Oscars 2026: Sicherheitsstufe erhöht
Die wichtigste Nacht Hollywoods stand unter besonderem Schutz. Aus Angst vor Angriffen wurde bei den Oscars in diesem Jahr hart durchgegriffen. Aus Los Angeles berichtet Jennifer Doemkes Dieser Nacht fieberte die Filmbranche monatelang entgegen: Am Sonntag wurden in Los Angeles zum 98. Mal die Oscars vergeben. Auch t-online war vor Ort und berichtete von der Verleihung – die dieses Mal unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen stattfand. Der Bereich um das Dolby Theatre in Hollywood war noch weiträumiger abgeriegelt als in den vergangenen Jahren. Die Polizeipräsenz war extrem hoch, Hubschrauber kreisten im Minutentakt über den Straßen. Autos durften nur mit speziellem Zufahrtsschein in die rote Zone, die Fahrzeuge wurden vor der Einfahrt auf Sprengstoff und andere Gefahren untersucht. Meterhohe Zäune und Hunderte Security-Leute schützten das Gelände vor ungebetenen Gästen. Zum Dolby Theatre gelangte man ausschließlich mit einem speziellen Ausweis, musste zuvor mehrere Kontrollpunkte durchlaufen und durch Detektoren ähnlich wie am Flughafen . Der Grund für die erhöhte Sicherheitsstufe: Der seit Ende Februar laufende Iran-Krieg, den die USA gemeinsam mit Israel gestartet haben. Die Angst vor Angriffen ist gewachsen, nachdem das FBI die kalifornischen Strafverfolgungsbehörden vor einer möglichen iranischen Drohnenattacke auf die Westküste gewarnt hatte. Die Wahrscheinlichkeit dafür wird zwar als niedrig eingestuft, trotzdem hatte die Polizei in Los Angeles "Vorkehrungen für Situationen getroffen, die wir in den vergangenen Jahren vielleicht noch nicht erlebt haben", sagte Randy Goddard, Einsatzleiter des LAPD für die Oscar-Verleihung, und betonte: "Wir verfügen über Ressourcen vor Ort, um auf solche besonderen Umstände, die eintreten könnten, zu reagieren, damit sie schnell bewältigt werden können und nichts außer Kontrolle gerät." Bombensprühhunde auf dem roten Teppich Man arbeitete eng mit dem FBI und anderen Sicherheitsbehörden zusammen. Es waren mehr Polizisten und zusätzlich ein Spezialteam für große Veranstaltungen im Einsatz. Über den roten Teppich liefen Beamte mit Bombenspürhunden. Abgesehen von ausgewählten TV-Teams wurden die Journalisten vor Ort an dem Bereich vorbei in den Presseraum geführt. Dorthin kommen die Gewinner, nachdem sie ihre Auszeichnung entgegengenommen haben, und stehen für Fragen bereit. Im Oscar-Saal selbst ist außer dem US-Sender ABC, der die Verleihung live im TV und online überträgt, keine Presse erlaubt. Dass die Verleihung aufgrund der angespannten Weltlage ausfallen könnte, stand nicht zur Debatte. Die Organisatoren hielten an dem Motto "The Show Must Go On" fest. Jedes Jahr sei es ihr Anliegen, dass sich jeder "sicher, geschützt und willkommen" fühlt, sagte Produzent Raj Kapoor zuvor auf einer Pressekonferenz. Das galt natürlich vor allem für die hochkarätigen Gäste. Neben Nominierten wie Leonardo DiCaprio , Michael B. Jordan, Timothée Chalamet, Sean Penn, Ethan Hawk, Jessie Buckley, Kate Hudson oder Emma Stone kamen auch große Namen wie Nicole Kidman , Pedro Pascal , Ryan Gosling, Sigourney Weaver , Ben Kingsley und Charlize Theron .
