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VW-Desaster bei Qualität: Volkswagen bei J.D. Power auf letztem Platz

In einer renommierten Studie stürzt VW ans Ende des Rankings. Die Technik im Cockpit überfordert Nutzer und Hersteller gleichermaßen – ein Problem der gesamten Branche. Wer ein Auto kauft, erwartet, dass es funktioniert. Doch die Realität sieht oft anders aus: In der aktuellen Qualitätsstudie des Datenanalysten J.D. Power in den USA belegt Volkswagen den letzten Rang. Das größte Ärgernis für die Fahrer ist dabei nicht der Motor, sondern die Software. Die Zahlen der US-Experten zeichnen ein düsteres Bild der gesamten Branche. Für die Studie befragten sie mehr als 33.000 Fahrer, deren Autos nun drei Jahre alt sind. Das Ergebnis: Die Zahl der Mängel erreicht den höchsten Stand seit Jahren. Deutsche Marken enttäuschen die Erwartungen Besonders für die deutschen Hersteller ist die Bilanz beschämend. VW bildet mit 301 Problemen pro 100 Fahrzeuge das Schlusslicht. Die Luxusmarken Audi und Mercedes landen weit abgeschlagen im hinteren Mittelfeld. Auch andere Traditionsmarken enttäuschen: Volvo belegt den vorletzten Platz, davor liegen Land Rover und Jeep. Ganz anders sieht es bei den asiatischen Herstellern aus. Die Toyota-Tochtermarke Lexus führt die Tabelle an – genau wie im Vorjahr. Auch Nissan und Hyundai schneiden inzwischen beinahe traditionell gut ab. Das Cockpit als Frustfalle Der wahre Ärger steckt heute nicht mehr unter der Motorhaube, sondern im Display: Die meisten Beschwerden verursacht das Infotainment-System. Vor allem die Verbindung zum Smartphone – ob über Android Auto, Apple CarPlay oder Bluetooth – raubt vielen Fahrern den Nerv. Auch kabellose Ladeschalen und die Apps der Hersteller funktionieren oft nicht so, wie sie sollen. Dabei helfen offenbar auch die modernen Updates über das Internet kaum weiter. Zwar erhielt fast jeder zweite Fahrer im vergangenen Jahr eine verbesserte Software, doch nur ein kleiner Teil bemerkte eine echte Verbesserung. Mehr noch: Durch die Fern-Updates stieg die Fehlerquote sogar an. Hohe Preise verhindern keine Fehler Die Studie widerlegt den Glauben, dass ein hoher Preis auch hohe Qualität garantiert. So manche teure Marke schneidet schlechter ab als der Massenmarkt. Der Grund: Die Hersteller überfrachten ihre Luxusmodelle mit komplexen Funktionen und Bildschirmen, die im Alltag häufiger versagen. Auch beim Antrieb zeigt sich ein klares Gefälle: Benziner laufen am zuverlässigsten. Elektroautos und vor allem Plug-in-Hybride bereiten deutlich mehr Probleme. Toyota bleibt das Maß der Dinge Der große Abräumer im Ranking kommt aus Japan: Toyota holt mit seinen Modellen die meisten Siege in den einzelnen Fahrzeugklassen. Das zuverlässigste Auto der gesamten Untersuchung ist der Lexus IS. Auch Klassiker wie der Toyota Corolla und der Camry behaupten ihre Spitzenpositionen. Für VW und Volvo gilt: weniger Spielereien, mehr Zuverlässigkeit. Sonst parken die Kunden künftig bei der Konkurrenz.