E-Auto kaufen: Diese Elektro-Autos sind Optionen zu Benzinern und Dieseln
Die Spritpreise steigen und mit ihnen das Interesse an Elektroautos. Doch wer umsteigen will, sollte genauer hinschauen: Der Markt bietet Chancen, aber auch Fallstricke. Wer einen Benziner oder Diesel fährt, erlebt an der Tankstelle derzeit eine böse Überraschung: Die Preise für Kraftstoffe sind infolge des Konflikts im Iran spürbar angezogen, eine schnelle Entspannung ist nicht in Sicht. Autofahren wird immer mehr zur Kostenfrage – und führt zu einem Umdenken. Eine Auswertung der Plattform Carwow zeigt laut "Automobilwoche", dass sich die Nachfrage im Netz deutlich verschiebt. Während der Anteil von Benzinern und Dieseln bei Konfigurationen sinkt, legen Elektroautos spürbar zu. Wichtig dabei: Es handelt sich um Such- und Konfigurationsdaten, nicht um tatsächliche Kaufabschlüsse. In fünf Klassen: Das sind Deutschlands beste E-Autos Auch andere Anbieter beobachten diesen Trend. Plattformen wie meinauto.de registrieren ein wachsendes Interesse an alternativen Antrieben und günstigeren Mobilitätsformen. Gleichzeitig zögern viele beim Kauf und warten ab, wie sich die Energiepreise und die geopolitische Lage entwickeln. Ein ähnliches Muster war bereits 2022 zu beobachten, als nach Beginn des Ukraine-Kriegs steigende Spritpreise die Nachfrage verschoben. Neben den Spritkosten spielen weitere Faktoren eine Rolle beim steigenden Interesse an Stromern: ein wachsendes Angebot an Modellen, staatliche Förderungen und die geringeren laufenden Kosten. Elektroautos können im Alltag günstiger sein als Benziner oder Diesel – vor allem, wenn zu Hause geladen wird. Ein Benziner mit rund sieben Litern Verbrauch verursacht bei aktuellen Preisen etwa 15 Euro Kosten pro 100 Kilometer, während ein E-Auto oft deutlich darunter liegt – wenn es nicht ausschließlich an öffentlichen Schnellladesäulen zum teuren Tarif lädt. Neue E-Autos: Diese Autos sind sparsam Wer aktuell neu kauft, hat deutlich mehr Auswahl als noch vor wenigen Jahren – und große Unterschiede zwischen den Modellen. Für die Stadt und kurze Strecken eignen sich vor allem kleine, effiziente Fahrzeuge. Ein Beispiel ist der Fiat 500e , der laut "Spiegel" und ADAC-Daten mit rund 13 kWh pro 100 Kilometer auskommt. Die Reichweite liegt je nach Batterie bei etwa 190 bis 320 Kilometern – ausreichend für den Alltag, aber weniger für längere Fahrten. Als sparsame Alternativen gelten in diesem Segment auch Modelle wie der Dacia Spring , der Mini Cooper E oder der Peugeot E-208. In der Kompaktklasse, einem der wichtigsten Segmente in Deutschland, ist der VW ID.3 ein typischer Vertreter. Je nach Version sind hier Reichweiten von bis zu 600 Kilometern möglich. Gut zu wissen: Er bekommt ebenso wie sein Zwilling Cupra Born in diesem Jahr ein Facelift . Weitere effiziente Modelle sind hier etwa der Kia EV3 , der Opel Astra Electric oder der Renault Mégane E-Tech. Wer mehr Platz oder Reichweite sucht, findet in der Mittelklasse Alternativen wie den Mercedes CLA . Mit einem Verbrauch von rund 12,3 kWh pro 100 Kilometer und Reichweiten von bis zu 792 Kilometern gehört er laut "Spiegel" zu den effizienteren Modellen – und eignet sich damit auch für längere Strecken. Als weitere sparsame Vertreter nennt der ADAC unter anderem das Tesla Model 3, den Hyundai Ioniq 6 , den Audi A6 e-tron oder den VW ID.7 . Bei den SUVs, die in Deutschland besonders gefragt sind, steht etwa das Tesla Model Y. Es bietet viel Platz, Reichweiten von über 600 Kilometern und gilt als vielseitig einsetzbar. Auch hier gibt es effiziente Alternativen wie den Toyota bZ4x, den Ford Capri, den Mercedes EQA oder den Citroën ë-C4 X. Günstige Modelle auf dem Vormarsch Dazu sind weitere günstige E-Autos bereits auf dem Markt (zum Beispiel Hyundai Inster , Citroën e-C3 , Renault 5 e-Tech Electric , BYD Dolphin Surf ) und kommen in den nächsten Monaten auf den Markt – zum Beispiel Kia EV2 , VW ID. Polo und ID. Cross sowie Skoda Epiq oder Cupra Raval . Gebrauchte Elektroautos: Tipps für Schnäppchen Noch dynamischer entwickelt sich derzeit der Gebrauchtwagenmarkt. Der schnelle Wertverlust von E-Autos führt dazu, dass vergleichsweise junge Fahrzeuge deutlich günstiger angeboten werden. Für Verkäufer ist das schlecht, für Käufer umso besser. Ein Beispiel ist der VW ID.3: Frühe Modelle mit 58-kWh-Batterie sind laut "Auto Motor und Sport" teilweise schon für unter 12.000 Euro zu finden. Damit wird ein modernes Elektroauto preislich mit älteren Verbrennern vergleichbar. Auch das Tesla Model 3 ist deutlich günstiger geworden. Fahrzeuge aus den Baujahren 2020 bis 2022 starten laut dem Fachmagazin bei etwa 15.000 Euro. Dafür bekommen Käufer ein effizientes Fahrzeug mit durchdachter Software und integrierter Ladeplanung. Dafür sollten Gebrauchtkäufer beachten, dass das Model 3 häufig Probleme bei der Hauptuntersuchung hat . Wer häufig längere Strecken fährt, könnte sich den Hyundai Ioniq 5 ansehen . Das Modell bietet besonders kurze Ladezeiten dank 800-Volt-Technik – unter optimalen Bedingungen lässt sich der Akku in rund 18 Minuten von zehn auf 80 Prozent laden. Gebraucht beginnt er bei etwa 19.500 Euro. Auch kleinere Modelle bleiben interessant. Ein VW e-Up ist laut "Spiegel" ab etwa 12.000 Euro erhältlich und eignet sich vor allem für den Stadtverkehr. Der BMW i3 der ersten Generation punktet mit seinem Leichtbau und effizientem Verbrauch, während ein Hyundai Kona Elektro als kompaktes SUV auch für längere Strecken infrage kommt. Gebrauchtes E-Auto kaufen: Das ist entscheidend Beim Kauf sollten Interessenten jedoch genau hinsehen. Entscheidend ist der Zustand der Batterie. Der sogenannte State of Health (SoH) zeigt, wie leistungsfähig der Akku noch ist. Liegt dieser Wert über 80 Prozent, gilt er in der Regel als solide. Ein Test bei TÜV oder Dekra kann hier schnell Klarheit schaffen. TÜV-Auswertung: Das sind die besten gebrauchten E-Autos Auch Reichweite und Ladeleistung unterscheiden sich je nach Baujahr deutlich. Ältere Modelle schaffen oft nur 120 bis 200 Kilometer und laden langsamer. Wer regelmäßig längere Strecken fährt, sollte gezielt nach Fahrzeugen mit Schnellladefunktion und einer möglichst hohen Ladeleistung suchen. Ein weiterer Blick lohnt sich auf typische Schwachstellen. Laut "Auto Bild TÜV-Report" zeigen sich bei einigen Modellen Auffälligkeiten, etwa bei dem Fahrwerk, den Bremsen oder der Beleuchtung. Eine Probefahrt und ein genauer Blick auf Wartung und Historie sind deshalb wichtig.
