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Strom-Speicher-Test 2026: Das ist der neue Testsieger

Nach der Nachfrage nach Photovoltaik-Anlagen steigt nun auch das Interesse an Heimspeichern. Aber nicht jeder ist effizient, wie ein aktueller Test zeigt. Heimspeicher sind eine ideale Ergänzung zur Photovoltaik-Anlage (PV-Anlage). Denn sie speichern den selbst gewonnenen Strom, wenn er gerade nicht gebraucht wird. Zudem gewähren sie ein gewisses Maß an Unabhängigkeit von den Stromlieferanten und einen kurzzeitigen Schutz vor einem Stromausfall . Das gelingt aber nur mit effizienten Geräten. Die aktuelle Stromspeicher-Inspektion 2026 der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin in Zusammenarbeit mit dem Analyseunternehmen im Bereich Energie Aquu zeigt klare Gewinner und warnt vor Preisfallen. Im Fokus der Überprüfung standen Effizienzklasse und Garantiebedingungen der Händler. Denn diese Faktoren sind ausschlaggebend dafür, ob und ab wann sich die Anschaffung lohnt. Wer sich falsch entscheidet, muss teilweise bis zu 200 Euro mehr im Jahr zahlen. Insgesamt wurden 22 Geräte untersucht – mit Kapazitäten von 5 und 10 kW. Das sind die Testsieger in der 10-kW-Klasse In der Kapazitätsklasse 10 Kilowatt (kW) schnitt der "PQ-H3-Ultra-10.0" von Fox ESS am besten ab. Laut den Testern sticht er durch seinen sehr hohen mittleren Batteriewirkungsgrad von über 97,6 Prozent und einen geringen Stand-by-Verbrauch von nur 4 Watt hervor. Er erreicht somit die Energieeffizienzklasse A. Zum Vergleich: Das Schlusslicht mit Energieeffizienzklasse G verbraucht 64 Watt im Leerlauf und verursacht somit jährliche Mehrkosten von bis zu 200 Euro. Auch folgende Stromspeicher erreichten die Energieeffizienzklasse A: RCT Power ("Power Storage DC 10.0" und "Power Battery 11.5") Energy Depot ("Centurio 10" und "DOMUS 2.5") Fronius ("Symo GEN24. 10.0 Plus SC" und "Reserva 12.6") Kostal ("Plenticore G3 M 10 (DC)") BYD ("Battery-Box HVS 12.8") Das sind die Testsieger in der 5-kW-Klasse Wer weniger Speicherkapazität benötigt, greift bevorzugt zu Heimspeichern mit 5 kW. Auch diese haben die Tester untersucht. Überzeugen konnten: der "Home Plus" von Sax Power, der "Sunny Boy Smart Energy 5.0" und der "Home Storage 6.5" – beide von SMA –, sowie der "Plenticore MP G3 M 4.6" von Kostal und der "Battery-Box HVS+ 7.7" von BYD. Heimspeicher mit oder ohne dynamischen Stromtarif? Neben dem eigenen Solarstrom kann in Heimspeichern auch Strom aus dem Netz zwischengespeichert werden. Das ergibt vor allem bei einem dynamischen Stromtarif Sinn. Denn hier schwanken die Strompreise . Das heißt: Ist der Strom günstig, lohnt sich das Zwischenspeichern. Ist der Strom teuer, kann von dieser Energiereserve gezehrt werden. Über den richtigen Zeitpunkt der Einspeisung entscheidet ein intelligentes Energiemanagementsystem auf Basis von Energie- und Preisprognosen. Alle getesteten Speicher verfügen über ein solches Energiemanagementsystem, doch die preisoptimierte Netzstromladung scheitert oft an Verlusten. Das heißt, dass mehr Strom ausgespeist als eingespeist wurde. Dadurch sinken die Einsparungen bei dynamischen Tarifen. Ein Beispiel: Der Heimspeicher wird bei einem nächtlichen Strompreis von 25 Cent pro Kilowattstunde mit Strom aus dem öffentlichen Netz geladen. Am nächsten Abend klettert der Strompreis auf 35 Cent pro Kilowattstunde. Wenn jetzt Strom gebraucht wird, weil Haushaltsgeräte laufen, dann kann der Haushalt den Strom aus dem Speicher nehmen und muss ihn nicht teuer aus dem öffentlichen Stromnetz ziehen. Damit sich der Speicher jedoch rechnet, muss sein Systemwirkungsgrad muss über 71 Prozent liegen. Nicht jedes getestete Gerät schaffte das. Welche Geräte es sind, teilte die Studie nicht mit. Auf die Garantie achten Doch Effizienz allein reicht nicht aus. Auch die Produktgarantie des Herstellers ist entscheidend. Dabei raten die Tester zu einer Kapazitätsgarantie ab 80 Prozent. Zudem sollte es keine hohen Nachweispflichten geben und der Hersteller die Austauschkosten übernehmen. "Das spart im Schadensfall Ärger", rät Orth. Je höher der garantierte Restwert der Batteriekapazität (60 bis 85 Prozent) ist, desto besser für Langzeitnutzer, fassen die Experten kurz zusammen.