist insolvent. Da das Unternehmen keinen neuen Investor finden konnte, endet damit nach mehr als 50 Jahren die Geschichte der russischen Marke auf dem deutschen Markt. Der Geschäftsbetrieb in Buxtehude ruht bereits seit einigen Monaten. Zuletzt waren noch rund zehn Mitarbeiter beschäftigt. Der schrittweise Weg in die Insolvenz Schon Ende 2019 stoppte der russische Hersteller den offiziellen Export nach Europa, weil die EU ihre Abgasvorschriften verschärft hatte. Der Importeur in Buxtehude holte daraufhin den Geländewagen Niva als Grauimport nach Deutschland und vermarktete ihn unter den Namen Lada 4×4 und Lada Taiga. Die Autos waren zwar minderwertig, dafür aber äußerst günstig. Als der Ukraine-Krieg ausbrach und die Embargos gegen Russland griffen, brach auch dieser Weg ein. Neufahrzeuge und Ersatzteile waren kaum verfügbar. Um das Geschäft zu retten, versuchte das Unternehmen, mit chinesischen Fahrzeugen der Marken JAC und Dayun ein zweites Standbein aufzubauen. Dieser Versuch scheiterte. In den Jahren 2024 und 2025 wurden in Deutschland nur noch knapp drei Dutzend Lada-Fahrzeuge verkauft. Zum Vergleich: In früheren Jahren waren es mehr als eintausend Neuzulassungen pro Jahr. Der Importeur brachte auch Kia nach Deutschland Die Geschichte des Buxtehuder Unternehmens reicht über die russische Marke hinaus. Anfang der 1990er-Jahre brachte die damalige Lada GmbH als erster offizieller Importeur die Marke Kia über eine Tochterfirma nach Deutschland.