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München: IAA Mobility 2025 startet mit Elektromodellen und Krisenstimmung

Merz eröffnet IAA in München: Deutsche Autobauer zeigen ihre neuesten Elektromodelle, doch die Zahlen dahinter sind alarmierend für die gesamte Branche. Mitten in der schwersten Krise der deutschen Autoindustrie öffnet heute die Automesse IAA Mobility in München ihre Tore. Bis Freitag können sich Besucherinnen und Besucher auf dem Messegelände über die neuesten Entwicklungen der Branche informieren. Zur Eröffnung wird auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) erwartet. BMW präsentiert bei seinem Heimspiel den iX3, das erste Serienmodell der sogenannten Neuen Klasse. Die Reichweite steigt laut BMW auf 800 Kilometer, Batterien und Antrieb werden effizienter, die Ladezeiten kürzer. Ins Auge sticht das neue Bedienkonzept Panoramic iDrive, bei dem alle wichtigen Informationen in einem mehr als einen Meter breiten Displaystreifen direkt unterhalb der Windschutzscheibe zu sehen sind. VW zeigt vier Modelle aus dem elektrischen Einstiegssegment Mercedes-Benz setzt beim elektrischen GLC auf einen rund einen Meter breiten Bildschirm – nach Konzernangaben der bisher größte Bildschirm in einem Auto der Stuttgarter. Auffällig ist die neu gestaltete Kühlergrill-Optik, die deutlich von den bisherigen elektrischen EQ-Modellen abweicht und sich eher an klassischen Verbrennern orientiert. Der Volkswagen-Konzern zeigt vier Modelle aus dem elektrischen Einstiegssegment von VW, Škoda und Cupra, die im kommenden Jahr auf den Markt kommen sollen. Darunter befindet sich der ID.Polo, der zu Preisen ab knapp unter 25.000 Euro zu haben sein soll. Die echte Weltpremiere des ID.Polo soll erst im kommenden Mai erfolgen, der Verkauf dann im Herbst 2026 beginnen. An den Ständen der Automobilzulieferer zeigt sich, wie sich die Industrie für die Zukunft aufstellen will. Lenkung und Bremse "by Wire" – also ohne mechanische Verbindung – senden Befehle in Form elektrischer Signale an Motoren. Das spart Gewicht, sorgt für Flexibilität im Innenraum und ermöglicht schnelle Reaktionen. Dem Autozulieferer Bosch zufolge kann das Brems- und Lenkverhalten dadurch jederzeit angepasst werden. Auf der IAA 2025 sind so viele chinesische Vertreter wie noch nie Ein weiteres großes Thema ist Software. Im Idealfall lassen sich Autos auch noch Jahre nach dem Kauf per Update verbessern oder nachrüsten – beispielsweise das Fahrverhalten, Sicherheitsfunktionen und das Infotainment-System. Im Fokus stehen zudem neue Sensoren und Assistenzsysteme, effizientere Elektronik und nachhaltige Materialien. Besonders auffällig: Es sind so viele chinesische Unternehmen vertreten wie noch nie. 116 Aussteller aus der Volksrepublik zählt die Mobilitätsmesse nach vorläufigen Angaben des Verbands der Automobilindustrie (VDA). Von Deutschland abgesehen kommen aus keinem anderen Land auch nur annähernd so viele Unternehmen nach München. Vertreten sind unter anderem die E-Auto-Bauer BYD und Xpeng. Deutsche Autobauer verzeichnen deutliche Gewinnrückgänge Die Messe findet zu einem schwierigen Zeitpunkt für die deutsche Autoindustrie statt. BMW, Mercedes, Volkswagen und Audi verzeichneten alle im ersten Halbjahr deutliche Gewinnrückgänge. Die Elektromobilität läuft nicht so stark wie erwartet, die Konzerne verkaufen weniger Autos, vor allem auf dem wichtigen chinesischen Markt. US-Zölle belasten zusätzlich. Bei den Zulieferern sieht es nicht besser aus. Die gedämpfte Autoproduktion schlägt auf sie durch, viele Werke sind nicht ausgelastet. Gleichzeitig haben viele Unternehmen eine Menge Geld in den Wandel zur E-Mobilität investiert, was sich aber noch nicht rechnet. Deshalb werden auch bei Bosch, ZF und Continental Kosten gedrückt und Stellen abgebaut.