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Ukraine-News: Prinz Harry überraschend in Kiew eingetroffen

Prinz Harry reist unerwartet nach Kiew. Die Türkei will, dass Russland und die Ukraine wieder miteinander reden. Alle Entwicklungen im Newsblog. Donnerstag, 23. April Prinz Harry ist zu Überraschungsbesuch in Kiew eingetroffen Der britische Prinz Harry ist zu einem Überraschungsbesuch nach Kiew gereist. Harry sei am Donnerstagmorgen "zu einem unangekündigten Besuch" in der ukrainischen Hauptstadt eingetroffen, erklärte die ukrainische Regierungsbehörde zur Bekämpfung von Desinformation. Ein von der ukrainischen Bahn veröffentlichtes Video zeigt, wie der britische Prinz bei seiner Ankunft in Kiew aus einem Zug steigt. Harry ist bereits mehrfach in die Ukraine gereist, um seine Unterstützung für Kiew anlässlich des seit über vier Jahren andauernden russischen Angriffskriegs zu bekunden und verletzte Soldaten zu unterstützen. Prinz Harry diente selbst lange in der britischen Armee. 2014 gründete er die Invictus Games, eine Sportveranstaltung für verletzte Soldaten und Veteranen. Russland stört offenbar zunehmend finnische Funksignale Laut der Verkehrs- und Kommunikationsbehörde Traficom haben aus Russland stammenden Störungen des Flugverkehrs und des Mobilfunknetzes in diesem Frühjahr zugenommen. Laut Traficom hat die Zahl der Störungen der Satellitennavigation seit Februar deutlich zugenommen. An einigen Orten waren die Zahlen außergewöhnlich hoch. Zudem traten Störungen in Mobilfunknetzen nahe der Ostgrenze bisher hauptsächlich nachts auf, doch laut aktuellen Daten können sie nun auch tagsüber auftreten, berichtet die finnische Nachrichtenseite Yle. Verletzte bei russischem Angriff auf Wohnhaus Bei einem russischen Luftangriff auf ein Wohnhaus in der südostukrainischen Stadt Dnipro sind nach Angaben des Regionalgouverneurs am frühen Morgen sieben Menschen verletzt worden, darunter zwei Kinder. Fünf Personen sind im Krankenhaus behandelt worden, darunter zwei Mädchen im Alter von neun und 14 Jahren, hat Gouverneur Oleksandr Hanscha auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mitgeteilt. Zudem sind Brände in einem Geschäft und an mehreren Autos ausgebrochen. Mittwoch, 22. April Erdoğan will wieder Friedensgespräche wiederbeleben Die Türkei hat sich nach Angaben von Präsident Recep Tayyip Erdoğan um eine Wiederbelebung der Friedensverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine bemüht. Erdoğan hat bei einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte am Mittwoch in Ankara erklärt, sein Land habe daran gearbeitet, die Staatschefs der Kriegsparteien an einen Tisch zu bringen, teilte das türkische Präsidialamt mit. Zuvor hat die Ukraine das Nato-Mitglied Türkei gebeten, ein solches Spitzentreffen auszurichten. Die Türkei hat gute Beziehungen zu beiden Staaten unterhalten. In Moskau hat Kreml-Sprecher Dmitri Peskow gesagt, Russlands Präsident Wladimir Putin wolle sich mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj nur treffen, um Vereinbarungen zu dem Konflikt zu finalisieren. Ukraine hat Druschba-Pipeline wohl wieder in Betrieb genommen Durch die Druschba-Pipeline fließt offenbar wieder Öl in Richtung Westen. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf mit den Vorgängen vertraute Kreise. Am Vormittag hieß es aus der Ukraine, die Pipeline solle "binnen weniger Stunden" wieder in Betrieb genommen werden. Ein ranghoher ukrainischer Beamter sagte am Mittwoch, geplant sei die Wiederaufnahme für 13 Uhr – es könne auch schon früher wieder Öl fließen. Die Druschba-Pipeline für Rohöl verbindet die russischen Ölfelder mit Raffinerien in Ost- und Mitteleuropa. Behörden: Elf Verletzte bei ukrainischem Drohnenangriff in Russland Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die russische Stadt Sysran ist nach Angaben der örtlichen Behörden ein Wohnhaus teilweise eingestürzt. Dabei seien elf Menschen verletzt worden. Vier Menschen, darunter ein Kind, seien gerettet worden, teilte der Gouverneur der Region Samara, Wjatscheslaw Fedorischew, mit. Die Rettungsarbeiten dauern an. In der an die Ukraine grenzenden Region Kursk stürzte nach Angaben der dortigen Regionalregierung zudem eine Drohne in den Hof eines Hauses, verletzt wurde niemand. Ukraine meldet russische Drohnenangriffe auf Süden Bei einem russischen Drohnenangriff auf den Schwarzmeerhafen Odessa sind nach ukrainischen Angaben in der Nacht Liegeplätze, Lagerhallen und Bahnanlagen beschädigt worden. Auch Einrichtungen von Hafenbetreibern seien getroffen worden, teilte der stellvertretende Ministerpräsident Oleksij Kuleba mit. Bei einem weiteren Drohnenangriff auf einen Bahnhof in der südlichen Region Saporischschja sei zudem ein Bahnmitarbeiter getötet worden. Nach Druschba-Reparatur: EU dringt auf schnelle Freigabe der Ukraine-Hilfen Nach der von der Ukraine verkündeten Reparatur der Druschba-Pipeline für russisches Öl nach Europa fordert die EU eine schnelle Freigabe der von Ungarn blockierten Ukraine-Hilfen. "Ich erwarte eine positive Entscheidung zum 90-Milliarden-Euro-Darlehen in den nächsten 24 Stunden", sagte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas am Dienstag nach einem Treffen der EU-Außenminister in Luxemburg . Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) forderte Ungarn auf, die "ungebührlichen Blockaden" gegen die Ukraine-Unterstützung "schnellstmöglich" zu beenden. Der 90-Milliarden-Kredit für die Ukraine dürfe "nicht erst nach dem Regierungswechsel" in Budapest freigegeben werden, mahnte Wadephul, sondern "sehr schnell". Bei der ungarischen Parlamentswahl am 12. April wurde die Regierung des prorussischen und EU-kritischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán abgewählt, sie bleibt aber voraussichtlich noch bis mindestens Anfang Mai im Amt. Orbáns Regierung blockiert seit Dezember die Auszahlung des Kredits an die Ukraine. Auch die Verabschiedung eines 20. Sanktionspakets gegen Russland scheiterte bisher unter anderem an Ungarns Veto. Als Grund für die Blockadehaltung führte Orbán den Streit um die durch die Ukraine verlaufende Druschba-Pipeline an, durch die normalerweise russisches Öl nach Ungarn und in die Slowakei fließt. Ukrainischen Angaben zufolge wurde die Leitung bei einem russischen Angriff im Januar beschädigt, die Lieferungen wurden gestoppt. Selenskyj verkündet Reparatur der "Druschba"-Pipeline Kurz vor Beratungen über ein weiteres Darlehen für die Ukraine hat Kiew die Reparatur der Erdölleitung "Druschba" (Freundschaft) aus Russland in die Europäische Union verkündet. "Die Ölpipeline kann ihren Betrieb wieder aufnehmen", schrieb Präsident Wolodymyr Selenskyj bei Telegram. Kiew erwarte nun die Freigabe von blockierten EU-Mitteln. Ende Januar hatte eine russische Drohne im westukrainischen Brody nach ukrainischen Angaben Anlagen der Pipeline beschädigt. Infolgedessen wurde der Transit russischen Erdöls über die Ukraine in die Slowakei und Ungarn unterbrochen. Die beiden Nachbarstaaten der Ukraine bezweifelten die Darstellung von Kiew zu den Schäden an der Erdölleitung und forderten eine unabhängige Inspektion. Beide Länder stellten ihre Diesellieferungen an die Ukraine ein. Budapest blockierte außerdem die Zahlung einer ersten Tranche eines im Dezember zugesagten EU-Kredits von insgesamt 90 Milliarden Euro. Ungarn hatte allerdings angekündigt sein Veto zurückzuziehen, wenn es wieder russisches Öl über die in der Ukraine beschädigte Druschba-Pipeline bekommt. Am Mittwoch könnte die EU eine Entscheidung über ein weiteres Unterstützungsdarlehen für die Ukraine treffen. Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen eine russische Invasion. Leiter des größten russischen Verlags vernommen Wegen der Verbreitung von Büchern mit LGBT-Bezug ist der Leiter des größten russischen Verlagshauses Eksmo am Dienstag nach Unternehmensangaben vernommen worden. Generaldirektor Jewgeni Kapijew und weitere Beschäftigte wie etwa der Vertriebsleiter seien vom russischen Ermittlungskomitee vorgeladen worden, sagte eine Sprecherin des Verlags der Nachrichtenagentur AFP. Das Ermittlungskomitee ist in Russland für die Verfolgung besonders schwerwiegender Straftaten zuständig. Die Vernehmungen seien "im Rahmen eines Strafverfahrens wegen Extremismus im Zusammenhang mit der Verbreitung von Büchern des Verlags Popcorn" erfolgt, sagte die Eksmo-Sprecherin weiter. Popcorn ist eine Untermarke von Eksmo und hat in der Vergangenheit Bücher für junge Erwachsene zu den Themen Geschlechtsidentität, psychische Gesundheit und Rassismus veröffentlicht. Eksmo wurde 1991 gegründet und veröffentlicht Bücher für Erwachsene und Kinder. Die englische Abkürzung LGBT steht für lesbisch, schwul, bisexuell und transgender. Eksmo wies Berichte staatlicher Medien zurück, in denen es unter Berufung auf nicht genannte Behördenvertreter hieß, Verlagsräume seien durchsucht worden. AFP-Reporter sahen am Dienstag am Unternehmenssitz keine Anzeichen für eine Durchsuchung. Bereits im Mai vergangenen Jahres waren mehrere Verlagsbeschäftigte wegen des Vorwurfs der Verbreitung von "LGBT-Propaganda" festgenommen worden; laut Medienberichten handelte es sich um Beschäftigte von Popcorn. Selenskyj dankt Merz für "starke Unterstützung" für die Ukraine Vor einer EU-Abstimmung über ein 90-Milliarden-Euro-Darlehen für die Ukraine hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) für seine Unterstützung gedankt. Im Onlinedienst X erklärte Selenskyj am Dienstagabend, er habe Merz in einem Gespräch für seine "so starke Unterstützung der Ukraine" gelobt. Gemeinsam hätten sie über Themen der bilateralen und multilateralen Beziehungen gesprochen sowie über "die Schritte, die notwendig sind, um den Beitritt der Ukraine zur Europäischen Union voranzutreiben". Thema des Gesprächs waren laut Selenskyj auch "Treffen und Verhandlungen diese Woche". "Danke, Friedrich, für die Unterstützung und die Bereitschaft, bei allem zu helfen!", schloss der ukrainische Präsident seine Erklärung. Am Donnerstag und Freitag kommen die EU-Staats- und Regierungschefs zu einem Gipfel in Zypern zusammen. Für Mittwoch hat die zyprische EU-Ratspräsidentschaft eine Abstimmung der EU-Länder über den 90-Milliarden-Euro-Kredit für die Ukraine auf die Agenda gesetzt. Um die für die Auszahlung notwendige Anpassung des EU-Haushalts zu beschließen, müssen alle 27 Mitgliedstaaten zustimmen. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas sagte am Dienstag nach einem Treffen der EU-Außenminister in Luxemburg, sie erwarte eine positive Entscheidung. Dienstag, 21. April "Donnyland": Ukraine dachte wohl über Umbenennung des Donbass nach Die Ukraine hat in Gesprächen über ein mögliches Kriegsende laut einem Bericht der "New York Times" vorgeschlagen, einen umkämpften Teil des Donbass "Donnyland" zu nennen. Mehrere mit den Verhandlungen vertraute Personen berichten, der Begriff sei in den vergangenen Monaten intern verwendet worden. Offiziell festgehalten wurde er demnach bislang nicht. Der Vorschlag stand demnach im Zusammenhang mit Bemühungen Kiews, US-Präsident Donald Trump zu schmeicheln und so die US-Regierung zu stärkerem Druck auf Russland zu bewegen. Hintergrund sind festgefahrene Verhandlungen über die Zukunft eines Gebietes im Osten der Ukraine, das weiterhin umkämpft ist. Diskutiert werden unter anderem Modelle einer demilitarisierten Zone oder einer Sonderverwaltungsregion. Ukrainischer Geheimdienst meldet Angriff auf russische Ölpumpstation Die Ukraine greift nach Angaben des Geheimdienstes SBU in der Nacht eine Ölpumpstation in der russischen Region Samara mit Drohnen an. In der Anlage, die zur Druschba-Pipeline gehört, sei ein Feuer ausgebrochen, teilte ein SBU-Vertreter mit. Ersten Erkenntnissen zufolge seien fünf Rohöltanks beschädigt worden. Der Gouverneur von Samara bestätigte einen Drohnenangriff auf eine Industrieanlage, nannte aber keine Details. Über die Druschba-Pipeline beziehen unter anderem Ungarn und die Slowakei russisches Öl. Insider: Russland will kasachische Öllieferungen nach Deutschland stoppen Russland will Insidern zufolge ab dem 1. Mai den Transit von kasachischem Erdöl über seine Druschba-Pipeline nach Deutschland einstellen. Ein angepasster Exportplan sei bereits an Kasachstan und Deutschland übermittelt worden, sagten drei mit dem Vorgang vertraute Personen aus der Industrie der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag. Das russische Energieministerium reagierte zunächst nicht auf eine Bitte um Stellungnahme. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sagte, er wisse davon nichts. "Wir werden versuchen, das zu prüfen", fügte er hinzu. Russische Schattenflotte: Nationaler Sicherheitsrat beschließt schärferes Vorgehen Deutschland will sein Vorgehen gegen die russische Schattenflotte verschärfen. Dies habe der Nationale Sicherheitsrat bei einem Treffen am Montagabend beschlossen, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus Teilnehmerkreisen. Details wurden dabei nicht genannt. Andere EU-Länder gehen aber schon länger druckvoller gegen Schiffe vor, die für Russland unter Umgehung von Sanktionen Öl transportieren. Als Schattenflotte werden die oft veralteten und unter fremder Flagge fahrenden Schiffe bezeichnet, mit denen Russland das internationale Ölembargo wegen des Ukraine-Kriegs umgeht. Die Schiffe stehen zudem teilweise in Verdacht, an hybriden Angriffen gegen den Westen im Auftrag Russlands beteiligt zu sein, etwa an der Beschädigung von Unterwasserkabeln in der Ostsee . Wadephul: EU-Kredit für Ukraine jetzt freigeben Bundesaußenminister Johann Wadephul mahnt die schnelle Freigabe des EU-Kredits für die Ukraine im Volumen von 90 Milliarden Euro an. "Die ungewöhnlichen Blockaden gegen die dringend notwendige Ukraine-Unterstützung müssen schnellstmöglich aufgelöst werden", sagt Wadephul vor einem Treffen der EU-Außenminister in Luxemburg mit Blick auf die Abwahl des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán, der die Auszahlung des Geldes blockiert hatte. "Die Freigabe des 90-Milliarden-Kredites braucht es nicht erst nach dem Regierungswechsel, sondern sehr schnell", mahnt Wadephul mit Blick nach Budapest. "Für die Ukraine geht es um alles." Kallas: Entscheidung über EU-Kredit für Ukraine bis Mittwoch Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas rechnet nach eigenen Worten bis Mittwoch mit "positiven Entscheidungen" über einen Kredit für die Ukraine in Höhe von 90 Milliarden Euro. "Die Ukraine braucht diesen Kredit wirklich, und er ist auch ein Zeichen dafür, dass Russland nicht länger durchhalten kann als die Ukraine", sagt Kallas vor einem Treffen der EU-Außenminister in Luxemburg. Selenskyj rechnet mit Trumps Schwiegersohn ab Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den US-Vermittlern Steve Witkoff und Jared Kushner fehlenden Respekt vor der Ukraine vorgeworfen. "Es ist respektlos, nach Moskau zu reisen und nicht nach Kiew zu kommen", sagte der Staatschef in einem Interview für das staatliche Nachrichtenprogramm. Er verstehe zwar die Schwierigkeiten bei der Anreise in das Kriegsland, doch würden auch andere nach Kiew reisen. Mit Blick auf einen solchen Besuch vor Ort sagte Selenskyj: "Das brauchen nicht wir, sondern sie." Zugleich hob er hervor, dass für ihn das Resultat und nicht der Ort der Gespräche entscheidend sei. Selenskyj lehnte erneut einen von Russland geforderten Abzug aus den ostukrainischen Gebieten Luhansk und Donezk ab. "Das wäre fraglos für uns strategisch gesehen eine Niederlage", sagte der Staatschef. Ohne die Befestigungsanlagen und die ausgebaute Verteidigungslinie würde die Ukraine schwächer werden. Ein angeordneter Rückzug würde auch die ukrainische Armee moralisch schwächen. Für Selenskyj sei ein Kriegsende am schnellsten über einen Waffenstillstand entlang der aktuellen Frontlinie erreichbar. Montag, 20. April Russland: Bislang dieses Jahr 1.700 Quadratkilometer eingenommen Russische Truppen haben nach Angaben von Generalstabschef Waleri Gerassimow in diesem Jahr bislang 1.700 Quadratkilometer ukrainisches Gebiet eingenommen. Die Streitkräfte rückten in alle Richtungen vor, sagte der General im Staatsfernsehen. Saporischschja: Russischer Blogger spricht von Rückzug Das Gebiet rund um das ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja ist heftig umkämpft. "Allein in den vergangenen 24 Stunden gab es brutale Angriffe auf Dnipro, Tscherkassy, Charkiw, Krywyj Rih, Tschernihiw, die Region Donezk und Saporischschja", postete der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj noch in der Vorwoche. Nun überrascht ein Video des einflussreichen russischen Militärbloggers "Rybar". Demnach habe sich die Lage an der Front rund um Saporischschja aus russischer Sicht "weiterhin verschlechtert". Mehr dazu lesen Sie hier. Putin erfreut über Ausgang der Wahl in Bulgarien Russland hat den Sieg von Ex-Präsident Rumen Radew bei der Parlamentswahl in Bulgarien begrüßt. "Natürlich imponieren uns die Äußerungen von Herrn Radew, der bei der Wahl gesiegt hat, und von einigen anderen europäischen Führern über die Bereitschaft, Probleme auf dem Weg eines pragmatischen Dialogs zu lösen", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. "Wir begrüßen das." Russland habe stets seine Bereitschaft zum Dialog deutlich gemacht, sagte Peskow. Kremlchef Wladimir Putin hatte Radew 2019 beim Internationalen Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg empfangen – damals war der Bulgare dort als Präsident zu Gast. Radew hatte mit seinem Mitte-links-Bündnis "Progressives Bulgarien" bei der Wahl am Sonntag die absolute Mehrheit erreicht. Der designierte Premier des EU-Mitglieds Bulgarien lehnt Waffenlieferungen an die Ukraine ab, versprach aber eine pragmatische Haltung. Russische Drohne verletzt Ministerberater Beskrestnow Bei einem russischen Drohnenangriff ist ein wichtiger Berater des ukrainischen Verteidigungsministers verwundet worden. "Ein Flugobjekt vom Typ Shahed ist in die Wand meines Hauses gekracht. Mein Haus ist nicht mehr. Ich bin in Schwierigkeiten, aber ich bin wie durch ein Wunder am Leben", erklärte Sergei Beskrestnow auf Facebook. Der 51-jährige Beskrestnow ist Spezialist für militärische Funktechnologien. Seit Kriegsbeginn ist er an der Front in den Bereichen Funk, elektronische Kriegsführung und Aufklärung aktiv und damit auch für den Drohnenkampf zuständig. Im Januar 2026 wurde er von Kiews Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow zu dessen Berater auf dem Gebiet ernannt. Erneut Brand russischer Ölanlagen nach Drohnenangriff – ein Toter Bei einem erneuten ukrainischen Drohnenangriff auf den russischen Schwarzmeerhafen Tuapse in der Region Krasnodar ist mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Eine weitere Person sei verletzt worden, schrieb Gouverneur Weniamin Kondratjew auf der Plattform Telegram. Im Hafen brenne es, Drohnentrümmer hätten Gebäude in der Stadt beschädigt, darunter eine Schule und einen Kindergarten. Das Portal "Kyiv Independent" berichtete unter Berufung auf Anwohner von Explosionen, zwei brennenden Tanks der Raffinerie und hohen Flammen im Bereich des Hafens. Am Schwarzen Meer ist Tuapse einer der wichtigsten Häfen für den russischen Ölexport. Hier gibt es auch eine Raffinerie, die dem größten russischen Ölkonzern Rosneft gehört. Tuapse liegt etwa 75 Kilometer nordwestlich der Großstadt Sotschi. Der Hafen war bereits vergangene Woche Ziel eines ukrainischen Angriffs. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte am Sonntag mitgeteilt, die ukrainischen Angriffe auf Russlands Ölinfrastruktur hätten zu einem Verlust von mindestens 2,3 Milliarden Dollar an Einnahmen durch Ölverkäufe geführt. "Kyiv Independent" berichtete, durch Drohnenangriffe und Beschlagnahmung von Öltankern der sogenannten russischen Schattenflotte seien im April rund 40 Prozent der russischen Öl-Exportkapazitäten lahmgelegt worden. Ukraine dringt auf europäisches Raketenabwehrsystem Europa muss nach Darstellung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ein eigenes Abwehrsystem gegen ballistische Raketen aufbauen. Die Ukraine führe bereits Gespräche mit mehreren Staaten über die Entwicklung, sagte Selenskyj am Sonntag im Fernsehen. "Wir müssen innerhalb eines Jahres unser eigenes System zur Abwehr ballistischer Raketen aufbauen", erklärte er. Dies sei eine extrem schwierige, jedoch realistische Aufgabe. Er habe das Vorhaben bereits mit wichtigen europäischen Ländern besprochen, ohne diese namentlich zu nennen. Der Schutz vor solchen Angriffen gehört zu den größten Herausforderungen für die Ukraine, da Russland mit ballistischen Raketen gezielt Kraftwerke und Stromnetze des Landes angreift. Bislang können nur bestimmte Raketen des US-Systems Patriot die russischen Geschosse abfangen. Diese sind jedoch wegen des verstärkten Einsatzes der Abwehrsysteme in der Golfregion zunehmend knapp. Das einzige europäische System, das französisch-italienische SAMP/T, wird in relativ geringen Stückzahlen produziert. Der Hersteller der ukrainischen Flamingo-Marschflugkörper, Fire Point, hatte der Nachrichtenagentur Reuters in diesem Monat mitgeteilt, er verhandle mit europäischen Unternehmen über die Einführung eines neuen, kostengünstigen Luftabwehrsystems im kommenden Jahr. Sonntag, 19. April Ungarische Blockade: Orbán macht Andeutung Der abgewählte ungarische Ministerpräsident ist nur noch wenige Wochen im Amt. Kurz vor seinem Abgang könnte Viktor Orbán der Ukraine doch noch helfen. Mehr dazu lesen Sie hier. Baltische Staaten erschweren Moskau-Reise von EU-Regierungschef Der slowakische Regierungschef Robert Fico kann zum Weltkriegsgedenken in Russland nicht über die baltischen EU- und Nato-Staaten Estland, Lettland und Litauen fliegen. "Fico wird erneut keine Genehmigung erhalten, den estnischen Luftraum für einen Flug nach Moskau zur Teilnahme an der Parade am 9. Mai zu nutzen", teilte Estlands Außenminister Margus Tsahkna in Tallinn mit. Zuvor hatte Fico in einem Video selbst mitgeteilt, dass ihm der Überflug von Lettland und Litauen verweigert werde. Offizielle Bestätigungen aus Riga und Vilnius lagen dazu zunächst nicht vor. Russland begeht jedes Jahr am 9. Mai den "Tag des Sieges", also den russischen Feiertag zum Gedenken an den sowjetischen Sieg über Hitler-Deutschland. Bereits im Vorjahr hatten die an Russland grenzenden baltischen Staaten ihren Luftraum für Staats- und Regierungschefs gesperrt, die zu den Feierlichkeiten nach Moskau reisen wollten. Darunter waren – als einzige Gäste aus Europa – Fico und der serbische Staatschef Aleksandar Vučić. Auch für dieses Jahr hat Fico wieder seine Reise zur Gedenkveranstaltung in Moskau geplant. In einem Facebook-Video kündigte er vor zwei Wochen an, er wolle der Kranzniederlegung am Gefallenendenkmal in Bratislava-Slavin beiwohnen und das ehemalige Konzentrationslager in Dachau besuchen. Am 9. Mai sollte Moskau folgen und im Juni die Normandie, wo jener Soldaten gedacht werde, die mit ihrer Landung eine zweite Front eröffnet hätten. Er wolle "seine Ehrerbietung allen erweisen, die gegen den Faschismus kämpften, und jenen, die seine Opfer wurden und unglaubliches Leid ertragen mussten", sagte Fico in dem Video. Russland: Brand in Schwarzmeer-Hafen nach drei Tagen gelöscht Drei Tage nach einem ukrainischen Drohnenangriff auf den russischen Ölverladehafen Tuapse am Schwarzen Meer ist der Brand nach russischen Angaben gelöscht. Dies teilten örtliche Behörden mit. Bei der am Donnerstag gemeldeten Attacke auf den wichtigen Exportknotenpunkt im Süden Russlands waren den Behörden zufolge zwei Menschen getötet und sieben weitere verletzt worden. Zudem war ein unter liberianischer Flagge fahrender Öltanker getroffen worden. Die Ukraine hatte den Angriff auf die Hafeninfrastruktur für sich reklamiert. Ältere Nachrichten zum Krieg in der Ukraine lesen Sie hier.