Düsseldorf: Raser gesteht Crash unter Kokain – Mutter stirbt neben Sohn
Ein 26-jähriger Neusser steht wegen des Todes einer Radfahrerin vor dem Landgericht Düsseldorf. Die Staatsanwaltschaft erhebt einen Vorwurf, der das Strafmaß drastisch beeinflussen könnte. Ein 26-jähriger Neusser hat sich am Donnerstag erstmals vor dem Landgericht Düsseldorf verantworten müssen. Er soll im August 2025 unter Alkohol- und Drogeneinfluss eine Radfahrerin in Neuss getötet haben. Zum Prozessauftakt legte der Angeklagte über seine Verteidiger ein Geständnis ab. Er erklärte: "Ich weiß, dass ich schuld bin." Und weiter: "Ich hätte nicht fahren dürfen." Laut Ermittlungen war der 26-Jährige zum Tatzeitpunkt mit 1,3 Promille alkoholisiert. Er stand zudem unter dem Einfluss von Cannabis und Kokain. Vor Gericht erklärte er: "Wir hatten kein Kokain mehr und wollten welches kaufen." Laut Augenzeugenberichten, wie der Richter berichtete, sei der Mann schon vor dem Unfall rücksichtslos durch Neuss gerast. Andere Autofahrer hätten ausweichen oder bremsen müssen. Kontrolle über Fahrzeug verloren In einer Rechtskurve verlor der Angeklagte die Kontrolle über sein Fahrzeug. Er erfasste die 66-jährige Radfahrerin mit mindestens 76 Kilometern pro Stunde. Anschließend prallte sein Auto gegen einen Lieferwagen und einen Pkw – beide Fahrzeuge wurden schwer beschädigt. Die zweifache Mutter war an dem Abend mit einem ihrer Söhne unterwegs. Sie starb noch am Unfallort. Der Sohn erlitt einen Schock. Die drei Beifahrer des Angeklagten wurden leicht verletzt. Laut Aussage einer Polizistin habe der 26-Jährige am Unfallort angegeben, überholen zu wollen. Er sei dazu auf die linke Spur gewechselt. Den Konsum von Alkohol und Drogen habe er zunächst bestritten. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft handele es sich um Mord aus Heimtücke – mit dem Auto als gemeingefährlichem Mittel. Die Radlerin sei zur Tatzeit völlig arg- und schutzlos gewesen. Bis Ende Mai 2026 sind sechs weitere Verhandlungstage angesetzt. Dem Angeklagten droht eine mehrjährige Haftstrafe – im schlimmsten Fall lebenslang.
