Unwetter-Warnungen in Deutschland aktuell: DWD warnt vor Eisregen
Das Winterwetter hat vor allem Berlin, Brandenburg und Vorpommern im Griff. Auch am Freitag und am Samstag wird mit Gefahren gerechnet. Alle Entwicklungen im Newsblog. Experten rechnen am Wochenende mit Blutschnee Am Wochenende könnte in Teilen Deutschlands sogenannter Blutschnee fallen. Das Naturphänomen sei äußerst selten, erklärte Meteorologe Jan Schenk "Focus Online". Gefährlich sei der rötlich bis braune Schnee aber nicht. Ähnlich wie beim Blutregen in den Sommermonaten verfärbe sich der Schnee, weil Saharastaub in der Luft ist. Dieser könne sich an Schneekristalle anlagern, erklärte Diplom-Meteorologe Dominik Jung "Nordbayern.de". In den betroffenen Regionen kann das einen seltenen Anblick von Blutschnee bieten. DWD verlängert Warnung Der DWD hat seine Warnung vor markanter Glätte im Nordosten bis Samstagmittag verlängert. In Teilen Mecklenburg-Vorpommerns, Berlins und Brandenburgs gilt damit weiterhin Warnstufe Orange. Die Meteorologen rechnen am Abend und in der Nacht mit gefrierendem Regen, der vor allem auf den Straßen Chaos auslösen könnte. Von "nicht notwendigen Aufenthalten im Freien und Fahrten" wird bis 12 Uhr abgeraten. Für Nord-, Mittel- und Teile Süddeutschlands wird ebenfalls vor Glätte gewarnt. Es gilt Warnstufe Gelb. Autofahrer und Fußgänger sollten bis zum Vormittag vorsichtig sein und ihr Verhalten dem Wetter anpassen, so die Meteorologen. Flughafen BER nimmt Betrieb wieder auf Der Flugbetrieb am Berliner Flughafen BER läuft wieder an. Das teilte eine Sprecherin am Freitagnachmittag mit. Seit Donnerstagabend stand der Verkehr am Flughafen BER still. Aktuell würden die ersten Maschinen enteist. Wann genau die ersten Flugzeuge starten und landen können, ließ sie offen. "Die Enteisung dauert entsprechend den aktuellen Witterungsbedingungen bis zu einer Stunde und damit mehr als doppelt so lange wie üblich." Daher komme es "weiterhin zu massiven Verspätungen und Flugstreichungen", führte sie aus. Passagiere werden deshalb gebeten, ihren Flugstatus regelmäßig zu überprüfen. Die Airlines entscheiden laut der Sprecherin letztlich eigenständig, ob die Flüge durchgeführt oder gestrichen werden. DWD aktualisiert seine Warnungen Der Deutsche Wetterdienst hat seine Warnungen für Ostdeutschland aktualisiert. Gegen 9 Uhr wurde die Warnstufe Rot, verbunden mit dem Hinweis "Gefahr für Leib und Leben", aufgehoben. Es herrsche aber weiterhin "markante Glätte", und das wohl noch bis Freitagmittag, wie die Meteorologen weiter mitteilten. Weiterhin sei mit gefrierendem Regen zu rechnen. Wenn möglich, sollten Aufenthalte im Freien vermieden werden, so der DWD. Amtliche Unwetterwarnungen für Millionen Menschen ausgerufen Der DWD verschärft seine Unwetterwarnungen wegen gefährlichen Eisregens am Freitagmorgen im Berufsverkehr. Für Millionen Menschen wurde die Warnstufe Rot, die zweithöchste Warnstufe, ausgerufen. Es herrsche "Gefahr für Leib und Leben", teilten die Meteorologen mit. Die Wetterexperten empfehlen, den Aufenthalt im Freien zu vermeiden. Autofahrern wird geraten: "Fahrweise anpassen, möglichst volltanken, Decken und warme Getränke mitführen". Konkret gilt die Warnstufe Rot in Berlin , Teilen Brandenburgs und Mecklenburg-Vorpommerns. Noch bis 9 Uhr müssen die Menschen in diesen Gebieten mit großer Gefahr rechnen. Der Spätwinter kippt – mit Folgen bis ins Frühjahr Über Deutschland liegt derzeit eine markante Luftmassengrenze . Sie trennt vergleichsweise milde Luftmassen über dem Südwesten und Westen von winterlicher Frostluft über dem Norden und Nordosten. Aber was kommt danach? Die verschiedenen Wettermodelle simulieren unterschiedliche Szenarien. Das europäische Wettermodell rechnet dabei mit einer langen Winter-Periode: Entscheidend ist der Polarwirbel. Diese Prognose hat es in sich: Der Spätwinter kippt – mit Folgen bis ins Frühjahr Flughafen BER stellt Betrieb wegen Blitzeises ein Am Hauptstadtflughafen BER in Schönefeld bei Berlin können auch am frühen Freitagmorgen vorerst keine Maschinen starten oder landen. "Aufgrund von Blitzeis und anhaltendem Eisregen sind aktuell keine Starts und Landungen am BER möglich", teilte eine Sprecherin des Flughafens mit. Der Winterdienst der Flughafengesellschaft habe die Flugbetriebsflächen die gesamte Nacht über mit Enteisungsmittel behandelt, aber ohne Erfolg. "Passagiere werden gebeten, ihren Flugstatus vor Anreise regelmäßig zu prüfen", führte die Sprecherin aus. Bereits am Donnerstagabend hatte der Flughafen seinen Betrieb eingestellt. "Unsere Flächen sind spiegelglatt. Es besteht Gefahr für Leib und Leben", erklärte eine Sprecherin. In der Nacht galt am BER ohnehin das Nachtflugverbot. Wetterdienst warnt vor Glatteis und Eisregen im Nordosten Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet am frühen Morgen örtlich weiterhin mit überfrierendem Regen und Glatteis. Vor allem in Vorpommern seien gebietsweise noch Unwetter möglich, teilte der Wetterdienst über seine Warnkarte mit. An der Ostsee gebe es auch Schnee. Im Verlauf des Freitags soll sich die Glatteislage dem jüngsten Warnlagebericht zufolge aber vorübergehend entspannen. Am Rande eines Hochs über Skandinavien werde die kalte Festlandsluft mit östlicher Strömung in den Norden und Osten gesteuert. Dagegen lenkten atlantische Tiefausläufer mildere Meeresluft in den Süden und Westen. Nur im Nordosten gebe es gebietsweise leichten Dauerfrost. Der Wetterdienst rechnet mit Nebel und regional mit Sichtweiten unter 150 Metern. Die Sichtweiten bessern sich laut Vorhersage im Tagesverlauf nur zögerlich. Zum Wochenende können sich laut DWD mildere Luftmassen bis in den Nordosten ausbreiten. Keine Unwetterwarnung vor Glatteis für Brandenburg mehr Die Unwetterwarnung vor Glatteis des Deutschen Wetterdiensts (DWD) ist nun für ganz Brandenburg ausgelaufen. Dort war bis zum Donnerstagabend noch der Westen und Nordwesten des Bundeslands betroffen. Die Niederschläge mit gefrierendem Regen seien weitestgehend abgeklungen, sagte ein DWD-Sprecher in der Nacht. Zuvor hatte der Wetterdienst bereits Entwarnung für Berlin und den Rest Brandenburgs gegeben. Glatt – und damit gefährlich – dürfte es vereinzelt aber weiterhin sein. Für Berlin und Brandenburg gilt jetzt eine amtliche Warnung vor markanter Glätte. Nicht notwendige Aufenthalte im Freien und Fahrten sollten vermieden und das Verhalten im Straßenverkehr angepasst werden, wie es vom Wetterdienst hieß. Es bestehe erhöhte Glättegefahr durch gefrierenden Regen. Der DWD warnt mit einem mehrstufigen System. Unwetterwarnungen sind Warnungen der dritten Stufe, Warnungen vor markantem Wetter hingegen sind Stufe 2. Donnerstag, 5. Februar Unfallserie auf glatter A10 mit zahlreichen Verletzten Auf der eisglatten Autobahn 10 bei Potsdam sind bei einer Reihe von Unfällen gegen 23 Uhr insgesamt 19 Menschen verletzt worden. Nach Angaben des Lagezentrums der Polizei in Potsdam sind zwischen dem Autobahndreieck Nuthetal und der Anschlussstelle Michendorf in beiden Fahrtrichtungen jeweils mehrere Fahrzeuge bei großer Glätte ineinander gefahren. Nach derzeitigen Erkenntnissen seien von den 19 Verletzten drei ins Krankenhaus gekommen. Die 16 Leichtverletzten seien ambulant behandelt worden, so die Polizei. Neben einer Reihe von Pkw waren den Angaben zufolge an den Unfällen auch ein Lkw und zwei Kleintransporter beteiligt. DWD aktualisiert und erhöht amtliche Unwetterwarnungen Die Wetterlage im Osten Deutschlands verschärft sich vor allem in Mecklenburg-Vorpommern. Für zahlreiche Kreise und Städte wie Schwerin und Rostock hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) die Unwetterwarnungen erhöht und ausgeweitet. Dort gelten amtliche Unwetterwarnungen der Stufe 3 vor Glatteis von 21 Uhr am Donnerstag (5. Februar) bis 9.00 Uhr am Freitag (6. Februar). Laut der Wetterprognose bestehe hohe Glättegefahr durch gefrierenden Regen und Eisansatz. Der DWD weist in der erhöhten Warnung auf die "Gefahr für Leib und Leben" durch plötzlich gefrierenden Regen hin. Die Handlungsempfehlungen des Wetterdiensts lauten: Aufenthalt im Freien und Fahrten vermeiden. Des Weiteren sollte das Verhalten im Straßenverkehr angepasst werden und Verkehrsteilnehmer sollten sich auf Beeinträchtigungen auf allen Verkehrswegen bis hin zu Sperrungen und Schließungen einstellen. Flughafen BER stellt Betrieb wegen Blitzeis ein Der Hauptstadtflughafen steht am Abend still. Wie eine Sprecherin mitteilte, seien wegen Blitzeis keine Starts und Landungen mehr möglich. Der Betrieb wurde vorübergehend eingestellt. "Unsere Flächen sind spiegelglatt. Es besteht Gefahr für Leib und Leben", erklärte eine Sprecherin am Abend. Wann der Betrieb wieder aufgenommen werde, sei noch offen. Zunächst gelte ohnehin das Nachtflugverbot. "Danach sehen wir am Freitagmorgen weiter." Wann der Betrieb wieder aufgenommen wird, war zunächst unklar. Mann bricht auf zugefrorenem See ein – tot In Berlin forderte das Winterwetter einen Toten. Wie die Polizei mitteilte, ist ein Mann auf dem vereisten Halensee eingebrochen und anschließend im Krankenhaus gestorben. Wie die Feuerwehr mitteilte, hätten Ersthelfer zunächst versucht, ihn von einem Steg aus zu retten, doch vergeblich. Anschließend sei ein Feuerwehrmann mit einem Schutzanzug ins Wasser gegangen und konnte ihn so aus dem Wasser ziehen. Der Mann wurde anschließend ins Krankenhaus gebracht, erlag jedoch später seinen schweren Verletzungen. Die Polizei hat Ermittlungen zu dem Vorfall eingeleitet. "Wird schwierig, den Überblick über alle Unfälle zu behalten" In Brandenburg führten Eisregen und Neuschnee zu fatalen Unfällen. Wie ein Sprecher der Autobahnpolizei mitteilte, sei die Lage besonders schlimm auf der A10 bei Potsdam. "Es ist spiegelglatt und so langsam wird es schwierig, den Überblick über alle Unfälle zu behalten", so der Sprecher. Zwischen dem Dreieck Nuthetal und dem Autobahndreieck Potsdam seien insgesamt 21 Fahrzeuge ineinander gefahren, berichtete die "Bild-Zeitung" unter Berufung auf "NonstopNews". Feuerwehr und Rettungskräfte seien im Großeinsatz, hieß es weiter. Es habe 13 Verletzte gegeben, vier davon sollen zur Behandlung in Krankenhäuser gebracht worden sein. Am Nachmittag sei die Autobahn vollständig gesperrt worden. Laut dem ADAC ist eine Fahrbahn zwischen dem Dreieck Potsdam und dem Schönefelder Kreuz gegen 19 Uhr immer noch wieder freigegeben. Die Verkehrsexperten warnen: "Fahren Sie bitte besonders vorsichtig." Amtliche Unwetterwarnung für 20 Kreise und kreisfreie Städte In knapp 20 Landkreisen und Städten in Ostdeutschland hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) die Warnstufe Rot und damit die zweithöchste Wetterwarnstufe ausgerufen. Es herrsche bis 21 Uhr "Gefahr für Leib und Leben" und hohe Glättegefahr durch gefrierenden Regen und Eisansatz. Die Warnungen gelten für Teile von Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern . Empfohlen wird, den "Aufenthalt im Freien und Fahrten" zu vermeiden. Wer im Auto unterwegs sei, so die Wetterexperten, sollte "möglichst volltanken, Decken und warme Getränke mitführen". Flugzeuge in Berlin starten wieder Am Berliner Flughafen BER können die ersten Flugzeuge wieder starten. "Es geht langsam, langsam wieder los", sagte eine Sprecherin. Die erste Maschine startete demnach am späten Vormittag mit großer Verspätung. Aufgrund des schnell gefrierenden Regens war am Morgen zunächst eine Enteisung der Flugzeuge nicht möglich, weswegen keine Maschinen vom Hauptstadtflughafen abheben konnten. Busverkehr in Südbrandenburg gestört In Südbrandenburg kommt es wegen des Winterwetters zu Störungen im Nahverkehr. Wegen vereister Straße ist der ÖPNV in Senftenberg , Lauchhammer und Großkmehlen eingestellt, wie die Verkehrsgesellschaft Oberspreewald-Lausitz mitteilte. Auch der Linienbetrieb in Teltow-Fläming liegt nach Angaben der Verkehrsgesellschaft derzeit im gesamten Gebiet still. Bahn meldet "witterungsbedingte Einschränkung" im Fernverkehr Zwischen Berlin und Hannover kommt es zu Beeinträchtigungen im Fernverkehr der Deutschen Bahn. Die Bahn meldet folgende Ausfälle: Die ICE-Sprinter Berlin – Hannover – Köln – Bonn fallen aus. Die ICE-Linie Berlin – Wolfsburg – Kassel Wilhelmshöhe – Frankfurt(M) – Saarbrücken fällt aus. Die ICE-Linie Berlin – Braunschweig – Frankfurt(M) Süd – Frankfurt(M) Flughafen – Karlsruhe fällt aus. Die ICE-Linie Berlin – Hannover – Münster(Westf) – Dortmund – Köln – Aachen fällt zwischen Berlin und Hannover aus. Die ICE-Linie Berlin – Hannover – Bremen – Oldenburg(Oldb) fällt zwischen Berlin und Hannover aus. Glätte in Ostsachsen: Busse fallen aus, viele Unfälle Eisregen und glatte Straßen haben in Ostsachsen zu vielen Unfällen geführt. Auf dem Gebiet der Polizeidirektion Görlitz wurden bislang schon mehr als 30 Glätteunfälle registriert, bisher alle ohne Verletzte. In Hoyerswerda und Umgebung ist derweil der komplette Busverkehr zum Erliegen gekommen. "Die Fahrzeuge kommen teilweise kaum vom Hof, spätestens auf den Straßen ist dann Schluss", sagte ein Sprecher der Verkehrsgesellschaft Hoyerswerda. Teils liege ein dicker Eispanzer auf der Straße. Hauptstadtflughafen stellt Starts ein Am Berliner Flughafen BER können wegen des Eises am Morgen keine Flugzeuge starten. Aufgrund des schnell gefrierenden Regens sei eine Enteisung der Flugzeuge derzeit nicht möglich, sagte eine Sprecherin. Davon seien derzeit nur Starts betroffen, Landungen sind am BER aktuell möglich. Passagiere müssen mit Flugausfällen sowie massiven Verspätungen rechnen. Sie sollen bei den Airlines den Flugstatus prüfen. Radfahrer bricht ins Eis ein Bei dem Versuch, mit dem Fahrrad einen zugefrorenen Fluss zu überqueren, ist ein Mann in Lübeck durchs Eis gebrochen. Nach Angaben der Polizei wollte der 61-Jährige am Mittwochabend die Wakenitz überqueren, als die Eisdecke nachgab und er ins Wasser stürzte. Der Vorfall ging glimpflich aus: Der Mann befreite sich selbstständig aus dem eiskalten Wasser. Im Osten gilt Warnstufe Rot Im Osten von Deutschland leuchtet auf der DWD-Warnkarte ein großer, roter Fleck: Am Donnerstagmorgen herrscht dort "Gefahr für Leib und Leben". Der DWD warnt vor hoher Glättegefahr durch gefrierenden Regen und Eisansatz. Der DWD rät, Aufenthalte im Freien zu vermeiden. Wer unbedingt auf das Auto angewiesen ist, soll möglichst volltanken und Decken und warme Getränke mitführen. Eis legt wieder Teile von Berlins Nahverkehr lahm Eis und Glätte führen am Morgen zu Einschränkungen im Berliner U-Bahnnetz. Die Linie U2 ist nach Angaben der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) derzeit teilweise unterbrochen. Auch die U3 ist nach Angaben der BVG unterbrochen. Warnung bis 15 Uhr Auch im Osten Mecklenburg-Vorpommerns sowie auf Teilen Usedoms kann es zu gefrierendem Regen mit unwetterartiger Glätte kommen. Die amtliche Unwetterwarnung gilt zunächst bis voraussichtlich 15 Uhr. Brandenburg: Bis zu 5 Zentimeter Neuschnee Im Norden Brandenburgs können bis zum Mittag laut DWD bis zu fünf Zentimeter Neuschnee fallen. Ab Mittag gehe der Schnee in Regen über. Der gefrierende Regen fällt laut Prognose auch im Großteil des ganzen Bundeslands sowie in Berlin. Zwischendurch setze der Regen aus, aber am Nachmittag und Abend in der Westhälfte wieder ein, wie der DWD mitteilte. Eine amtliche Unwetterwarnung des DWD, die auch über Warnapps wie Nina verbreitet wurde, gilt etwa in Berlin bis 10 Uhr. Amtliche Warnungen vor Glätte in weiten Teilen der Republik Am Rande eines Hochs über Skandinavien wird mit östlicher Strömung die kalte Festlandsluft in den Norden und Osten gesteuert. Dagegen lenken atlantische Tiefausläufer mildere Meeresluft in den Süden und Westen. Fast in ganz Deutschland gelten am Donnerstagmorgen amtliche Warnungen vor Glätte. In den meisten Regionen hat der DWD die niedrigste Warnstufe ausgerufen, mit der Warnfarbe Gelb (Stufe 1 von 4). Im Raum München gilt die Warnung zunächst bis 10 Uhr, ebenso rund um Stuttgart. Erfurt. Magdeburg und Hannover sind bis 11 Uhr betroffen. Tagelanges Glatteis fordert auch Arztpraxen heraus Glättebedingte Unfälle bringen Berliner Krankenhäuser und Arztpraxen weiterhin an ihre Belastungsgrenze. "Die letzten Wochen waren wirklich hart für uns", sagte die Hausärztin und Co-Vorsitzende des Hausärzteverbandes Berlin und Brandenburg, Sandra Blumenthal, der Deutschen Presse-Agentur. Zum einen würden viele der aus dem Krankenhaus entlassenen Glätte-Patienten in der Arztpraxis nachversorgt, zum anderen litten zurzeit viele Menschen an einer Atemwegserkrankung. Die größte Herausforderung sei die ungewöhnlich lange Dauer der Glätteperiode, sagte die Sprecherin des Berliner BG-Unfallkrankenhauses, Angela Kijewski. Glatteis gebe es jedes Jahr, aber selten so lange am Stück wie jetzt. Kijewski sprach von einer Ausnahmesituation. "Es sind alle sehr stark strapaziert."
